Hoffe Es Geht Dir Gut
Es ist schon eine Weile her, seit ich das letzte Mal etwas von mir hören ließ, nicht wahr? "Hoffe es geht Dir gut" – eine Floskel, ja, aber in meinem Fall kommt sie von Herzen. Ich habe nämlich die letzten Monate damit verbracht, mich treiben zu lassen, neue Ecken der Welt zu erkunden und, ehrlich gesagt, mich ein bisschen im Abenteuer zu verlieren. Und ich muss sagen, es war unglaublich belebend.
Wo soll ich nur anfangen? Vielleicht mit dem Duft von frisch gebrühtem Kaffee in einer kleinen Rösterei in Medellín, Kolumbien? Oder dem ohrenbetäubenden Rauschen des Iguazu Wasserfalls, wo die Gischt wie ein erfrischender Schleier über die Landschaft weht? Es sind diese kleinen und großen Momente, die eine Reise unvergesslich machen. Aber keine Sorge, ich werde nicht einfach nur Orte aufzählen. Ich möchte Euch mitnehmen, Euch die Geschichten erzählen, die hinter den Postkartenmotiven stecken.
Zuerst führte mich mein Weg nach Südamerika. Kolumbien war ein absolutes Highlight. Ich hatte im Vorfeld viele Geschichten gehört, positive wie negative, aber ich wollte mir selbst ein Bild machen. Und was soll ich sagen? Ich war von der Gastfreundschaft der Menschen, der pulsierenden Musik, dem üppigen Grün und der Vielfalt der Landschaften überwältigt. Medellín, die Stadt des ewigen Frühlings, hat mich mit offenen Armen empfangen. Ich verbrachte Stunden damit, durch die bunten Gassen von Comuna 13 zu schlendern, lernte von den Einheimischen über die bewegte Vergangenheit der Stadt und bestaunte die beeindruckenden Graffitis, die als Ausdruck von Hoffnung und Widerstand dienen.
Weiter ging es nach Argentinien, genauer gesagt nach Buenos Aires. Diese Stadt ist ein wahrer Schmelztiegel der Kulturen. Europäische Eleganz trifft hier auf südamerikanische Leidenschaft. Ich besuchte den farbenprächtigen Stadtteil La Boca, sah eine mitreißende Tango-Show (natürlich!), und aß das beste Steak meines Lebens. Ein Spaziergang über den Friedhof La Recoleta, wo Evita Perón begraben liegt, war ein ebenso beeindruckendes wie melancholisches Erlebnis.
Asien: Ein Kontrastprogramm
Nach Südamerika brauchte ich einen kompletten Kontrast. Und wo ginge das besser als in Asien? Ich entschied mich für eine Rundreise durch Südostasien. Mein erster Stopp war Thailand. Bangkok, mit seinen goldenen Tempeln, den geschäftigen Märkten und der quirligen Atmosphäre, hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Ich ließ mich auf dem Chao Phraya Fluss treiben, kostete exotische Köstlichkeiten an den Straßenständen und lernte in einem Kochkurs die Geheimnisse der thailändischen Küche kennen.
Danach ging es weiter nach Vietnam. Die Landschaft hier ist einfach atemberaubend. Von den Reisterrassen in Sapa bis zur Halong-Bucht mit ihren bizarren Kalksteinformationen – Vietnam hat mich mit seiner Schönheit verzaubert. Ich fuhr mit dem Motorroller durch die engen Gassen von Hanoi, besuchte die Kaiserstadt Huế und entspannte an den Stränden von Nha Trang.
Die kleinen, unerwarteten Momente
Aber es sind nicht immer die großen Sehenswürdigkeiten, die eine Reise unvergesslich machen. Es sind oft die kleinen, unerwarteten Momente, die im Gedächtnis bleiben. Wie zum Beispiel das Gespräch mit einem alten Fischer in Vietnam, der mir von seinem Leben auf dem Meer erzählte. Oder das Lächeln eines Kindes in Kolumbien, das mir eine selbstgepflückte Blume schenkte. Oder das gemeinsame Lachen mit anderen Reisenden in einem Hostel in Argentinien.
Es sind diese Begegnungen, die uns daran erinnern, dass wir alle Teil einer großen, bunten Welt sind. Sie zeigen uns, dass es mehr gibt als unseren eigenen kleinen Alltag. Und sie lehren uns, offen zu sein für Neues, Unbekanntes und Unerwartetes.
Die Welt ist ein Buch, und wer nicht reist, liest nur eine Seite. - Augustinus Aurelius
Ich habe auf meinen Reisen gelernt, dass es wichtig ist, sich Zeit zu nehmen. Zeit, um anzukommen, um sich zu orientieren, um die Atmosphäre aufzusaugen. Zeit, um mit den Einheimischen ins Gespräch zu kommen, um ihre Geschichten zu hören, um von ihnen zu lernen. Und Zeit, um einfach nur da zu sitzen und die Schönheit der Welt zu genießen.
Natürlich gab es auch schwierige Momente. Momente, in denen ich mich einsam fühlte, in denen ich Heimweh hatte, in denen ich mit Sprachbarrieren und kulturellen Unterschieden zu kämpfen hatte. Aber auch diese Momente gehören dazu. Sie machen uns stärker, selbstbewusster und demütiger. Sie lehren uns, unsere Komfortzone zu verlassen und uns neuen Herausforderungen zu stellen.
Was ich Euch mit diesem Bericht mitgeben möchte? Traut Euch! Packt Eure Koffer, lasst Euren Alltag hinter Euch und geht auf Entdeckungsreise. Die Welt wartet darauf, von Euch erkundet zu werden. Und ich verspreche Euch, Ihr werdet es nicht bereuen.
Ich weiß, viele von Euch fragen sich jetzt vielleicht: Wie finanziert man so eine lange Reise? Das ist natürlich eine berechtigte Frage. Ich habe im Vorfeld gespart, meine Wohnung untervermietet und während der Reise immer wieder kleine Jobs angenommen, um meine Reisekasse aufzubessern. Es gibt viele Möglichkeiten, um das Reisen zu finanzieren. Wichtig ist, dass man kreativ ist und bereit ist, Kompromisse einzugehen.
Ich hoffe, dieser kleine Einblick in meine Reise hat Euch inspiriert. Ich plane, in Zukunft noch mehr über meine Erlebnisse zu berichten, Euch Reisetipps zu geben und Euch mit auf meine Abenteuer zu nehmen. Also bleibt dran! Und schreibt mir gerne, wo es Euch als nächstes hinzieht!
Und ja, noch einmal: Hoffe es geht Dir gut! Ich freue mich darauf, von Euch zu hören und Eure Reisepläne zu erfahren. Bis bald!
