Französisch übungen Klasse 8 Imparfait Und Passe Compose
Okay, Freunde, mal ehrlich. Wer von uns hat in Französisch Klasse 8 *wirklich* den Durchblick gehabt, was Imparfait und Passé Composé angeht? Ich meine, wirklich?
Ich oute mich mal: Ich nicht. Absolut nicht. Und ich behaupte mal, das ist eine ziemlich unpopuläre Meinung, aber ich glaube, diese beiden Zeiten sind die nervigsten Erfindungen der französischen Sprache. Punkt.
Da sitzt man also, brav im Unterricht, und Madame Müller (oder wie eure Französischlehrerin auch immer hieß) erklärt gefühlt zum tausendsten Mal den Unterschied. „Das Imparfait beschreibt Zustände und Gewohnheiten in der Vergangenheit!“ Ja, super. Danke. Aber wann genau ist etwas ein Zustand und wann eine Gewohnheit? Und warum klingt "J'étais..." immer so, als hätte man irgendwas angestellt?
Und dann kommt das Passé Composé um die Ecke. „Das Passé Composé beschreibt abgeschlossene Handlungen in der Vergangenheit!“ Aha. Abgeschlossen. Verstanden. Oder auch nicht. Denn was, wenn eine Handlung zwar in der Vergangenheit liegt, aber irgendwie noch Auswirkungen auf die Gegenwart hat? Verwirrung pur!
Man lernt dann irgendwelche Eselsbrücken. „Dr. und Frau van der Tramp“ oder so ähnlich. Irgendwelche Verben, die sich mit *être* bilden. Und dann kommen noch die reflexiven Verben dazu! Hilfe!
Ich schwöre, mein Gehirn hat damals kurzzeitig beschlossen, Französisch einfach zu ignorieren und sich stattdessen mit dem Leben der Regenwürmer im Schulgarten zu beschäftigen. Scheint mir im Nachhinein eine gar nicht so schlechte Entscheidung gewesen zu sein.
Und das Schlimmste ist ja: Man versucht, die Regeln anzuwenden. Man überlegt, grübelt, zerbricht sich den Kopf. Und dann liest man einen französischen Roman und stellt fest: Die benutzen die Zeiten ganz anders, als man es gelernt hat! Was soll das denn?
Beispiel gefällig?
Nehmen wir mal diesen Satz:
Quand j'étais petit, je mangeais beaucoup de bonbons.
Okay, "Quand j'étais petit" – Als ich klein war. Imparfait, check. Beschreibt einen Zustand. Soweit, so gut. Aber dann: "je mangeais beaucoup de bonbons." Ich aß viele Süßigkeiten. Auch Imparfait! Warum nicht Passé Composé? Habe ich die Süßigkeiten nicht irgendwann aufgegessen? War das nicht eine abgeschlossene Handlung? Anscheinend nicht. Anscheinend war das einfach eine Gewohnheit, ein Zustand, ein... irgendwas.
Oder:
Hier, j'ai mangé une pizza.
Gestern habe ich eine Pizza gegessen. Passé Composé. Klar. Die Pizza ist weg. Handlung abgeschlossen. Kein Problem. Denkt man.
Das Problem lauert im Detail
Aber was, wenn ich sage:
J'ai mangé une pizza et maintenant j'ai mal au ventre.
Ich habe eine Pizza gegessen und jetzt habe ich Bauchschmerzen. Die Pizza ist zwar weg (Passé Composé), aber die Folgen sind noch da (jetzt habe ich Bauchschmerzen!). Sollte man dann nicht vielleicht doch das Imparfait benutzen? Wahrscheinlich nicht. Aber es fühlt sich irgendwie falsch an!
Und wisst ihr was? Ich glaube, die Franzosen selbst haben manchmal keine Ahnung, wann sie welche Zeit benutzen sollen. Die machen das einfach nach Gefühl. Und wir armen Schüler sitzen da und versuchen, irgendwelche Regeln zu verstehen, die am Ende sowieso keiner so genau nimmt.
Also, falls ihr gerade in Klasse 8 seid und euch mit Imparfait und Passé Composé rumschlagt: Kopf hoch! Ihr seid nicht allein. Und vielleicht, ganz vielleicht, wird es irgendwann einfacher. Oder auch nicht. Aber hey, immerhin könnt ihr dann sagen, dass ihr euch mit den nervigsten Erfindungen der französischen Sprache auseinandergesetzt habt. Das ist doch auch was, oder?
Und an alle, die das Ganze schon hinter sich haben: Seid ehrlich! Habt ihr *wirklich* alles verstanden? Oder habt ihr einfach nur irgendwie durchgemogelt?
Ich plädiere für eine offene Diskussion. Und vielleicht, ganz vielleicht, einigen wir uns darauf, dass das Subjonctif die eigentliche Herausforderung ist. Aber das ist eine andere Geschichte...
