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Gedicht Herbst Rainer Maria Rilke


Gedicht Herbst Rainer Maria Rilke

Hallo ihr Lieben! Eure reiselustige Freundin ist wieder da, diesmal mit einem etwas anderen Beitrag. Ich möchte euch heute nicht zu einem neuen hippen Café oder einem versteckten Strand führen, sondern mit euch auf eine kleine literarische Reise gehen. Genauer gesagt, in den Herbst, so wie ihn Rainer Maria Rilke, einer der größten deutschsprachigen Dichter, gesehen hat. Vielleicht klingt das erstmal abschreckend – Gedichtanalyse im Urlaub? Aber glaubt mir, es lohnt sich! Lasst uns gemeinsam eintauchen in die Bilder und Gefühle, die Rilke in seinem berühmten Herbstgedicht eingefangen hat.

Warum Rilke's Herbst?

Ich bin ja eigentlich nicht so die typische Literaturwissenschaftlerin, aber Rilke hat mich schon immer fasziniert. Seine Sprache ist so unglaublich bildhaft und seine Gedichte berühren einen tief im Inneren. Und sein „Herbst“ ist für mich einfach die perfekte Beschreibung dieser Jahreszeit. Es ist nicht nur ein Gedicht über fallende Blätter, sondern vielmehr eine Meditation über Vergänglichkeit, Abschied und die Schönheit des Loslassens. Und hey, wer von uns hat sich nicht schon mal von einem melancholischen Herbsttag inspirieren lassen?

Stellt euch vor, ihr steht inmitten eines goldenen Waldes, die Luft ist kühl und klar, und unter euren Füßen raschelt das Laub. Genau dieses Gefühl, diese Stimmung, hat Rilke in Worte gefasst. Und das ist etwas, das man auf Reisen oft sucht: Momente, in denen man sich mit der Natur verbunden fühlt und über die großen Fragen des Lebens nachdenken kann. Rilkes Herbst ist quasi ein Reiseführer für die Seele.

Eine Zeile nach der anderen: Auf Entdeckungsreise durch das Gedicht

So, genug geschwärmt. Lasst uns das Gedicht mal genauer anschauen. Keine Angst, wir machen das ganz entspannt und ohne komplizierte Fachbegriffe. Ich zeige euch einfach, was ich persönlich darin entdecke und wie es mich berührt.

Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.

Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,

und auf den Wiesen laß die Winde los.

Schon die ersten Zeilen sind unglaublich kraftvoll. Rilke spricht Gott direkt an, nennt ihn „Herr“. Das klingt erstmal sehr feierlich, aber für mich steckt da auch eine Art Vertrautheit drin. Der Sommer, diese Zeit der Fülle und des Wachstums, war lang und intensiv. Jetzt ist es Zeit, dass sich etwas verändert. Die Sonnenuhren sollen ihren Schatten werfen, ein Zeichen dafür, dass die Tage kürzer werden. Und die Winde, die im Sommer oft sanft wehten, sollen nun losgelassen werden, um die Blätter von den Bäumen zu fegen. Hier spürt man schon deutlich den Übergang, den Wandel.

Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;

gib ihnen noch zwei südlichere Tage,

dränge sie zur Vollendung hin, und jage

die letzte Süße in den schweren Wein.

Diese Strophe liebe ich besonders! Rilke bittet darum, dass die letzten Früchte noch einmal alles geben, dass sie ihre ganze Süße entfalten. Er wünscht ihnen noch ein paar warme Tage, um ihre Reife zu vollenden. Und diese „letzte Süße“, die in den Wein gejagt wird, ist für mich ein Bild für die Schönheit, die in den letzten Momenten liegt. Bevor etwas vergeht, soll es noch einmal in voller Pracht erstrahlen. Das ist doch ein wunderschöner Gedanke, oder?

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.

Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,

wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben

und wird in den Alleen hin und her

unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

Diese Zeilen sind vielleicht die melancholischsten des ganzen Gedichts. Rilke beschreibt hier eine Art Isolation, eine Einsamkeit, die im Herbst besonders spürbar wird. Wer jetzt kein Zuhause hat, wird es schwer haben, eines zu finden. Wer jetzt alleine ist, wird wahrscheinlich lange allein bleiben. Die Person, die er hier beschreibt, wird wachen, lesen, Briefe schreiben und unruhig durch die Alleen wandern, während die Blätter fallen. Das Bild ist sehr eindrücklich und erzeugt eine gewisse Traurigkeit. Aber ich finde, es steckt auch eine Ehrlichkeit darin. Der Herbst ist eben nicht nur eine Zeit der Farbenpracht, sondern auch eine Zeit der Besinnung und des Rückzugs.

Meine Interpretation und Inspiration

Für mich persönlich ist Rilkes Herbstgedicht eine Erinnerung daran, dass alles im Leben vergänglich ist. Nichts bleibt für immer, weder die schönen Sommerzeiten noch die Herausforderungen des Herbstes. Aber genau diese Vergänglichkeit macht das Leben so wertvoll. Wir sollten jeden Moment genießen, die Schönheit der Natur bewusst wahrnehmen und uns nicht vor dem Abschied fürchten.

Wenn ich das Gedicht lese, fühle ich mich inspiriert, die Natur mit offenen Augen zu erkunden, die kleinen Dinge wertzuschätzen und mich auf die Veränderungen einzulassen, die das Leben mit sich bringt. Es ist eine Einladung, sich Zeit zu nehmen, innezuhalten und über das Wesentliche nachzudenken.

Rilke auf Reisen: Wo ihr das Gedicht erleben könnt

Wenn ihr jetzt Lust bekommen habt, Rilkes Herbst mit eigenen Augen zu erleben, habe ich ein paar Tipps für euch:

  • Reist in den Herbst! Egal ob in Deutschland, Österreich oder der Schweiz, die Wälder sind im Herbst einfach wunderschön. Sucht euch eine Wanderung aus und lasst euch von den Farben und Geräuschen der Natur verzaubern.
  • Besucht Rilkes Geburtsort Prag! Zwar hat er viele Orte bereist, aber Prag ist und bleibt seine Heimatstadt. Hier könnt ihr auf seinen Spuren wandeln und die Atmosphäre der Stadt auf euch wirken lassen.
  • Lest das Gedicht laut vor! Sucht euch einen ruhigen Ort, vielleicht einen Park oder ein Café, und lest das Gedicht laut vor. Lasst die Worte auf euch wirken und spürt die Emotionen, die sie in euch auslösen.
  • Lasst euch inspirieren! Nutzt die Stimmung des Herbstes, um kreativ zu werden. Schreibt ein Gedicht, malt ein Bild oder macht einfach nur ein paar schöne Fotos.

Ich hoffe, ich konnte euch mit meinem kleinen Ausflug in die Welt von Rilke und seinem Herbstgedicht inspirieren. Vielleicht entdeckt ihr ja auf eurer nächsten Reise auch einen neuen Blickwinkel auf die Natur und die großen Fragen des Lebens. Und vergesst nicht: Jeder Herbst ist auch ein Neubeginn!

Bis bald, eure reiselustige Freundin!

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