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Grundlagen Der Lesedidaktik Und Der Systematischen Schulischen Leseförderung


Grundlagen Der Lesedidaktik Und Der Systematischen Schulischen Leseförderung

Stell dir vor, du stehst vor einem riesigen, alten Tor. Es ist das Tor zur Welt der Bücher, des Wissens, der Fantasie. Aber das Tor ist verschlossen, und du hast keinen Schlüssel. Genau so geht es vielen Kindern, wenn es ums Lesen geht. Sie sehen die Möglichkeiten, aber ihnen fehlt die Fähigkeit, die Lesekompetenz, um sie zu nutzen. Und hier kommt die Lesedidaktik ins Spiel, gewissermaßen der Schlüsselmacher, der ihnen hilft, dieses Tor zu öffnen.

Ich erinnere mich gut an meine eigene Schulzeit. Lesen war für mich anfangs eher eine Pflicht als ein Vergnügen. Stundenlanges Entschlüsseln von Buchstaben, holpriges Vorlesen – das war anstrengend! Zum Glück hatte ich Lehrer, die mehr taten als nur den Lehrplan abzuspulen. Sie verstanden die Grundlagen der Lesedidaktik, und sie wussten, wie man uns die Freude am Lesen vermittelt.

Was ist Lesedidaktik eigentlich?

Lesedidaktik ist im Grunde die Lehre vom Lesen und Schreiben lernen und lehren. Sie beschäftigt sich damit, wie wir Kindern (und auch Erwachsenen) am besten beibringen können, Texte zu verstehen, zu interpretieren und kritisch zu hinterfragen. Es geht also um viel mehr als nur das bloße Entziffern von Buchstaben.

Die Kernfrage der Lesedidaktik lautet: Wie können wir Kinder zu kompetenten und motivierten Lesern machen, die selbstständig und mit Freude Bücher und andere Texte entdecken?

Dabei berücksichtigt die Lesedidaktik verschiedene Aspekte:

  • Kognitive Prozesse: Wie verarbeitet das Gehirn Informationen beim Lesen?
  • Motivation: Was motiviert Kinder zum Lesen? Wie können wir ihre Lesemotivation fördern?
  • Soziale Aspekte: Wie beeinflusst das soziale Umfeld (Familie, Freunde, Schule) die Entwicklung der Lesekompetenz?
  • Individuelle Unterschiede: Jedes Kind lernt anders. Wie können wir auf die individuellen Bedürfnisse und Stärken jedes einzelnen Kindes eingehen?

Die systematische schulische Leseförderung – ein roter Faden

Die Lesedidaktik liefert die theoretischen Grundlagen, aber die systematische schulische Leseförderung ist die praktische Umsetzung im Schulalltag. Sie ist wie ein roter Faden, der sich durch alle Fächer und Schuljahre zieht und darauf abzielt, die Lesekompetenz der Schülerinnen und Schüler kontinuierlich zu verbessern.

Stell dir vor, die Schule ist wie ein großes Haus. Jedes Zimmer steht für ein Fach: Deutsch, Geschichte, Biologie, Mathe… In jedem dieser Zimmer gibt es Bücher, Texte, Aufgaben, die gelesen und verstanden werden müssen. Die Leseförderung sorgt dafür, dass alle Bewohner dieses Hauses, also die Schüler, die nötigen Werkzeuge haben, um sich in jedem Zimmer zurechtzufinden.

Die systematische Leseförderung beinhaltet verschiedene Maßnahmen, die ineinandergreifen:

1. Die Förderung der Leseflüssigkeit

Leseflüssigkeit ist die Fähigkeit, einen Text schnell, genau und mit guter Betonung zu lesen. Sie ist eine Grundvoraussetzung für das Leseverständnis. Wenn ein Kind Mühe hat, die Wörter zu entziffern, kann es sich nicht auf den Inhalt konzentrieren.

Wie kann man die Leseflüssigkeit fördern?

  • Lautes Vorlesen: Regelmäßiges lautes Vorlesen, sowohl durch die Lehrkraft als auch durch die Schüler, hilft, die Aussprache und Betonung zu verbessern.
  • Wiederholtes Lesen: Einen Text mehrmals lesen, um die Lesegeschwindigkeit und Genauigkeit zu erhöhen.
  • Lesepartnerschaften: Schüler lesen sich gegenseitig vor und geben sich Feedback.

2. Die Förderung des Leseverständnisses

Leseverständnis ist die Fähigkeit, den Inhalt eines Textes zu verstehen, zu interpretieren und kritisch zu hinterfragen. Es geht darum, zwischen den Zeilen zu lesen, Schlussfolgerungen zu ziehen und den Text in einen größeren Zusammenhang einzuordnen.

Wie kann man das Leseverständnis fördern?

  • Vor- und Nachbereitungsstrategien: Vor dem Lesen über den Text sprechen, Erwartungen formulieren, Fragen stellen. Nach dem Lesen den Inhalt zusammenfassen, diskutieren, eigene Meinungen äußern.
  • Textstrukturierung: Den Aufbau des Textes analysieren, Überschriften, Absätze, Schlüsselwörter identifizieren.
  • Fragetechniken: Gezielte Fragen stellen, um das Verständnis zu vertiefen.
  • Visualisierungen: Den Inhalt des Textes visualisieren, z.B. durch Zeichnungen, Mindmaps oder Tabellen.

3. Die Förderung der Lesemotivation

Lesemotivation ist die innere Bereitschaft, sich mit Texten auseinanderzusetzen. Sie ist der Schlüssel zu lebenslangem Lesen. Ein Kind, das gerne liest, wird auch in Zukunft Bücher und andere Texte zur Information, Unterhaltung und Weiterbildung nutzen.

Wie kann man die Lesemotivation fördern?

  • Interessensbezogene Lektüre: Bücher und Texte auswählen, die den Interessen und Bedürfnissen der Kinder entsprechen.
  • Lesen als soziale Aktivität: Vorlesen, Bücher vorstellen, Leserunden organisieren.
  • Lesen als Belohnung: Lesen nicht als Strafe, sondern als positive Erfahrung vermitteln.
  • Vorbildfunktion: Lehrkräfte und Eltern sollten selbst gerne lesen und ihre Begeisterung für das Lesen weitergeben.

Der Blick über den Tellerrand – außerschulische Leseförderung

Die schulische Leseförderung ist wichtig, aber sie ist nicht alles. Auch außerhalb der Schule gibt es viele Möglichkeiten, die Lesekompetenz und Lesemotivation von Kindern zu fördern. Bibliotheken, Buchhandlungen, Vorleseinitiativen, Lesewettbewerbe – all das sind wertvolle Ergänzungen zum schulischen Angebot.

Ich erinnere mich an einen Besuch in der Stadtbibliothek mit meiner Klasse. Die Kinder waren begeistert von der riesigen Auswahl an Büchern. Sie durften stöbern, lesen, ausleihen. Dieser Besuch hat bei vielen Kindern das Interesse am Lesen geweckt und ihnen gezeigt, dass Lesen mehr ist als nur eine Schulpflicht.

Fazit: Lesen ist mehr als nur Entziffern

Die Grundlagen der Lesedidaktik und die systematische schulische Leseförderung sind unverzichtbar, um Kinder zu kompetenten und motivierten Lesern zu machen. Es geht darum, ihnen die Freude am Lesen zu vermitteln, ihnen die Werkzeuge zu geben, um Texte zu verstehen und kritisch zu hinterfragen, und ihnen die Möglichkeit zu bieten, die Welt der Bücher zu entdecken.

Lesen ist mehr als nur Entziffern. Lesen ist der Schlüssel zu Bildung, Wissen, Fantasie und Kreativität. Und es ist unsere Aufgabe, den Kindern diesen Schlüssel in die Hand zu geben.

Also, lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass jedes Kind die Chance hat, das Tor zur Welt der Bücher zu öffnen und die Schätze zu entdecken, die darin verborgen liegen!

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