Gewinnverteilung Ohg Beispiel Mit Lösung
Stell dir vor, du und deine zwei besten Freunde beschließt, einen verrückten Laden zu eröffnen: "Omas Geheime Marmeladen-Manufaktur". Ihr gründet eine OHG – eine Offene Handelsgesellschaft. Klingt kompliziert, ist aber im Grunde nur 'ne coole WG für Geschäfte. Und wie in jeder WG stellt sich irgendwann die Frage: Wer bekommt welchen Anteil vom Kuchen, äh, von der Marmelade?
Der große Marmeladen-Topf und die Frage der Verteilung
Nehmen wir an, ihr drei seid Lisa, die Meisterköchin, Max, der Marketing-Guru, und Emma, die Zahlenfee. Ihr habt alle unterschiedlich viel Zeit und Hirnschmalz in die "Omas Geheime Marmeladen-Manufaktur" gesteckt. Sagen wir, am Ende des ersten Jahres habt ihr einen Gewinn von sagenhaften 30.000 Euro erwirtschaftet – dank Lisas Himbeermarmelade mit Chili, Max' genialen Social-Media-Posts und Emmas akkurater Buchführung. Juhu!
Aber jetzt kommt's: Wie verteilt man die 30.000 Euro gerecht? Das ist die große Gewinnverteilungs-Frage, und hier wird's spannend, denn es gibt verschiedene Möglichkeiten. Keine Panik, wir machen's einfach!
Option 1: Jeder bekommt gleich viel – die Demokratie der Marmelade
Die einfachste Variante: Ihr teilt den Gewinn durch drei. Zack, bumms, jeder bekommt 10.000 Euro. Klingt fair, oder? Aber was, wenn Lisa doppelt so viel Zeit in der Küche verbracht hat wie Max, der sich hauptsächlich um Instagram-Filter gekümmert hat? Da könnte es Gemurre geben.
Option 2: Der Arbeitszeit-Bonus – wer schwitzt, kriegt mehr
Eine etwas gerechtere Lösung: Ihr berücksichtigt, wie viel jeder von euch gearbeitet hat. Lisa hat 60% der Zeit investiert, Max 20% und Emma 20%. Also bekommt Lisa 18.000 Euro (60% von 30.000), Max 6.000 Euro (20% von 30.000) und Emma auch 6.000 Euro. Das ist schon fairer, aber was ist mit Emmas genialer Buchführung, die euch vor dem Finanzamt gerettet hat?
Option 3: Der Zins-Zins-Zauber – Kapital und Köpfchen zählen
Hier wird's etwas komplizierter, aber keine Sorge, wir bleiben locker. Nehmen wir an, ihr habt alle unterschiedlich viel Startkapital in die Marmeladen-Manufaktur gesteckt. Lisa hat 10.000 Euro eingebracht, Max 5.000 Euro und Emma auch 5.000 Euro. Jetzt könnte man sagen: Jeder bekommt erstmal einen Zins auf sein eingebrachtes Kapital. Sagen wir, 4% Zinsen. Das wären für Lisa 400 Euro, für Max 200 Euro und für Emma auch 200 Euro.
Die restlichen 29.200 Euro (30.000 Euro minus die Zinsen) werden dann zum Beispiel nach Arbeitszeit verteilt, wie in Option 2. Das wäre dann ein Mix aus Kapitalrendite und Fleißprämie. Klingt schon ziemlich ausgeklügelt, oder?
Option 4: Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt – die individuelle Marmeladen-Formel
Das Schöne an einer OHG ist: Ihr könnt die Gewinnverteilung so gestalten, wie ihr wollt! Ihr könnt euch zum Beispiel auf einen fixen Betrag für jeden einigen, egal wie viel gearbeitet wurde. Oder ihr sagt: Lisa bekommt den größten Teil, weil sie die Marmelade erfindet, Max kriegt einen Bonus für jeden neuen Follower auf Instagram, und Emma bekommt eine extra Prämie, wenn sie die Steuererklärung pünktlich abgibt. Lasst eurer Kreativität freien Lauf!
Wichtig ist nur: Haltet eure Vereinbarungen schriftlich fest! Sonst gibt's Zoff am Marmeladen-Tisch.
Ein Beispiel zum Verlieben – Lisa, Max und Emmas Happy End
Okay, genug Theorie, zurück zu unseren Freunden. Lisa, Max und Emma haben sich für eine Mischung aus Arbeitszeit und Kapitalrendite entschieden. Lisa hat viel Zeit und Kapital investiert, Max hat coole Marketing-Ideen gehabt, und Emma hat die Finanzen im Griff gehabt. Nach langen Diskussionen und dem Verzehr von unzähligen Marmeladenbroten haben sie folgende Lösung gefunden:
Lisa: Bekommt 4% Zinsen auf ihr Kapital (400 Euro) plus 50% des Restgewinns.
Max: Bekommt 4% Zinsen auf sein Kapital (200 Euro) plus 25% des Restgewinns.
Emma: Bekommt 4% Zinsen auf ihr Kapital (200 Euro) plus 25% des Restgewinns.
Der Restgewinn beträgt 29.200 Euro (30.000 Euro - 400 Euro - 200 Euro - 200 Euro). Lisa bekommt also 14.600 Euro (50% von 29.200), Max bekommt 7.300 Euro (25% von 29.200) und Emma bekommt auch 7.300 Euro. Zusammen mit den Zinsen ergibt das:
Lisa: 15.000 Euro (14.600 + 400)
Max: 7.500 Euro (7.300 + 200)
Emma: 7.500 Euro (7.300 + 200)
Alle sind glücklich und zufrieden! Lisa kann sich eine neue Rührmaschine kaufen, Max kann in noch coolere Social-Media-Kampagnen investieren, und Emma kann sich einen entspannten Wellness-Tag gönnen – schließlich hat sie es sich verdient.
Die Moral von der Marmeladen-Geschicht'
Die Gewinnverteilung in einer OHG muss nicht kompliziert sein. Wichtig ist, dass ihr offen miteinander redet, eure individuellen Beiträge berücksichtigt und eine Lösung findet, mit der alle zufrieden sind. Und denkt daran: Am Ende des Tages geht es nicht nur ums Geld, sondern auch um Freundschaft, Zusammenhalt und natürlich um leckere Marmelade!
Also, worauf wartest du noch? Gründ eine OHG, erfinde ein verrücktes Produkt und teile den Gewinn mit deinen Freunden! Wer weiß, vielleicht wird eure Geschichte ja die nächste große Erfolgsstory.
