Gedichtanalyse Beliebte Gedichte Für Klassenarbeiten Klasse 6
Also, mal ehrlich, Gedichtanalyse in der 6. Klasse? Da rollen sich doch jedem die Zehennägel hoch, oder? Da sitzt man dann, klein und unschuldig, vor einem Blatt Papier und soll plötzlich Goethe in sich tragen. Als ob!
Und dann sind da diese Gedichte. Immer dieselben! Gefühlt schon seit Urgroßmutters Zeiten. Immer geht's ums Vergängliche, die Natur (Gähn!), oder um irgendwelche traurigen Gestalten, die im Nebel herumirren.
Die üblichen Verdächtigen: Gedichte, die wir alle hassen (aber analysieren müssen)
Lasst uns doch mal Klartext reden. Da wäre zum Beispiel… ach, nennen wir ihn einfach mal "Der Wanderer". Ihr wisst schon, der Typ, der ständig wandert und dabei superdeprimiert ist.
"Über allen Gipfeln ist Ruh..."Jaja, ist klar. Ich will auch Ruh! Vor allem vor diesem Gedicht!
Oder die Balladen. Jedes Mal, wenn ich das Wort "Ballade" höre, kriege ich Augenkrämpfe. Irgendwer stirbt immer! Und zwar auf die dramatischste Art und Weise. Erlkönig lässt grüßen. Wer hat sich eigentlich ausgedacht, dass Kinder sowas lesen sollen, bevor sie überhaupt wissen, wie man eine Steuererklärung macht?
Und dann die Naturlyrik. Blümchen hier, Bienchen da. Irgendwelche Bäume, die weise Sprüche klopfen. Versteht mich nicht falsch, ich liebe die Natur. Aber ich brauche keine Gedichtanalyse, um einen Sonnenuntergang schön zu finden. Kann ich nicht einfach sagen: "Wow, cooles Orange!" und fertig?
Warum diese Gedichte? Eine Verschwörungstheorie für den Deutschunterricht
Ich habe da so eine Theorie. Ich glaube, die Deutschlehrer sitzen in ihrer Teeküche und schmieden böse Pläne. "Welches Gedicht quält die Kinder am meisten?" "Ah! 'Der Knabe im Moor'! Perfekt! Voller Symbolik und düsterer Stimmung!"
Oder vielleicht ist es auch so, dass diese Gedichte einfach "Klassiker" sind. Weil sie eben schon so alt sind. Aber nur weil etwas alt ist, muss es ja nicht gleich gut sein, oder? Meine Socken sind auch alt, aber deshalb ziehe ich sie trotzdem nicht mehr an.
Manchmal frage ich mich, ob Goethe und Schiller sich im Grabe umdrehen, wenn sie sehen, was wir mit ihren Gedichten anstellen. Vermutlich schon. Aber vielleicht lachen sie auch. Wer weiß?
Gedichtanalyse: Der ultimative Überlebenstipp für die 6. Klasse
Okay, okay. Genug gemeckert. Was können wir tun? Die Gedichtanalyse wird uns ja nicht erspart bleiben. Hier ein paar Überlebenstipps, aus eigener Erfahrung.
- Sei kreativ! Wenn du keine Ahnung hast, was der Dichter eigentlich sagen wollte, dann erfinde einfach etwas. Hauptsache, es klingt schlau.
- Benutze Fachbegriffe! Reimschema? Metrum? Jambus? Hau sie alle raus! Klingt beeindruckend, auch wenn du nicht genau weißt, was sie bedeuten.
- Interpretiere! Jedes Gedicht hat eine tiefere Bedeutung. Sogar wenn es nur um einen toten Hamster geht. Finde diese Bedeutung! (Oder erfinde sie.)
- Zitiere! Zitiere das Gedicht rauf und runter. Zeigt, dass du es gelesen hast. (Und vielleicht lenkt es von deinem fehlenden Verständnis ab.)
Und das Wichtigste: Hab Spaß! (Oder zumindest versuche es.) Gedichtanalyse muss keine Folter sein. Sie kann auch ein Spiel sein. Ein Spiel, bei dem du versuchst, den Deutschlehrer zu überlisten.
Also, liebe Mitschüler der 6. Klasse. Auf in den Kampf! Möge die Macht mit euch sein! Und mögen eure Gedichtanalysen voller kreativer Interpretationen und beeindruckender Fachbegriffe sein! Und vielleicht, nur vielleicht, entdecken wir ja doch noch etwas Schönes in diesen alten Gedichten. Oder auch nicht. Aber zumindest haben wir etwas zu lachen.
