Glass Beach In California
Okay, Leute, mal ehrlich. Der Glass Beach in Kalifornien? Ja, ich weiß, ich weiß. Alle lieben ihn. Instagram ist voll davon. Aber ich muss es einfach sagen: Ich bin nicht total begeistert. Tut mir leid! (Oder auch nicht so wirklich.)
Was ist denn so toll daran?
Ich meine, klar, die Idee ist cool. Ein Strand voller bunter Glasstücke, vom Meer glattgeschliffen. Klingt nach einem Märchen, oder? So á la Arielle, die Meerjungfrau, nur mit mehr Müll. (Sorry, war nicht böse gemeint! Naja, vielleicht ein bisschen.)
Aber die Realität... ist halt anders. Sagen wir mal so: Die Fotos, die man sieht, sind... optimiert. Ich habe das Gefühl, die Leute füllen vorher noch extra Glas nach, damit es fotogener aussieht. Ist das eine Verschwörung? Vielleicht. Bin ich eine Verschwörungstheoretikerin? Nur wenn es um Instagram-Filter geht!
Die Suche nach dem perfekten Glasstück
Wenn man dort ist, muss man sich erstmal durch eine Menschenmenge kämpfen. Alle starren gebannt auf den Boden, wie auf der Suche nach dem Heiligen Gral. Nur dass der Heilige Gral ein kleines Stück blaues Glas ist. Und die Chance, das zu finden, ist ungefähr so hoch wie im Lotto zu gewinnen. (Und selbst dann hat man vielleicht ein hässliches Stück.)
Und dann, wenn man endlich so ein "perfektes" Stückchen gefunden hat... was macht man damit? Steckt man es in die Hosentasche und vergisst es dann? Legt man es auf den Kaminsims, wo es Staub fängt? Oder macht man ein Foto davon und postet es auf Instagram, damit alle denken, man hätte ein aufregendes Leben? (Ich tippe auf Letzteres.)
Unbeliebte Meinung: Es ist... Müll
Ich weiß, das ist hart. Aber ist es nicht einfach... Müll? Ja, recycelter Müll. Aber trotzdem. Es ist Glas, das irgendwann mal eine Flasche oder ein Glas war und jetzt in winzige Stücke zerbrochen am Strand liegt. Ist das wirklich so romantisch? Ist das wirklich so ein Wunder der Natur? (Oder eher ein Wunder der menschlichen Nachlässigkeit?)
Versteht mich nicht falsch. Ich finde es super, dass sich die Natur ihren Raum zurückerobert. Und dass aus Müll etwas vermeintlich "Schönes" entstehen kann. Aber ich finde, man sollte sich der Realität bewusst sein. Es ist ein Strand, der durch Umweltverschmutzung entstanden ist. Vielleicht sollte man sich beim Betrachten der Glasstücke eher Gedanken über Nachhaltigkeit machen, als über den perfekten Instagram-Post.
“Der Glass Beach ist ein Mahnmal, keine Attraktion.”
Das habe ich gerade gesagt. Und ich stehe dazu. (Auch wenn ich jetzt wahrscheinlich von allen Glass Beach-Liebhabern gehasst werde.)
Alternativen zum Glas Strand
Wenn ihr trotzdem auf der Suche nach schönen Stränden seid, die etwas Besonderes zu bieten haben: Es gibt so viele! Fahrt an die Ostsee und sucht nach Bernstein. Oder besucht einen Strand mit schwarzen Sand. Oder einfach nur einen ganz normalen Strand mit sauberem, weichem Sand. (Klingt langweilig? Vielleicht. Aber dafür muss man sich nicht durch Glasscherben kämpfen.)
Ich sage nicht, dass ihr den Glass Beach komplett meiden sollt. Geht hin, macht eure Fotos, genießt die Aussicht. Aber seid euch bewusst, was ihr da seht. Und vielleicht, ganz vielleicht, sammelt ihr nicht nur Glasstücke ein, sondern auch ein paar Gedanken über unsere Umwelt. (Und lasst die blauen Glasstücke für die anderen übrig. Danke!)
Also, was meint ihr? Bin ich komplett verrückt? Oder stimmt ihr mir vielleicht sogar ein bisschen zu?
P.S. Wenn ihr mich jetzt doch hasst: Ich habe auch ein Foto vom Glass Beach auf Instagram. Aber ich habe es nicht gefiltert. Versprochen!
