Frisur Seite Kurz Oben Lang
Okay, Leute, mal ehrlich: Wer von uns hat NICHT irgendwann mal mit dem Gedanken gespielt, sich die Haare "Seite kurz, oben lang" schneiden zu lassen? Egal ob man es nun Undercut, Pompadour oder einfach nur "dieser eine Haarschnitt von dem Typen in der Werbung" nennt – dieser Style ist einfach allgegenwärtig. Aber habt ihr euch mal gefragt, warum das eigentlich so ist? Ich meine, wir reden hier von einer Frisur, die gefühlt schon seit dem alten Rom existiert (okay, vielleicht nicht GANZ so lange, aber fast).
Ich erinnere mich noch gut an den Moment, als mein Cousin Paul, ein eigentlich eher unauffälliger BWL-Student, plötzlich mit so einem Schnitt auftauchte. Er sah aus, als hätte er gerade einen Modelvertrag unterschrieben. Plötzlich war er der coole Paul, der alle kannte und dessen Meinung zu Bierpreisen plötzlich hoch angesehen war. Was war passiert? Waren es die Haare? Wahrscheinlich. Oder vielleicht hatte er einfach nur endlich den Mut gefunden, sich selbst zu sein. Und die Haare waren nur das Sahnehäubchen (oder das Gel im Haar, je nachdem wie man es nimmt).
Das Witzige ist ja, dass "Seite kurz, oben lang" eigentlich total unlogisch ist. Warum sollte man sich die Seiten abrasieren und oben dann einen ganzen Urwald stehen lassen? Es ist, als würde man sich eine Pizza bestellen und dann nur den Belag essen. Irgendwie absurd. Aber genau das macht es ja auch so interessant. Es ist ein Statement. Ein "Ich bin anders, ich bin mutig, und ich kann es mir leisten, asymmetrisch auszusehen!" (Oder, im Fall von Paul, ein "Ich hab endlich gemerkt, dass ich nicht mehr nur Exceltabellen bin!").
Die Evolution des "Seite kurz, oben lang"
Früher war das ja noch anders. Da war "Seite kurz, oben lang" oft ein Zeichen von Militärzugehörigkeit oder beinharter Arbeit. Denkt an die Soldaten im ersten Weltkrieg oder die Dockarbeiter in den 1920ern. Praktisch, weil die Haare nicht im Weg waren, aber trotzdem noch genug da waren, um den Kopf warm zu halten. Heute ist es eher ein Zeichen von...nun ja, von allem Möglichen. Vom Hipster, der seinen Bart liebevoll pflegt, bis zum Geschäftsmann, der zeigen will, dass er noch ein bisschen Rock 'n' Roll im Blut hat.
Und dann gibt es noch die ganzen Promis. Brad Pitt hatte ihn, David Beckham hatte ihn, und vermutlich hat auch irgendwann mal der Weihnachtsmann überlegt, sich die Seiten rasieren zu lassen. Diese Frisur ist einfach ein Chamäleon. Sie passt sich an, sie verändert sich, und sie bleibt doch irgendwie immer gleich.
Die Tücken des "Seite kurz, oben lang"
Aber lasst euch nicht täuschen. "Seite kurz, oben lang" ist nicht einfach nur drauf los schneiden. Da steckt Arbeit drin! Man muss föhnen, man muss stylen, man muss die richtigen Produkte finden. Ich habe mal versucht, meinem Hund diese Frisur zu verpassen (keine Sorge, nur im Spaß und mit ungiftiger Farbe!). Das Ergebnis war...sagen wir mal, es sah eher nach einem explodierten Sofakissen aus als nach einem hippen Haarschnitt.
Und dann gibt es noch den berühmten "Übergang". Der muss stimmen! Sonst sieht es aus, als hätte man sich die Haare mit einem Rasenmäher geschnitten. Ich erinnere mich an einen Freund, der diesen Übergang komplett vermasselt hat. Er nannte es seinen "Punk-Rock-Look", aber wir alle wussten, dass er einfach nur einen schlechten Friseur erwischt hatte.
Aber selbst wenn alles schief geht, ist das ja auch irgendwie wieder charmant. Denn am Ende des Tages ist "Seite kurz, oben lang" eben mehr als nur eine Frisur. Es ist ein Abenteuer. Ein Experiment. Ein Beweis dafür, dass wir alle irgendwie ein bisschen verrückt sind. Und das ist doch auch gut so, oder?
Also, traut euch! Probiert es aus! Lasst euch die Seiten abrasieren und den Urwald oben stehen! Vielleicht entdeckt ihr ja eine ganz neue Seite an euch selbst. Und wenn nicht, wachsen die Haare ja auch wieder nach. Meistens zumindest.
Und denkt immer daran: Selbst wenn eure Frisur wie ein missglücktes Experiment aussieht, könnt ihr immer noch sagen, dass ihr den Undercut als Statement tragt. Funktioniert jedes Mal. Versprochen!
