George Byron Don Juan
Okay, Leute, schnallt euch an! Wir stürzen uns jetzt in eine Geschichte, die so wild, witzig und unverschämt ist, dass sie selbst den größten Langweiler zum Kichern bringen wird. Wir reden von George Byron und seinem Don Juan! Vergesst alles, was ihr über steife Dichter und verstaubte Bücher wisst. Das hier ist Popcorn-Kino in Poesieform!
Don Juan: Kein spanischer Schwerenöter von der Stange
Wer jetzt an einen schnurrbärtigen Macho denkt, der mit Rosen und Gitarre unterm Fenster steht, liegt komplett falsch. Byrons Don Juan ist... komplizierter. Er ist jung, naiv und wird in so ziemlich jede Situation hineingeworfen, die das Leben so zu bieten hat. Stellt euch vor, ihr seid ein Teenager, der plötzlich auf hoher See strandet, von Piraten gefangen genommen wird und dann... na ja, sagen wir mal, die Damenwelt wird auf euch aufmerksam. Klingt nach einem verrückten Urlaub, oder? Genau das ist Don Juan – ein verrückter Urlaub, nur eben in Versform!
Ein Dichter mit einem Augenzwinkern
Das Geniale an Byron ist, dass er sich selbst nicht zu ernst nimmt. Er zwinkert uns ständig zu. Er weiß genau, dass er hier eine riesige Seifenoper schreibt, aber er tut es mit Stil und einer gehörigen Portion Selbstironie. Er unterbricht seine eigene Geschichte, um uns seine Meinung zu politischen Ereignissen mitzuteilen, oder um sich über die Literaturszene seiner Zeit lustig zu machen. Es ist, als würde er neben uns auf dem Sofa sitzen und die ganze Zeit Kommentare abgeben. Stell dir vor, du schaust "Der Herr der Ringe" mit einem Kumpel, der jeden zweiten Satz mit einem sarkastischen Witz unterbricht. Genau das ist Byron!
"I want a hero: an uncommon want, When every year and month sends forth a new one, Till, after cloying the gazettes with cant, The age discovers he is not the true one; Of such as these I should not care to vaunt, I'll therefore take our ancient friend Don Juan – We all have seen him, in the pantomime, Sent to the Devil somewhat ere his time."
Seht ihr? Er fängt schon damit an, dass er einen Helden will, aber gleichzeitig weiß er, dass die meisten Helden sowieso nur heiße Luft sind. Und dann nimmt er einfach Don Juan, weil... warum nicht? Es ist herrlich unprätentiös.
Mehr als nur ein Womanizer
Klar, Don Juan hat seine Momente mit dem anderen Geschlecht. Aber es geht um mehr als nur um Affären. Byron nutzt die Liebesgeschichten, um die Gesellschaft seiner Zeit zu kritisieren. Er zeigt uns, wie oberflächlich und heuchlerisch die Welt sein kann. Er nimmt die Aristokratie auseinander, verspottet die Kriegstreiberei und zeigt uns, dass hinter der glitzernden Fassade oft nur Leere steckt. Denk an eine Reality-TV-Show, die enthüllt, wie unecht alles ist. Nur eben mit besserer Sprache!
Warum du Don Juan heute noch lesen solltest
Weil es verdammt lustig ist! Ernsthaft, wenn ihr mal einen schlechten Tag habt, lest ein paar Strophen von Don Juan. Die scharfe Zunge und der anarchische Humor von Byron wirken Wunder. Außerdem ist es unglaublich modern. Er spielt mit Sprache, bricht Konventionen und nimmt kein Blatt vor den Mund. Er ist quasi der Rapper unter den Dichtern! Und ganz nebenbei bekommt man auch noch einen Einblick in die Geschichte und Kultur des frühen 19. Jahrhunderts. Es ist wie eine Zeitreise, nur eben mit Lachgarantie.
Also, lasst euch nicht von dem altmodischen Image abschrecken. Don Juan ist alles andere als langweilig. Es ist eine Achterbahnfahrt der Gefühle, ein Feuerwerk der Pointen und eine Hommage an die menschliche Unvollkommenheit. Und wer weiß, vielleicht entdeckt ihr ja auch ein bisschen von Don Juan in euch selbst… (aber vielleicht nicht die Piraten-Sache).
Probiert es aus! Ihr werdet es nicht bereuen. Und wenn doch, dann gebt mir die Schuld. Ich übernehme die Verantwortung für eure neue Liebe zu Lord Byron und seinem unverschämten Meisterwerk. Viel Spaß!
