Green Line 2 Unit 1 My Friends And I
Okay, Leute, lasst uns ehrlich sein. Wir alle haben Green Line 2 Unit 1, "My Friends And I," durchgeackert. Und ich sage euch was: Ich habe da so meine...Ansichten. Unpopuläre Ansichten, vielleicht. Aber hey, jemand muss es ja sagen.
Freunde. Ja, Freunde sind toll. Die Übungen im Buch suggerieren, dass Freunde immer ein fröhliches Picknick im Sonnenschein sind. Aber ich sage: Realität! Freunde sind auch, wenn man sich gegenseitig Essen klaut, sich über peinliche Momente lustig macht und heimlich das schlechteste Lied auf einer Playlist vorspielt. Oder? Sagt mir, dass ich nicht allein bin!
Wer sind diese "Freunde" überhaupt?
In den Texten wimmelt es ja nur so von Emma, Tom und der gesamten Clique. Alle scheinen super sportlich, engagiert und total cool zu sein. Ich frage mich immer: Wo finden die Autoren diese Menschen? Sind die aus einem Werbespot für zuckerfreies Müsli gefallen? In meinem Freundeskreis gibt es eher Leute, die sich über Serien aufregen und den perfekten Emoji für eine sarkastische Antwort suchen.
Okay, okay, ich will ja nicht zu zynisch sein. Aber ich vermisse die Darstellung der *echten* Freundschaften. Die, wo man sich auch mal streitet, wo jemand unpünktlich ist oder einfach nur schlecht gelaunt. Das ist doch viel authentischer, oder?
Die unendliche Geschichte der Hobbys
Jeder Charakter in Unit 1 hat mindestens fünf Hobbys. Reiten, Schach spielen, Freiwilligenarbeit im Tierheim, Mandarin lernen...und natürlich Fotografie! Wer von euch hat als Teenager all das gleichzeitig gemacht? Ich habe maximal versucht, mein Tamagotchi am Leben zu erhalten und nebenbei "Wer wird Millionär?" geschaut. Das war's.
Und dann diese endlosen Diskussionen darüber, welches Hobby das "beste" ist. Mal ehrlich, das ist doch komplett subjektiv! Mein bestes Hobby war definitiv, Pizza zu essen. Und das steht leider nirgends im Lehrbuch.
"Ich spiele total gerne Gitarre! Es ist so entspannend!"
Klar, Emma. Gitarre spielen ist super entspannend...bis die Nachbarn sich beschweren oder man feststellt, dass man doch nicht der nächste Jimi Hendrix wird.
Sprachliche Feinheiten...oder auch nicht
Natürlich sollen wir Vokabeln lernen. Absolut. Aber manchmal kommen mir die Dialoge so...gestellt vor. Wer redet denn bitte im echten Leben so?
"Tom, was ist dein Lieblingshobby?"
"Emma, mein Lieblingshobby ist, die Welt zu retten, während ich ein Einhorn reite!"
Okay, das mit dem Einhorn ist vielleicht übertrieben. Aber ihr wisst, was ich meine. Die Gespräche klingen oft so konstruiert, so didaktisch. Ich hätte mir da mehr...natürlichen Slang gewünscht. Mehr "Ey, was geht?" und weniger "Wie befindest du dich heute, werter Freund?".
Dennoch, trotz aller Kritik, muss ich sagen: Green Line 2 Unit 1 hat ihren Zweck erfüllt. Wir haben Vokabeln gelernt, Grammatik geübt und uns mit dem Thema Freundschaft auseinandergesetzt. Aber vielleicht sollten zukünftige Lehrbücher etwas mehr...Realitätssinn einbauen. Ein bisschen mehr Chaos, ein bisschen mehr Ehrlichkeit, ein bisschen mehr Pizza. Das würde das Ganze schon deutlich spannender machen.
Und jetzt mal ehrlich: Wer von euch hat auch schon mal heimlich die Vokabeln abgeschrieben? Nur zu, gebt es zu! Wir sind unter uns. Und wir sind Freunde...oder zumindest Klassenkameraden, die dasselbe Lehrbuch hassen.
