Geht Die Bräune Weg Wenn Die Haut Sich Schält
Sommer, Sonne, Sonnenschein – und eine knackige Bräune! Wer wünscht sich das nicht? Man liegt stundenlang am Strand, cremt sich brav ein (hoffentlich!), und freut sich über den goldenen Schimmer auf der Haut. Aber dann, oh Schreck, plötzlich pellt sich die Haut! Panik bricht aus: Ist die mühsam aufgebaute Bräune dahin? Ist alles umsonst gewesen?
Kurz gesagt: Jein. Es ist komplizierter, als es aussieht. Stellen Sie sich Ihre Haut wie eine Zwiebel vor. (Okay, vielleicht nicht ganz so duftintensiv, aber vom Aufbau her ähnlich.) Sie besteht aus mehreren Schichten, und die Bräune, die wir so lieben, sitzt hauptsächlich in der obersten Schicht, der Epidermis. Diese Schicht erneuert sich ständig. Tote Hautzellen werden abgestoßen und durch neue ersetzt. Das ist ein ganz normaler Prozess, der Tag für Tag abläuft.
Und hier kommt die Krux: Wenn Sie sich schälen, stoßen Sie eben diese oberste, gebräunte Hautschicht ab. Das ist wie beim Abschminken – nur eben mit Hautzellen statt Make-up. Die gute Nachricht ist aber: Nicht die ganze Bräune ist futsch! Ein Teil davon hat sich nämlich schon tiefer in die Haut geschlichen. Dieser Restbräune-Bonus bleibt uns erhalten, auch wenn die Schälparty in vollem Gange ist.
Denken Sie an den letzten Urlaub. Vielleicht haben Sie sich anfangs etwas ungeschickt gebräunt – mit hellen Streifen vom T-Shirt oder den Flip-Flops. Auch wenn die Haut sich schält, bleiben diese "Sonnenflecken" oft noch eine Weile sichtbar. Das liegt daran, dass die Haut in diesen Bereichen stärker beansprucht wurde und die Pigmentierung tiefer sitzt.
Wie man die Bräune trotz Schälens rettet (oder zumindest verlängert)
Es gibt ein paar Tricks, mit denen man den Bräunungseffekt trotz Hauterneuerung etwas hinauszögern kann:
Sanftes Peeling ist der Schlüssel
Klingt paradox, oder? Schließlich wollen wir die Haut ja nicht noch mehr zum Schälen animieren. Aber ein sanftes Peeling, bevor die Haut anfängt, sich zu schälen, kann helfen, die abgestorbenen Hautzellen zu entfernen und die darunterliegende, gebräunte Haut besser zum Vorschein zu bringen. Wichtig: Nur sanfte Peelings verwenden und nicht zu oft peelen! Eine raue Bürste oder aggressive Peelings sind jetzt absolute No-Gos.
Feuchtigkeit, Feuchtigkeit, Feuchtigkeit!
Eine gut hydrierte Haut schält sich langsamer und gleichmäßiger. Also: fleißig eincremen! Am besten mit einer reichhaltigen Lotion oder einem Öl, das die Haut mit viel Feuchtigkeit versorgt. Kokosöl ist hier ein echter Geheimtipp. Es duftet nicht nur nach Urlaub, sondern pflegt die Haut auch intensiv.
Vermeiden Sie aggressive Seifen und Duschgels
Produkte mit Alkohol oder starken Tensiden trocknen die Haut aus und fördern das Schälen. Greifen Sie lieber zu milden, pH-neutralen Waschlotionen oder Duschölen.
Nachhelfen erlaubt (aber mit Stil!)
Wenn die Bräune wirklich zu schnell verblasst, können Sie mit Selbstbräunern nachhelfen. Aber Achtung: Wählen Sie einen Selbstbräuner, der zu Ihrem Hautton passt und tragen Sie ihn gleichmäßig auf. Sonst gibt es unschöne Flecken! Am besten vorher ein leichtes Peeling machen, um ein ebenmäßiges Ergebnis zu erzielen. Und vergessen Sie nicht, die Hände gründlich zu waschen!
Denken Sie auch daran: Eine gesunde Bräune ist eine langsame Bräune. Vermeiden Sie Sonnenbrände um jeden Preis! Sie schädigen nicht nur die Haut, sondern führen auch zu verstärktem Schälen. Tragen Sie immer ausreichend Sonnenschutz auf und meiden Sie die Mittagssonne. Ihre Haut wird es Ihnen danken – mit einer länger anhaltenden und gesünderen Bräune.
Letztendlich ist es doch so: Die schönste Bräune ist die, die man mit Freude und ohne Reue genießt. Auch wenn sie nicht ewig hält – die Erinnerungen an den Sommerurlaub bleiben uns ja trotzdem! Und vielleicht ist es ja auch ganz gut, wenn die Bräune irgendwann verblasst. Dann haben wir wieder einen Grund, uns auf den nächsten Sommer zu freuen!
Also, Kopf hoch, liebe Sonnenanbeter! Auch wenn die Haut sich schält – die Sonne scheint weiter! Und vielleicht entdecken wir ja sogar eine neue, noch schönere Haut darunter. Wer weiß? Das Leben ist schließlich voller Überraschungen – auch nach dem Urlaub.
