Gilt Der Samstag Als Werktag
Samstag! Allein das Wort klingt schon nach Wochenende, nach Freiheit, nach Ausschlafen. Oder? Moment mal. Wenn man genauer drüber nachdenkt und mal im Alltag so rumfragt, merkt man schnell: Die Frage, ob der Samstag wirklich ein Werktag ist, spaltet die Nation (zumindest ein bisschen!).
Der Samstag: Freund oder Feind des Wochenendes?
Stell dir vor, du freust dich seit Montag auf Samstag. Endlich ausschlafen, brunchen, die Seele baumeln lassen. Aber dann klingelt das Telefon. Dein Chef ist dran: "Kurze Frage, kannst du kurz...?" Zack! Dein sorgfältig geplanter Samstag, der Inbegriff von Freizeit, droht, im Arbeitsalltag zu versinken. Ist das fair? Ist das überhaupt erlaubt? Hat dein Chef überhaupt Recht, dich am Samstag zu behelligen?
Die Antwort ist – wie so oft im Leben – nicht ganz einfach. Rechtlich gesehen ist es kompliziert. Je nachdem, was in deinem Arbeitsvertrag steht, ob es einen Tarifvertrag gibt, und wie dein Arbeitszeitmodell aussieht, kann der Samstag sehr wohl als Werktag gelten. Autsch!
Samstag: Einkaufsbummel oder Zwangsarbeit?
Aber mal ehrlich, für viele von uns ist der Samstag schon längst ein Arbeitstag – indirekt. Denk an die Schlange an der Supermarktkasse. Denk an die völlig überfüllten Innenstädte. Wir hetzen von Geschäft zu Geschäft, erledigen Einkäufe, die unter der Woche liegen geblieben sind. Ist das wirklich Erholung? Oder ist das nur eine andere Form von "Arbeit", die wir uns freiwillig auferlegen?
Ich erinnere mich an einen Samstag vor ein paar Jahren. Ich wollte nur schnell ein Geburtstagsgeschenk für meine Oma besorgen. Drei Stunden später, nach einem nervenaufreibenden Kampf durch die Menschenmassen, mit schmerzenden Füßen und leerem Portemonnaie, fragte ich mich ernsthaft, ob ich nicht lieber arbeiten gegangen wäre. Wenigstens hätte ich dafür Geld bekommen!
Und was ist mit den armen Verkäufern und Verkäuferinnen, die an Samstagen im Akkord arbeiten müssen? Sie lächeln freundlich, beraten geduldig und ertragen tapfer den Ansturm der Shopping-Wütigen. Ihnen gebührt unser aller Respekt! Vielleicht sollten wir uns alle mal einen Moment Zeit nehmen, um uns bei ihnen zu bedanken – und vielleicht einfach mal einen Tag unter der Woche einkaufen gehen, um den Samstag etwas zu entlasten.
Der Samstag: Eine Frage der Perspektive
Ob der Samstag für dich ein Werktag ist oder nicht, hängt letztendlich von deiner persönlichen Situation ab. Für manche ist es ein Tag, um liegen gebliebene Arbeiten zu erledigen, für andere ein Tag der Erholung und Entspannung, und für wieder andere eine Mischung aus beidem. Es ist ein bisschen wie mit dem Glas: Ist es halb voll oder halb leer?
Vielleicht sollten wir uns alle ein bisschen mehr Mühe geben, den Samstag zu dem zu machen, was er sein sollte: Ein Tag für uns selbst, ein Tag zum Auftanken, ein Tag, um die schönen Dinge des Lebens zu genießen. Ob das nun bedeutet, auszuschlafen, einen ausgedehnten Spaziergang zu machen oder einfach nur mit einem guten Buch auf dem Sofa zu liegen – Hauptsache, wir lassen den Stress der Arbeitswoche hinter uns und gönnen uns eine Auszeit.
"Das Wochenende ist dazu da, um die Batterien wieder aufzuladen. Und zwar so, dass sie bis zum nächsten Wochenende halten!"
Dieser Satz, den ich mal von einem alten Freund gehört habe, ist mir immer in Erinnerung geblieben. Er hat Recht! Der Samstag ist kostbar. Er ist ein Geschenk. Machen wir das Beste daraus!
Und wenn der Chef doch mal anruft? Nun, vielleicht hilft ja ein freundliches, aber bestimmtes "Ich bin am Wochenende leider nicht erreichbar." Oder noch besser: Stell dein Handy einfach aus und genieße den Tag! Deine Seele wird es dir danken.
Also, genießt euren Samstag! Egal, ob er für euch ein Werktag ist oder nicht. Macht ihn zu etwas Besonderem!
