Hackman And Oldham Job Characteristics Model
Okay, Leute, mal ehrlich. Wir alle kennen diese "Motivationsgurus", oder? Die, die uns erzählen, wie wir unseren Job lieben und jeden Tag mit einem Lächeln zur Arbeit gehen sollen. Ja, ja, ist klar.
Und dann gibt es da dieses Ding, das sich das Hackman und Oldham Job Characteristics Model nennt. Klingt wichtig, oder? Tut so, als ob es die Antwort auf all unsere Job-Fragen hat. Aber... ich habe da so meine Zweifel.
Die fünf Säulen der Job-Seligkeit (oder so ähnlich)
Angeblich gibt es fünf Dinge, die einen Job "gut" machen. Fünf! Als ob das so einfach wäre. Lasst uns mal schauen:
1. Skill Variety (Abwechslung)
Also, ich soll jeden Tag was anderes machen? Super. Dann bin ich in allem mittelmäßig und in nichts wirklich gut. Ist das wirklich das Ziel? Ich sag’s euch, manchmal ist es ganz nett, einfach seine Routine zu haben. Unpopuläre Meinung, ich weiß.
2. Task Identity (Aufgabe als Ganzes)
Ich muss das Gefühl haben, ein komplettes Projekt zu beenden? Aber was, wenn mir die Hälfte davon stinkt? Soll ich jetzt jedes Mal heulen, wenn ich einen kleinen Teil eines großen Ganzen mache? Manchmal ist es doch ganz cool, einfach nur ein Rädchen im Getriebe zu sein. Weniger Verantwortung, mehr Freizeit, hallo!
3. Task Significance (Bedeutung)
Mein Job muss die Welt verändern? Ähm... ich tippe Rechnungen ein. Ich glaube, die Welt schläft trotzdem ganz gut. Natürlich wäre es toll, wenn ich Leben retten würde, aber hey, irgendwer muss ja auch dafür sorgen, dass die Büromaterialien bestellt werden. Und das ist auch wichtig, oder? Oder?
4. Autonomy (Eigenständigkeit)
Ich darf entscheiden, wie ich meine Arbeit mache? Klingt erstmal toll. Aber ganz ehrlich, manchmal will ich einfach nur gesagt bekommen, was ich tun soll. Keine Entscheidungen, kein Nachdenken, einfach machen. Ist das so schlimm? Ich nenne es "strategische Faulheit".
5. Feedback
Ich brauche regelmäßiges Feedback? Ja, klar. Am besten von meinem Chef, der keine Ahnung hat, was ich eigentlich mache. Super hilfreich. Danke. Ich glaube, ich kann selbst ganz gut beurteilen, ob ich einen guten Job mache. Und wenn nicht, dann merke ich das meistens auch ohne ständiges "Du könntest das aber noch besser machen!".
Also, was nun?
Versteht mich nicht falsch. Das Hackman und Oldham Modell ist nicht komplett Mist. Es gibt ein paar gute Punkte. Aber die Vorstellung, dass man jeden Job nach diesen fünf Kriterien optimieren kann, ist doch etwas naiv. Jeder Mensch ist anders. Was für den einen motivierend ist, ist für den anderen die absolute Hölle.
Vielleicht sollten wir einfach aufhören, so zu tun, als gäbe es eine magische Formel für den perfekten Job. Vielleicht sollten wir einfach versuchen, das Beste aus dem zu machen, was wir haben. Und vielleicht sollten wir uns einfach öfter mal einen Kaffee gönnen. Das hilft nämlich wirklich.
Und wenn alles nichts hilft, dann kündigen wir halt. Aber das sagen wir natürlich nicht dem Chef, oder?
Abschließend möchte ich noch sagen, dass ich das Job Characteristics Model nicht verteufeln will. Es ist nur… es ist halt nicht die ultimative Lösung für alle Job-Probleme. Und manchmal ist es einfach ganz gut, sich das einzugestehen. Oder was meint ihr?
"Die Theorie ist grau, doch grün ist des Lebens goldner Baum." - Goethe (Ja, ich weiß, Goethe hat das nicht über Jobmodelle gesagt. Aber es passt trotzdem irgendwie, oder?!)
Denkt mal drüber nach. Und jetzt gehe ich erstmal einen Kaffee trinken. Ganz ohne *Feedback* von irgendwem.
