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Following The Rabbit-proof Fence Film


Following The Rabbit-proof Fence Film

Der Film Rabbit-Proof Fence (deutscher Titel: Hüter der Wüste) aus dem Jahr 2002, basierend auf Doris Pilkingtons Buch Follow the Rabbit-Proof Fence, erzählt die wahre Geschichte von Molly Craig, Daisy Kadibil und Gracie Fields, drei Aborigine-Mädchen, die 1931 in Westaustralien ihren Familien entrissen und in das Moore River Native Settlement gebracht wurden. Ihr mutiger Entschluss zur Flucht und die anschließende Verfolgung durch die unbarmherzige Landschaft Australiens, entlang des titelgebenden Kaninchenzauns, berühren zutiefst und werfen fundamentale Fragen nach Identität, kultureller Zugehörigkeit und den Auswirkungen kolonialer Politik auf. Doch wie kann man, nachdem man von dieser kraftvollen Geschichte berührt wurde, die erlebten Erfahrungen der Mädchen weiter erforschen und vertiefen? Diese Frage steht im Zentrum dieses Artikels, der sich mit den Möglichkeiten auseinandersetzt, die der Film bietet, um sich mit den komplexen Themen auseinanderzusetzen, und wie Ausstellungen und pädagogische Angebote die Geschichte von Molly, Daisy und Gracie erfahrbar machen können.

Ausstellungen als Fenster zur Vergangenheit

Die Wirkung von Rabbit-Proof Fence ist unbestreitbar stark, doch ein Filmerlebnis kann nur ein Ausgangspunkt sein. Um die volle Tragweite der Geschichte zu verstehen, ist es essentiell, sich mit dem historischen Kontext und den persönlichen Schicksalen der Betroffenen auseinanderzusetzen. Ausstellungen, die sich dem Thema der Stolen Generations (gestohlene Generationen) widmen, bieten hierfür eine wertvolle Plattform. Diese Ausstellungen können unterschiedlich gestaltet sein, doch sie alle haben das Ziel, das Bewusstsein für die Auswirkungen der Politik der erzwungenen Assimilation zu schärfen.

Inhalte und Gestaltung von Ausstellungen

Ausstellungen zum Thema Rabbit-Proof Fence und den Stolen Generations sollten eine Bandbreite an Inhalten abdecken. Dazu gehören:

  • Historischer Kontext: Eine detaillierte Darstellung der australischen Aborigine-Politik im frühen 20. Jahrhundert, insbesondere der Gesetze und Verordnungen, die die Entfernung indigener Kinder von ihren Familien ermöglichten. Es ist wichtig, die ideologischen Grundlagen dieser Politik zu beleuchten, die oft von rassistischen Vorstellungen und dem Glauben an die Überlegenheit der weißen Kultur geprägt waren.
  • Persönliche Geschichten: Die individuellen Erfahrungen der betroffenen Kinder und Familien sollten im Mittelpunkt stehen. Dies kann durch Fotos, Briefe, Audio- und Videoaufnahmen geschehen. Die Stimmen der Stolen Generations selbst müssen gehört werden, um die emotionalen und psychologischen Auswirkungen des Traumas zu verdeutlichen.
  • Visuelle Elemente: Fotografien, Karten, zeitgenössische Dokumente und Kunstwerke können die Ausstellung bereichern und die Geschichte visuell erfahrbar machen. Der Einsatz von interaktiven Elementen, wie z.B. Touchscreens mit Interviews oder virtuellen Rekonstruktionen der Ureinwohner-Reservate, kann die Besucher stärker einbeziehen.
  • Die Bedeutung des Kaninchenzauns: Der Rabbit-Proof Fence selbst kann als Metapher für die Trennung und die unüberwindbaren Hindernisse, die den Aborigines in den Weg gestellt wurden, dienen. Karten und Modelle des Zauns können seinen Verlauf und seine Bedeutung verdeutlichen.

Die Gestaltung der Ausstellung sollte sensibel und respektvoll erfolgen. Es ist wichtig, eine Atmosphäre des Zuhörens und der Empathie zu schaffen, die den Besuchern ermöglicht, sich mit den schwierigen Themen auseinanderzusetzen, ohne sich überwältigt oder schuldig zu fühlen. Der Einsatz von indigener Kunst und Design kann dazu beitragen, die kulturelle Perspektive der Aborigines zu würdigen.

Pädagogische Angebote: Lernen aus der Vergangenheit

Neben Ausstellungen spielen pädagogische Angebote eine entscheidende Rolle, um das Verständnis für die Geschichte von Rabbit-Proof Fence und den Stolen Generations zu vertiefen. Schulen, Museen und Gedenkstätten können eine Vielzahl von Bildungsangeboten entwickeln, die auf unterschiedliche Altersgruppen und Lernstile zugeschnitten sind.

Mögliche Bildungsangebote

Die pädagogischen Angebote sollten über die reine Wissensvermittlung hinausgehen und die Schüler dazu anregen, kritisch zu denken, Empathie zu entwickeln und sich mit den ethischen Implikationen der Geschichte auseinanderzusetzen. Einige Beispiele für mögliche Bildungsangebote sind:

  • Workshops und Seminare: Diese können sich mit spezifischen Aspekten der Geschichte befassen, z.B. mit der Rolle der Regierung, der Kirche oder der Medien. Sie können auch dazu dienen, die Perspektiven verschiedener Akteure zu beleuchten, z.B. der betroffenen Kinder, ihrer Familien, der Beamten oder der Siedler.
  • Filmanalysen und Diskussionsrunden: Rabbit-Proof Fence kann als Ausgangspunkt für eine Auseinandersetzung mit den Themen Rassismus, Kolonialismus, Identität und Widerstand dienen. Die Schüler können den Film analysieren, die Charaktere und ihre Motive diskutieren und sich mit den historischen Fakten auseinandersetzen.
  • Zeitzeugenberichte: Die Begegnung mit Überlebenden der Stolen Generations ist eine besonders eindrückliche Erfahrung. Diese Berichte können den Schülern helfen, die Geschichte zu personalisieren und die Auswirkungen der Politik auf das Leben einzelner Menschen zu verstehen.
  • Projekte und Recherchen: Die Schüler können eigene Projekte durchführen, z.B. Recherchen zu lokalen Geschichten der Stolen Generations, Interviews mit Betroffenen oder die Gestaltung von Ausstellungen oder Präsentationen.
  • Rollenspiele und Simulationen: Durch Rollenspiele können die Schüler in die Perspektive verschiedener Akteure schlüpfen und die Konflikte und Dilemmata, die mit der Politik der erzwungenen Assimilation verbunden waren, besser verstehen.

Es ist wichtig, dass die Bildungsangebote von qualifizierten Fachkräften geleitet werden, die über fundierte Kenntnisse der Geschichte und der Kultur der Aborigines verfügen. Die Zusammenarbeit mit indigenen Organisationen und Gemeinschaften ist unerlässlich, um sicherzustellen, dass die Bildungsangebote authentisch und respektvoll sind.

Die Besucherperspektive: Empathie und Reflexion

Der Erfolg einer Ausstellung oder eines pädagogischen Angebots hängt maßgeblich davon ab, wie die Besucher die Geschichte erleben und wie sie sich mit den Themen auseinandersetzen. Eine wichtige Zielsetzung sollte sein, Empathie zu fördern und die Besucher zu einer kritischen Reflexion über die Vergangenheit und ihre Auswirkungen auf die Gegenwart anzuregen.

Gestaltung eines positiven Besuchserlebnisses

Um ein positives Besuchserlebnis zu gewährleisten, ist es wichtig, die folgenden Aspekte zu berücksichtigen:

  • Zugänglichkeit: Die Ausstellung oder das Bildungsangebot sollte für ein breites Publikum zugänglich sein, unabhängig von Alter, Bildungsstand oder kulturellem Hintergrund. Dies bedeutet, dass die Informationen klar und verständlich präsentiert werden müssen und dass unterschiedliche Lernstile berücksichtigt werden sollten.
  • Emotionaler Schutz: Die Geschichte der Stolen Generations ist emotional sehr belastend. Es ist wichtig, den Besuchern Möglichkeiten zu bieten, mit ihren Emotionen umzugehen, z.B. durch Ruhezonen, Beratungsangebote oder die Möglichkeit, sich mit anderen Besuchern auszutauschen.
  • Interaktivität: Interaktive Elemente können die Besucher stärker einbeziehen und ihnen ermöglichen, die Geschichte auf eigene Faust zu erkunden. Dies kann z.B. durch Touchscreens, interaktive Karten oder die Möglichkeit, eigene Beiträge zur Ausstellung zu leisten, geschehen.
  • Kulturelle Sensibilität: Die Ausstellung oder das Bildungsangebot sollte die Kultur und die Perspektiven der Aborigines respektieren. Die Zusammenarbeit mit indigenen Organisationen und Gemeinschaften ist unerlässlich, um sicherzustellen, dass die Geschichte authentisch und respektvoll dargestellt wird.
  • Anregung zur Reflexion: Die Ausstellung oder das Bildungsangebot sollte die Besucher dazu anregen, über die Geschichte nachzudenken und sich mit ihren eigenen Vorurteilen und Annahmen auseinanderzusetzen. Fragen zur Verantwortung, zur Gerechtigkeit und zur Versöhnung sollten gestellt werden.

Indem man die Geschichte von Rabbit-Proof Fence als Ausgangspunkt nimmt und sie durch Ausstellungen und pädagogische Angebote erweitert, kann man ein tieferes Verständnis für die komplexen Themen rund um die Stolen Generations und die Auswirkungen der Kolonialgeschichte Australiens erreichen. Die Auseinandersetzung mit dieser Geschichte ist nicht nur wichtig für das Verständnis der Vergangenheit, sondern auch für die Gestaltung einer gerechteren und inklusiveren Zukunft. Die Möglichkeit, Empathie zu entwickeln und zu reflektieren, ermöglicht es uns, die Vergangenheit zu verstehen, die Gegenwart zu hinterfragen und die Zukunft bewusst zu gestalten. Rabbit-Proof Fence ist mehr als nur ein Film; es ist ein Fenster in eine dunkle Vergangenheit, das uns auffordert, Verantwortung zu übernehmen und uns für eine bessere Zukunft einzusetzen.

Following The Rabbit-proof Fence Film Rabbit-Proof Fence DVD Release Date April 15, 2003
www.dvdsreleasedates.com
Following The Rabbit-proof Fence Film RABBIT PROOF FENCE – SMITH RAFAEL FILM CENTER
rafaelfilm.cafilm.org
Following The Rabbit-proof Fence Film Retracing the Rabbit-Proof Fence | SBS Norwegian
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Following The Rabbit-proof Fence Film ‎Rabbit-Proof Fence (2002) directed by Phillip Noyce • Reviews, film
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Following The Rabbit-proof Fence Film Rabbit Proof Fence (film) - Alchetron, the free social encyclopedia
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Following The Rabbit-proof Fence Film Rabbit-Proof Fence movie review (2002) | Roger Ebert
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Following The Rabbit-proof Fence Film Rabbit-Proof Fence (2002) - Posters — The Movie Database (TMDB)
www.themoviedb.org
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ubicaciondepersonas.cdmx.gob.mx
Following The Rabbit-proof Fence Film Australian one-sheet poster for Rabbit-Proof Fence | National Film and
www.nfsa.gov.au
Following The Rabbit-proof Fence Film 17 Best Movies with Tracking or Anti-Tracking - Prepper Press
prepperpress.com
Following The Rabbit-proof Fence Film Rabbit-Proof Fence - Zinn Education Project
www.zinnedproject.org
Following The Rabbit-proof Fence Film Rabbit-Proof Fence (2002) - The Screen Guide - Screen Australia
www.screenaustralia.gov.au
Following The Rabbit-proof Fence Film A Heartbreaking Journey to Reclaim Identity in Rabbit-Proof Fence
otakukart.com

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