Harry Potter Lehrer Verteidigung Gegen Die Dunklen Künste
Erinnert ihr euch an die Verteidigung gegen die dunklen Künste in Harry Potter? Klingt erstmal nach staubtrockenem Unterricht, aber in Wirklichkeit war das ein Schleudersitz für Lehrer! Kaum einer hat's länger als ein Schuljahr ausgehalten. War das Fluch? War das Pech? War das Dumbledores heimlicher Humor, zu sehen, wer am längsten durchhält?
Der Fluch, der keiner war (oder doch?)
Klar, die meisten Fans kennen die Theorie vom Fluch, der auf die Stelle des Lehrers für Verteidigung gegen die dunklen Künste liegt. Angeblich, weil Lord Voldemort (damals noch Tom Riddle) die Stelle nicht bekommen hat. Aber mal ehrlich, ist das wirklich die ganze Wahrheit? Oder hat einfach jeder Lehrer seinen eigenen kleinen (oder grossen) Beitrag zum Chaos geleistet?
Nehmen wir Professor Quirrell. Der arme Kerl war so nervös, dass er kaum 'Guten Morgen' sagen konnte, ohne zu stottern. Und dann stellte sich heraus, dass Voldemort höchstpersönlich im Hinterkopf hauste! Verständlich, dass der Job nicht lange anhielt. Aber war das wirklich ein Fluch, oder einfach nur schlechte Karriereplanung?
Gilderoy Lockhart: Der Blender
Dann kam Gilderoy Lockhart. Oh, dieser Gilderoy Lockhart! Ein Schönling, ein Aufschneider, ein Meister der Gedächtniszauber (allerdings auf Kosten anderer). Seine Unterrichtsstunden waren... nun ja, sagen wir mal, er war mehr mit seinem Spiegelbild beschäftigt als mit dem Lehrplan. Er hat sich selbst als Held dargestellt und alles andere als Verteidigung gelehrt. Das einzige, was er verteidigt hat, war sein gutes Aussehen. Dass der abgegangen ist, war wirklich kein Wunder. Wobei, unterhaltsam war es ja schon irgendwie, oder?
Und wer kann vergessen, als er versehentlich eine Horde Wichtel in die Klasse losliess? Harry und seine Freunde mussten die Situation retten, während Lockhart sich lieber versteckte. Man könnte sagen, er hat die dunklen Künste auf seine ganz eigene Art und Weise bekämpft: mit Flucht! War das der Fluch oder nur ein extremer Fall von Inkompetenz?
Remus Lupin: Der Liebling
Mit Remus Lupin kam dann endlich ein Hauch von Kompetenz und Warmherzigkeit. Er war der coole Lehrer, der wusste, wie man mit den Schülern umgeht und ihnen tatsächlich etwas beibringt. Er war sympathisch, klug und hatte sogar einen Sinn für Humor. Aber natürlich hatte auch er ein Geheimnis: Er war ein Werwolf! Und als Snape das dann rausposaunt hat, war es das für ihn. Obwohl er ein toller Lehrer war, musste er gehen, um die Schüler zu schützen. War das der Fluch, oder eher die Intoleranz der magischen Gemeinschaft?
Man muss sagen, Lupins Unterricht war der beste der gesamten Reihe. Er hat Harry gelernt, wie man einen Patronus-Zauber wirkt, was später sehr wichtig wurde. Und er hat gezeigt, dass man auch mit einer dunklen Vergangenheit ein guter Mensch sein kann. Schade, dass er nicht länger bleiben konnte.
Die dunklen Zeiten mit Umbridge und Snape
Dann wurde es düster. Dolores Umbridge übernahm das Ruder, und mit ihr kam die reinste Folter. Sie hat den Unterricht in eine Propagandashow verwandelt und die Schüler mit ihren Blutskribbel-Federn gequält. Verteidigung gegen die dunklen Künste war bei ihr Fehlanzeige. Stattdessen gab es Strafarbeiten und Demütigungen. War das der Fluch, oder einfach nur purer Sadismus?
Und dann natürlich Snape. Endlich hatte er die Stelle, die er sich so sehr gewünscht hatte. Aber seine Unterrichtsmethoden waren... sagen wir mal, gewöhnungsbedürftig. Er war parteiisch, unfair und hat Harry das Leben zur Hölle gemacht. Obwohl er zweifellos ein brillanter Zauberer war, war er kein guter Lehrer. War das der Fluch, oder einfach nur Snapes Art, mit seiner eigenen Vergangenheit umzugehen?
Interessant ist ja, dass Snape am Ende doch noch zum Helden wurde. Er hat alles getan, um Harry zu beschützen, auch wenn er das nie offen zugegeben hat. Vielleicht war seine Zeit als Lehrer für Verteidigung gegen die dunklen Künste ja nur ein kleiner Teil eines viel größeren Plans.
Am Ende: Lichtblicke
Am Ende des Tages ist die Stelle des Lehrers für Verteidigung gegen die dunklen Künste nicht nur ein verfluchter Job, sondern auch ein Spiegelbild der dunklen und hellen Seiten der magischen Welt. Es zeigt, wie Macht missbraucht werden kann, wie Vorurteile herrschen, aber auch wie Freundschaft und Mut triumphieren können.
Vielleicht war es ja auch so, dass jeder Lehrer, egal wie kurz seine Amtszeit war, Harry und seinen Freunden etwas Wichtiges mitgegeben hat. Sei es nun die Fähigkeit, sich selbst zu verteidigen, oder die Erkenntnis, dass man niemals aufgeben darf. Und vielleicht, ganz vielleicht, hat Dumbledore das alles ja die ganze Zeit geplant gehabt. Wer weiss?
Die Frage bleibt: Was war es nun? Der Fluch? Pech? Oder einfach nur eine Aneinanderreihung von unglücklichen Umständen und fragwürdigen Personalentscheidungen? Vermutlich von allem etwas. Aber eines ist sicher: Die Stelle des Lehrers für Verteidigung gegen die dunklen Künste wird immer eine der faszinierendsten und rätselhaftesten in der Welt von Harry Potter bleiben.
