Hackman Oldham Job Characteristics Model
Hand aufs Herz: Job-Modelle. Klingt erstmal nach "Gähn", oder? Aber bleibt dran, das hier wird... naja, unterhaltsam. Versprochen! (Fast.) Wir reden heute über das Hackman-Oldham Job Characteristics Model. Ja, der Name ist schon 'ne Herausforderung. Aber keine Panik, wir machen das easy.
Die fünf Zutaten zum Glücklichsein (im Job)
Stellt euch vor, euer Job ist ein Kuchen. Ein leckerer Kuchen! Laut Hackman und Oldham (klingt wie ein Anwaltsbüro, ich weiß), braucht dieser Kuchen fünf spezielle Zutaten, damit er so richtig gut schmeckt.
1. Skill Variety: Die Vielfalt macht's!
Ist euer Job abwechslungsreich? Müsst ihr mehr können als nur "Knopf drücken"? Super! Dann habt ihr Skill Variety. Wer immer nur dasselbe macht, wird irgendwann zum Roboter. Und Roboter sind zwar effizient, aber selten glücklich. Meine (leicht unpopuläre) Meinung: Lieber ein bisschen Chaos und Abwechslung als perfekte Monotonie.
2. Task Identity: Das große Ganze sehen.
Könnt ihr sagen, was genau EUER Beitrag zum Endprodukt ist? Seht ihr das Ergebnis eurer Arbeit? Wenn ja, perfekt! Wenn nicht... naja, stellt euch vor, ihr baut an einem Auto, aber wisst nicht, ob es am Ende ein Sportwagen oder ein Müllwagen wird. Frustrierend, oder? Ich finde, es ist wichtig zu wissen, wofür man eigentlich schuftet. Sonst fühlt man sich wie ein Hamster im Rad.
3. Task Significance: Macht es überhaupt einen Unterschied?
Ist euer Job wichtig? Hilft er anderen? Oder ist er so überflüssig wie ein Regenschirm in der Wüste? Wenn ihr das Gefühl habt, ihr tragt zur Lösung wichtiger Probleme bei (oder zumindest zu irgendwas Sinnvollem), dann habt ihr Task Significance. Ich persönlich finde es viel befriedigender, etwas zu tun, was einen positiven Effekt hat, auch wenn es nur im Kleinen ist. Ist aber nur meine Meinung, ne?
4. Autonomy: Euer eigener Herr (oder eure eigene Frau) sein.
Darf man euch selbst entscheiden lassen, wie ihr eure Arbeit erledigt? Oder steht euch ständig jemand auf den Füßen und kontrolliert jeden Schritt? Autonomy ist GOLD wert! Wer ständig kontrolliert wird, fühlt sich entmündigt. Und wer fühlt sich schon gerne entmündigt? Eben! Lasst die Leute machen! (Okay, vielleicht nicht, wenn sie Brücken bauen... oder Herz-OPs durchführen... aber ihr wisst, was ich meine.)
5. Feedback: Lob und Kritik (bitte konstruktiv!)
Bekommen ihr Feedback für eure Arbeit? Wisst ihr, ob ihr gut seid? Oder ob ihr Mist baut? Feedback ist wie Dünger für die Motivation. Positives Feedback motiviert. Konstruktives Feedback hilft, besser zu werden. Und gar kein Feedback... naja, das ist wie wenn man versucht, ein Feuer mit Eis zu löschen. Funktioniert nicht. Ich finde ja, ein bisschen mehr Lob täte den meisten Arbeitsplätzen gut. Einfach mal sagen: "Hey, das hast du gut gemacht!" Kostet nix, bewirkt aber Wunder.
Und was, wenn der Kuchen nicht schmeckt?
Was passiert, wenn eine oder mehrere Zutaten im Job-Kuchen fehlen? Nun, dann schmeckt er halt nicht. Dann ist man unmotiviert, unzufrieden und... sucht sich vielleicht einen neuen Job. Das Hackman-Oldham Modell ist also im Grunde eine Checkliste, um zu sehen, ob ein Job gut "designt" ist. Ist er abwechslungsreich? Gibt er einem das Gefühl, etwas Sinnvolles zu tun? Lässt er einem Freiraum? Und bekommt man Feedback?
Ich weiß, manche sagen: "Ist doch alles Quatsch! Hauptsache, die Kohle stimmt!" Aber ich bin da anderer Meinung. Klar, Geld ist wichtig. Aber wenn man jeden Tag in einen Job geht, der einen unglücklich macht, dann kann auch das dickste Gehalt das nicht aufwiegen. Oder wie seht ihr das?
Die Realität vs. die Theorie
Jetzt kommt der Realitätscheck. Natürlich ist es nicht immer einfach, alle fünf Zutaten perfekt in den Job-Kuchen zu bekommen. Manchmal muss man Kompromisse eingehen. Aber es ist gut zu wissen, welche Zutaten wichtig sind, um den Job so angenehm wie möglich zu gestalten. Und vielleicht kann man ja auch selbst ein bisschen nachhelfen. Mehr Abwechslung suchen? Eigenverantwortung übernehmen? Um Feedback bitten?
Das Modell von Hackman und Oldham ist kein Allheilmittel, aber es ist ein guter Denkanstoß. Es hilft uns, darüber nachzudenken, was wir eigentlich von unserem Job erwarten. Und vielleicht hilft es ja auch dem ein oder anderen Chef, den Arbeitsplatz ein bisschen besser zu gestalten. Wäre doch schön, oder?
Also, beim nächsten Mal, wenn ihr euch über euren Job ärgert, denkt an den Kuchen. Und fragt euch: Welche Zutat fehlt? Und was kann ich tun, um das zu ändern?
Und jetzt mal ehrlich: Wer von euch hat jetzt auch Lust auf Kuchen bekommen?
