Gute Nacht Und Süße Träume Mein Schatz
Okay, Leute, lasst uns ehrlich sein. Wir alle kennen es: Gute Nacht und süße Träume, mein Schatz. Klingt romantisch, oder? Vielleicht sogar ein bisschen kitschig? Ich wage zu behaupten… ein bisschen ÜBERTRIEBEN?
Ist es nur ICH?
Ich weiß, ich weiß. Bevor die Rosenblätter fliegen und die Liebesbriefe in Flammen aufgehen: Ich bin nicht gegen Romantik! Absolut nicht! Aber manchmal… manchmal ist dieses „Mein Schatz“ einfach zu viel des Guten. Findet ihr nicht auch?
Denkt mal darüber nach. Wann benutzt man diesen Satz wirklich? Meistens am Telefon, oder? Oder vielleicht in einer SMS, bevor man ins Land der Träume abtaucht. Aber irgendwie klingt es dann, als hätte man gerade einen Liebesroman der 50er Jahre verschlungen und versucht, Clark Gable zu imitieren.
Klar, wenn man gerade frisch verliebt ist, dann ist alles aufregend und jedes Wort klingt wie ein Gedicht. Aber nach ein paar Jahren Beziehung? Wenn man den anderen schon im Schlaf schnarchen gehört hat? Wenn man weiß, dass der „Schatz“ morgen früh garantiert wieder die Zahnpasta nicht zugemacht hat? Dann wirkt „Gute Nacht und süße Träume, mein Schatz“ irgendwie… unauthentisch.
Die Alternativen: Ein kleiner Ratgeber für Schlafenszeit-Grüße
Muss es denn immer das große Kino sein? Ich finde, ein ehrliches „Schlaf gut!“ tut es doch auch. Oder ein liebevolles „Bis morgen!“ Vielleicht sogar ein neckisches „Träum was Schönes (aber nicht von deinem Ex!)“ – je nach Humorlage natürlich. Hauptsache, es kommt von Herzen und klingt nicht wie auswendig gelernt.
Hier mal ein paar meiner persönlichen Favoriten:
„Schlaf schön, du Chaot!“ (Für den Partner, der immer alles liegen lässt.)
„Träum was von Schokolade! (Oder Pizza. Oder was auch immer glücklich macht.)“
„Mach's gut, meine Knutschkugel!“ (Okay, vielleicht ein bisschen kitschig, aber wenigstens ehrlich!)
Der Punkt ist: Seid kreativ! Findet eure eigene Sprache! Lasst die Floskeln hinter euch! Ein simpler „Gute Nacht“-Kuss kann oft mehr bedeuten als tausend geschwollene Worte.
Die Macht der Gewohnheit (und warum wir sie brechen sollten)
Ich verstehe es ja. Man gewöhnt sich an bestimmte Dinge. „Gute Nacht und süße Träume, mein Schatz“ ist so eine Gewohnheit. Es ist bequem, es ist einfach, es ist… langweilig! Es wird zu einer leeren Hülle, ohne jegliche Bedeutung.
Und hier kommt mein (vielleicht unpopulärer) Vorschlag: Brecht diese Gewohnheit! Überrascht euren Partner! Sagt etwas Unerwartetes! Bringt ihn oder sie zum Lächeln! Ein bisschen Spontaneität kann Wunder wirken, auch (oder gerade!) vor dem Einschlafen.
Vielleicht ist es ja auch nur meine persönliche Abneigung gegen zu viel Süße. Ich mag es lieber, wenn die Dinge echt sind. Wenn die Liebe nicht in Zuckerguss ertränkt wird, sondern in einem herzhaften Lachen ihren Ausdruck findet.
Also, das nächste Mal, wenn ihr eurem Liebsten oder eurer Liebsten eine gute Nacht wünschen wollt, denkt mal darüber nach. Muss es wirklich das Standardprogramm sein? Oder gibt es vielleicht eine ehrlichere, liebevollere, witzigere Art, das zu sagen?
Ich bin gespannt auf eure Meinungen! Bin ich wirklich die Einzige, die das so sieht? Oder gibt es da draußen noch andere „Gute Nacht und süße Träume, mein Schatz“-Skeptiker?
Und falls ihr euch jetzt fragt, wie ich meinen Liebsten eine gute Nacht wünsche: Das bleibt mein Geheimnis! Aber so viel sei gesagt: Es ist garantiert nicht langweilig!
Jetzt aber genug geplaudert. Ich wünsche euch allen eine angenehme Nachtruhe! Und träumt was Schönes… von was auch immer euch glücklich macht!
P.S.: Und bitte, bitte, bitte – macht die Zahnpasta zu!
