Freue Mich Von Ihnen Zu Hören Englisch
Okay, Leute, lasst uns ehrlich sein. Es gibt da eine Phrase, die uns alle verfolgt. Eine Phrase, die in der Welt der E-Mails und Briefe lauert. Sie wartet nur darauf, uns in den Wahnsinn zu treiben. Ich spreche natürlich von: "Freue mich, von Ihnen zu hören."
Ja, ich weiß. Das ist so ziemlich das Basisrezept für jede halbwegs professionelle Korrespondenz. Aber ist es wirklich so unschuldig, wie es scheint?
Ich wage zu behaupten: Nein! Und hier ist, warum.
Die Leiden des Kopierens und Einfügens
Wie oft, bitte, haben wir diese Phrase einfach blind kopiert und eingefügt? Ohne auch nur eine Sekunde darüber nachzudenken? Ich schätze, öfter als wir zugeben wollen. Ist das ehrlich? Ist das authentisch? Ich behaupte: Es ist das digitale Äquivalent eines genervten Augenrollens. Aber schön verpackt in diplomatischen Zuckerguss.
Die große Frage: Freuen wir uns WIRKLICH?
Sind wir ehrlich. Wenn wir mitten in einer Deadline stecken, unser Kaffee kalt ist und unser Chef uns gerade ins Büro zitiert hat, freuen wir uns da wirklich, von irgendjemandem zu hören? Wahrscheinlich eher nicht. Eher so: "Bitte, lass es keine schlechte Nachricht sein! Und bitte, lass es schnell gehen!"
Ich weiß, ich weiß. Ich bin ein Zyniker. Aber ich bin auch ein Realist. Und die Realität ist, dass die meisten von uns diese Phrase benutzen, weil es erwartet wird. Weil es höflich ist. Weil es...nun ja, weil es eben in jede E-Mail gehört.
Aber hey, vielleicht sollten wir uns einfach eingestehen: Manchmal freuen wir uns eben nicht. Und das ist auch okay! Wir sind schließlich auch nur Menschen.
Die Alternativen: Ein kreativer Aufruf
Also, was können wir tun? Sollen wir die Phrase ganz verbannen? Vielleicht. Aber vielleicht können wir auch einfach ein bisschen kreativer sein!
Hier sind ein paar (zugegebenermassen leicht ironische) Vorschläge:
- "Bin gespannt auf Ihre Antwort (wenn sie nicht zu lang ist)."
- "Ich erwarte mit Spannung Ihre Rückmeldung (aber bitte nicht nach 17 Uhr)."
- "Ihre Antwort wird erwartet (aber keine Eile, wirklich nicht)."
Okay, vielleicht sind diese Beispiele etwas zu ehrlich. Aber sie zeigen, dass es Möglichkeiten gibt, die Phrase aufzubrechen. Sie ein bisschen persönlicher zu gestalten. Sie...sagen wir mal...authentischer zu machen.
Oder, noch radikaler: Wir lassen sie einfach weg! Manchmal sagt ein kurzer, prägnanter Satz mehr als tausend leere Höflichkeitsfloskeln.
Weniger ist mehr, meine Freunde!
Die Wahrheit kommt ans Licht!
Ich weiß, ich bin vielleicht allein mit dieser Meinung. Vielleicht finden die meisten Leute "Freue mich, von Ihnen zu hören" völlig in Ordnung. Vielleicht bin ich einfach nur ein mürrischer Morgenmuffel, der sich über alles und jeden beschwert.
Aber ich kann mir vorstellen, dass es da draußen noch andere Leute gibt, die sich insgeheim von dieser Phrase belästigt fühlen. Die sie satt haben. Die sich wünschen, es gäbe eine ehrlichere, authentischere Art, eine E-Mail zu beenden.
Also, wenn du einer dieser Leute bist, dann weißt du jetzt: Du bist nicht allein! Wir sind eine kleine, aber feine Rebellengruppe, die sich gegen die Tyrannei der Höflichkeitsfloskeln wehrt.
Und wenn du anderer Meinung bist? Auch gut! Schreib mir gerne eine E-Mail. Aber bitte...fang nicht an mit: "Freue mich, von Ihnen zu hören."
Oder vielleicht doch. Wer weiß. Vielleicht freue ich mich ja doch ein bisschen. Aber nur ein ganz kleines bisschen. 😉
In diesem Sinne: Frohes E-Mailen! Und mögen eure Posteingänge niemals überquellen!
