Gedicht Die Weihnachtsmaus Text
Okay, mal ehrlich: Wer kennt sie nicht, die berüchtigte Weihnachtsmaus? Also, die von Christian Morgenstern. Jedes Jahr das gleiche Lied: Gedicht aufsagen, kichern, und dann... vergessen bis zum nächsten Dezember.
Die Sache mit dem Gedicht
Ich wage mal eine steile These: Ich glaube, die Weihnachtsmaus ist...leicht überschätzt. Ja, ich hab's gesagt! Bevor jetzt die Mistgabeln rausgeholt werden, hört mich an!
Klar, das Gedicht ist süß. Eine kleine Maus, die den Weihnachtsbaum leer futtert. Wer kann da schon widerstehen? Und die Reime sind eingängig. Sogar mein Onkel Herbert, der sonst nur Fußball-Analysen versteht, kann die ersten Strophen mitbrummen.
Warum ich trotzdem skeptisch bin
Aber ist das wirklich alles? Ist es nicht ein bisschen...einfach? Ich meine, wir haben so viele tolle Weihnachtsgedichte. Von Rilke bis Ringelnatz. Tiefgründige Sachen über Besinnlichkeit, Frieden und die wahre Bedeutung von Weihnachten.
Und dann kommt diese Maus. Sie frisst. Punkt. Keine große Moral, keine versteckte Botschaft. Einfach nur Nagen und Knabbern.
Ich weiß, ich weiß, das ist der Witz an der Sache! Aber trotzdem...irgendwie finde ich, da geht noch mehr. Vielleicht bin ich auch einfach nur ein Grinch, der sich in eine Maus verwandelt hat.
Unbeliebte Meinung: Die Interpretation
Was mich auch immer ein bisschen genervt hat, sind die endlosen Interpretationen. In jedem Deutschbuch wird die Weihnachtsmaus auseinandergenommen wie ein zerlegter Christstollen. Was will Morgenstern uns damit sagen? Ist die Maus eine Metapher für Konsumsucht? Für die Vergänglichkeit der Weihnachtsfriedens? Oder einfach nur eine freche Maus?
Ich persönlich tippe ja auf Letzteres. Manchmal ist eine Maus einfach nur eine Maus. Und ein Gedicht einfach nur ein Gedicht.
"Das Gedicht ist an sich völlig wertlos. Es ist nichts als die reinste Scharlatanerie!" - Vermutlich irgendein Literaturkritiker, den niemand kennt.
Die Alternative
Also, was schlage ich vor? Sollen wir die Weihnachtsmaus verbannen? Natürlich nicht! Sie gehört zur Weihnachtszeit wie Lebkuchen und Lametta. Aber vielleicht sollten wir ihr nicht mehr so viel Bedeutung zumessen.
Vielleicht sollten wir stattdessen mal wieder ein anderes Gedicht auspacken. Eines, das uns wirklich zum Nachdenken anregt. Eines, das uns berührt. Oder einfach nur eines, das nicht von einer frechen Maus handelt, die den Baum leer frisst. (Sorry, kleine Maus!)
Fazit (mit Augenzwinkern)
Am Ende des Tages ist es natürlich Geschmackssache. Wer die Weihnachtsmaus liebt, soll sie lieben. Ich will ja niemandem den Weihnachtsspaß verderben.
Aber vielleicht, nur vielleicht, regt dieser Text ja den ein oder anderen dazu an, mal über den Tellerrand hinauszuschauen. Und zu entdecken, dass es neben der kleinen Nagerin noch eine ganze Welt voller anderer, vielleicht sogar noch großartigerer Weihnachtsgedichte gibt.
Und wenn nicht? Dann ist es auch nicht schlimm. Hauptsache, wir haben alle eine schöne und besinnliche Weihnachtszeit. Und vielleicht ein bisschen mehr Respekt vor dem Christbaumschmuck. Man weiß ja nie, ob nicht doch eine kleine Maus ihr Unwesen treibt...
Frohe Weihnachten und lasst euch die Plätzchen schmecken! Aber Vorsicht vor Nagern!
