Gottfried Benn Kleine Aster
Mal ehrlich, bei Gedichten ist es doch wie mit gutem Wein. Manchmal versteht man den Hype einfach nicht. Oder man tut so, als ob. Und dann gibt es diese Gedichte. Kennt ihr das Gefühl?
Kleine Aster: Ein Gedicht für alle, die sich fragen: Hä?
Gottfried Benn. Großer Name. Respekt. Aber "Kleine Aster"? Ich sag's, wie es ist: Ich fand das Ding früher doof. So richtig doof. Ein kleiner Stern in einer Glasschale... na und?
Klar, ich habe dann brav die Interpretationen gelesen. Irgendwas mit Verfall und Tod und so. Tiefgründig. Künstlerisch wertvoll. Bla bla bla.
Und dann dachte ich: Kann man nicht einfach mal sagen: "Ey, das ist ein totes Blümchen im Wasser?" So wie beim echten Leben. Manchmal ist es eben nur ein totes Blümchen. Punkt.
Die Wahrheit über tote Blümchen
Jetzt kommt meine steile These. Achtung, festhalten:
Ich glaube, der Gottfried Benn hat sich auch gedacht: "Ach, was soll's. Ich schreib' jetzt einfach mal was Kurzes über ein blödes Blümchen. Irgendjemand wird es schon interpretieren."
Unpopuläre Meinung, ich weiß. Aber sind wir mal ehrlich: Haben wir nicht alle schon mal irgendwas gemacht, von dem wir dachten, dass es eh keiner checkt? Und dann wird es zum Meisterwerk erklärt?
Vielleicht ist das ja das Geheimnis von Kunst. Einfach machen. Und dann hoffen, dass irgendwelche Germanistikstudenten sich die Köpfe zerbrechen.
Die Aster als Metapher... für... keine Ahnung
Natürlich kann man in die "Kleine Aster" viel hineininterpretieren. Den Kreislauf des Lebens. Die Vergänglichkeit. Das Elend der Existenz. Oder einfach nur den Fakt, dass Blümchen irgendwann verwelken. Sucht's euch aus!
Aber vielleicht ist es auch einfach nur eine Beobachtung. Ein kleiner Moment. Ein kurzes Innehalten vor dem traurigen Anblick eines toten Blümchens. Und das ist doch auch okay, oder?
Ich meine, wir alle haben schon mal eine verwelkte Pflanze im Topf vergessen. Und dann gedacht: "Ach, das hätte ich mal gießen sollen." Ist das jetzt auch ein tiefgründiges Gedicht?
Das Fazit: Kleine Aster - Große Langeweile?
Nein, so schlimm ist es nicht. Mittlerweile finde ich die "Kleine Aster" sogar irgendwie...sympathisch. Weil sie so unspektakulär ist. Weil sie so normal ist. Weil sie eben nur ein totes Blümchen ist.
Und vielleicht ist genau das die Kunst. In der Banalität das Besondere zu finden. Oder einfach nur zu akzeptieren, dass manchmal Dinge eben banal sind.
Also, das nächste Mal, wenn ihr ein Gedicht lest, das ihr nicht versteht: Keine Panik! Vielleicht hat der Dichter einfach nur einen schlechten Tag gehabt. Oder er wollte euch einfach nur ein totes Blümchen zeigen.
Und wenn euch dann jemand fragt, was ihr von der "Kleinen Aster" haltet, dann sagt einfach: "Ach, ist doch nur ein totes Blümchen." Und zwinkert dabei. Das verwirrt die Leute.
Und wer weiß, vielleicht ist das ja die wahre Interpretation. Gottfried Benn hätte es wahrscheinlich gefeiert. Oder auch nicht. Ist ja auch egal. Hauptsache, wir haben Spaß dabei!
In diesem Sinne: Lasst die Blümchen blühen (oder verwelken). Und habt einen schönen Tag!
