Francisco Goya The Third Of May
Okay, Leute, lasst uns über Kunst reden. Und zwar über so richtig alte Kunst. Genauer gesagt, über Goya. Genauer, GENAUER gesagt, über "Der 3. Mai 1808". Das berühmte Bild, ihr wisst schon, mit den Typen, die erschossen werden.
Ich weiss, ich weiss, es ist ein Meisterwerk. Alle sagen das. Die Kunstkritiker, eure Kunstlehrerin, wahrscheinlich sogar eure Oma. Aber... darf ich was sagen? Was wirklich sagen?
Ich finde, es ist... ein bisschen überbewertet. Ja, ich hab's gesagt. Kommt mich holen!
Klar, die Botschaft ist stark. Krieg ist scheisse, Gewalt ist scheisse, Unterdrückung ist scheisse. Check. Haben wir verstanden. Goya war ein grosser Humanist. Blabla. Aber mal ehrlich, ist das wirklich SO revolutionär? Haben wir das nicht schon tausendmal in anderen Bildern gesehen?
Die Dramatik
Okay, die Dramatik ist da. Der Typ mit den ausgestreckten Armen? Klassiker. Jeder kennt ihn. Er ist quasi das Meme der politischen Kunst. Aber ist er nicht auch ein bisschen... theatralisch? So nach dem Motto: "Schaut mich an, ich sterbe heldenhaft!"
Und die Soldaten? Sorry, aber die sehen aus wie eine perfekt synchronisierte Killermaschine. Keine Emotion, keine Menschlichkeit. Fast schon ein bisschen... langweilig? Ich meine, ein bisschen mehr Charakter hätte ihnen nicht geschadet. Vielleicht ein Soldat, der sich fragt, ob er das Richtige tut? Oder einer, der einfach nur müde ist?
Ich weiss, ich weiss, Goya wollte wahrscheinlich die Entmenschlichung des Krieges darstellen. Aber für mich wirkt es eher wie eine stylische Inszenierung. Ein bisschen so, wie ein schlechter Actionfilm.
Das Licht
Das Licht! Ja, das Licht ist toll. Das ist vielleicht sogar das Beste am ganzen Bild. Diese eine Laterne, die alles so schön ausleuchtet. Aber ist das genug, um ein Meisterwerk zu rechtfertigen? Ich bin mir nicht sicher.
Vielleicht bin ich einfach nur abgestumpft. Wir leben in einer Zeit, in der wir jeden Tag mit Bildern von Gewalt und Schrecken bombardiert werden. Vielleicht hat Goya's "Der 3. Mai" einfach nicht mehr die gleiche Wirkung wie früher.
Unpopuläre Meinung incoming!
Und jetzt kommt meine wirklich unpopuläre Meinung: Ich finde, es gibt andere Bilder von Goya, die viel besser sind. Die "Schwarzen Gemälde" zum Beispiel. Die sind richtig abgefahren und verstörend. Die lassen einen wirklich mit einem unbehaglichen Gefühl zurück. "Der 3. Mai" hingegen lässt mich eher... schulterzuckend zurück.
Es ist, als ob Goya sagen wollte: "Schaut her, Krieg ist schlimm!" Ja, danke, Goya. Haben wir verstanden. Können wir jetzt bitte zu den wirklich interessanten Sachen kommen?
Ein Meisterwerk?
Ich sage nicht, dass "Der 3. Mai" ein schlechtes Bild ist. Überhaupt nicht. Es ist ein wichtiges historisches Dokument. Es ist ein Symbol für den Widerstand gegen Unterdrückung. Und es ist ein beeindruckendes Beispiel für Goya's Können.
Aber ich finde, es ist einfach ein bisschen... überschätzt. Es gibt andere Bilder, die mich mehr berühren. Die mich mehr zum Nachdenken anregen. Die mir mehr Angst machen. Und ja, ich weiss, das ist eine blasphemische Aussage in der Welt der Kunstgeschichte.
Aber hey, das ist meine Meinung. Und ich stehe dazu. Vielleicht lieg ich ja auch völlig falsch. Vielleicht bin ich einfach nur ein Banause. Aber vielleicht, GANZ vielleicht, gibt es da draussen noch jemanden, der das ähnlich sieht.
Also, was denkt ihr? Bin ich verrückt? Oder gibt es noch andere "Meisterwerke", die ihr insgeheim ein bisschen... langweilig findet? Lasst es mich wissen!
