Gewinn Und Verlustrechnung Beispiel
Stell dir vor, du bist Erika. Erika liebt es, selbstgemachte Kerzen zu verkaufen. Nicht irgendwelche Kerzen, nein, Erika’s Kerzen duften nach Einhorn-Pups und kosmischem Glitzer. Klingt verrückt? Ist es auch! Aber die Leute lieben es!
Jeden Samstag steht Erika auf dem Wochenmarkt, ihr kleiner Stand geschmückt mit bunten Lichtern und einem Schild: "Erika's Einhorn-Kerzen – So magisch, dass es stinkt...äh, duftet!" (Ein kleiner Versprecher, der ihr überraschend viele Kunden einbrachte).
Was Erika so alles ausgibt
Erika ist fleißig. Aber sie ist auch...nun ja, sagen wir mal, sie ist nicht gerade ein Buchhaltungsgenie. Sie erinnert sich ungefähr, was sie so ausgibt, aber genaue Zahlen? Pfff! Dafür hat sie ja...dich! Denn du bist ihr inoffizieller Kerzen-Buchhaltungs-Experte.
Also, lass uns mal schauen. Erika kauft das Wachs im Großhandel. Kostet pro Woche etwa 50 Euro. Dann die Duftstoffe! Einhorn-Pups-Essenz (oder so ähnlich) ist teuer, sagen wir mal 30 Euro. Und der kosmische Glitzer! Der ist erstaunlich günstig, nur 10 Euro. Dann braucht sie noch Dochte, Becher, Etiketten...sagen wir mal, nochmal 20 Euro die Woche.
Und nicht zu vergessen: Miete für den Standplatz auf dem Wochenmarkt! Das sind nochmal 15 Euro. Oh, und die Stromkosten für die Lichterkette! Ok, sagen wir mal 5 Euro. Plus die gelegentliche Brezel, die sie sich zur Stärkung gönnt (die zählt sie jetzt mal nicht dazu, sonst wird sie ja ganz kirre!).
Insgesamt hat Erika also pro Woche etwa 50 + 30 + 10 + 20 + 15 + 5 = 130 Euro Ausgaben. Das ist eine ganze Stange Geld!
Was Erika einnimmt
Jetzt kommt der spannende Teil: Was bringt Erika überhaupt ein? Ihre Einhorn-Kerzen sind heiß begehrt. Sie verkauft sie für 15 Euro das Stück. Pro Samstag verkauft sie im Schnitt 20 Kerzen. Manchmal mehr, manchmal weniger, aber 20 ist ein guter Durchschnitt.
Das bedeutet, Erika nimmt 20 Kerzen * 15 Euro = 300 Euro pro Woche ein!
Die magische Rechnung: Gewinn und Verlust
So, jetzt kommt der Moment der Wahrheit. Die Gewinn- und Verlustrechnung im Erika-Style. Ganz einfach: Was hat Erika eingenommen? Was hat sie ausgegeben? Und was bleibt am Ende übrig?
Einnahmen: 300 Euro Ausgaben: 130 Euro
Gewinn: 300 Euro - 130 Euro = 170 Euro!
Juhu! Erika macht Gewinn!
Erika freut sich ein Loch in den Bauch. 170 Euro pro Woche! Damit kann sie sich ein weiteres Glas Einhorn-Pups-Essenz leisten (und vielleicht doch mal die Brezel mit einrechnen...).
Aber warte mal! Da gibt es noch etwas. Erika hat vergessen, die Kosten für ihr funkelndes Einhorn-Stirnband zu berücksichtigen, das sie jeden Samstag trägt. Es ist ihr Markenzeichen! Das hat sie vor einem Monat gekauft und es hat 50 Euro gekostet. Ok, das ist jetzt nicht wöchentlich, aber es gehört trotzdem zu den Kosten, oder?
Hier kommt die Abschreibung ins Spiel. Sagen wir mal, Erika’s Einhorn-Stirnband hält ein Jahr lang. Dann muss sie die 50 Euro auf 52 Wochen verteilen. Das sind etwa 1 Euro pro Woche. Kleinvieh macht auch Mist!
Also, korrigierte Gewinn- und Verlustrechnung:
Einnahmen: 300 Euro Ausgaben: 130 Euro + 1 Euro (Abschreibung Stirnband) = 131 Euro
Gewinn: 300 Euro - 131 Euro = 169 Euro!
Ok, der Gewinn ist etwas kleiner, aber immer noch super! Und das Einhorn-Stirnband ist ja schließlich auch eine Investition in ihren Erfolg.
Die Moral von der Geschichte
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist gar nicht so kompliziert, wie sie klingt. Im Grunde ist es nur eine Liste von Einnahmen und Ausgaben. Und wenn man am Ende mehr Einnahmen als Ausgaben hat, dann macht man Gewinn! Und das ist gut! Vor allem, wenn man Einhorn-Kerzen verkauft. Und das Wichtigste: Auch kleine Ausgaben zählen! Selbst das funkelnde Einhorn-Stirnband.
Erika lernt langsam, dass es wichtig ist, den Überblick zu behalten. Nicht nur über die magischen Düfte, sondern auch über die Zahlen. Und wer weiß, vielleicht wird sie ja irgendwann ein echtes Buchhaltungsgenie. Aber auch wenn nicht: Hauptsache, ihre Einhorn-Kerzen duften weiterhin himmlisch (oder eben nach Einhorn-Pups).
Und du? Vielleicht inspiriert dich Erika's Beispiel, deine eigenen Finanzen mal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen. Auch wenn du keine Einhorn-Kerzen verkaufst. Es lohnt sich!
