Gedicht Tränen Des Vaterlandes
Okay, Freunde, lasst uns mal ehrlich sein. Wir alle kennen das Gefühl, wenn uns etwas so richtig auf die Nerven geht. Etwas, das jeder toll findet, aber wir denken uns nur: "Echt jetzt? Das soll gut sein?" Ich hab da so ein Gedicht im Visier. Ihr ahnt es schon, oder? Genau, "Tränen des Vaterlandes" von Andreas Gryphius.
Ja, ja, ich weiß. Barock. Pathos. Tiefe Gefühle. Ganz Deutschland hat im Deutschunterricht geweint. Aber mal Hand aufs Herz: Wer von uns hat das Gedicht wirklich verstanden? Und wer hat nur genickt, um nicht als Banause dazustehen?
Ich bekenne mich schuldig. Ich hab's auch nie wirklich gerafft. Und ich wage zu behaupten: Ich bin nicht allein. Es ist wie mit dem modernen Tanz. Alle sagen, es ist so tiefgründig. Aber ich sehe nur Leute, die komisch rumhampeln.
Barock – Mehr Schein als Sein?
Klar, der Gryphius war ein Meister seines Fachs. Keine Frage. Er konnte mit Worten umgehen, wie ein Zauberer mit Karten. Aber muss man denn gleich so dick auftragen? "Ströme Blut sind stets bereit"? "Leichenhügel"? Puh, das ist ja fast schon Splatter.
Ich meine, ich verstehe ja, dass der Dreißigjährige Krieg keine Zuckerschlecken war. Aber muss man das denn so drastisch schildern? Könnte man das Elend nicht ein bisschen... subtiler verpacken? Vielleicht mit einer Metapher oder so? Oder, ich weiß nicht, einem kleinen Smiley?
Unpopuläre Meinung: Gryphius war ein Drama-Queen
Ich weiß, ich weiß. Das ist blasphemisch. Aber ich kann nicht anders. Ich finde, Gryphius war ein bisschen eine Drama-Queen. Er hat das Elend der Zeit genommen und es noch mal um ein Vielfaches verstärkt. So nach dem Motto: "Ich bin so traurig, guck mal, wie traurig ich bin!"
Vielleicht liegt es auch daran, dass ich einfach keine Lust auf Pathos habe. In unserer Zeit, in der alles ironisch und zynisch ist, wirkt so ein Gedicht einfach... deplatziert. Wie ein Mann mit Zylinder und Gehstock in einem Hip-Hop-Konzert.
Aber ich will Gryphius nicht unfair behandeln. Er war ja ein Kind seiner Zeit. Im Barock war es nun mal angesagt, dick aufzutragen. Alles musste prunkvoll und pompös sein. Vom Schloss bis zum Gedicht.
Vielleicht sollten wir das Gedicht auch einfach mal mit anderen Augen sehen. Nicht als ein Dokument des Leidens, sondern als ein Kunstwerk. Als ein Ausdruck von Emotionen, auch wenn diese Emotionen ein bisschen übertrieben sind.
Oder vielleicht sollten wir es einfach sein lassen und uns was Lustigeres vornehmen. Ein Loriot-Sketch zum Beispiel. Oder ein Katzenvideo. Das ist auch Kultur, oder?
"O Deutschland! voller Jammmer, voller Angst!"
Ja, lieber Gryphius, das stimmt wohl. Aber Deutschland ist auch voller Witze, voller Bier und voller Fußball. Und manchmal braucht man einfach ein bisschen Ablenkung vom Elend der Welt.
Also, was meint ihr? Bin ich jetzt ein Kulturbanause? Oder gibt es da draußen noch jemanden, der "Tränen des Vaterlandes" auch ein bisschen... anstrengend findet?
Ich bin gespannt auf eure Meinungen! Und keine Angst, ihr dürft auch anderer Meinung sein. Wir leben ja in einer Demokratie. Zumindest noch.
P.S.: Wer jetzt Lust bekommen hat, das Gedicht noch mal zu lesen: Viel Spaß! Aber wundert euch nicht, wenn ihr nachher ein bisschen Kopfschmerzen habt.
