How To Write Interior Monologue
Was ist innerer Monolog?
Der innere Monolog ist eine literarische Technik, die verwendet wird, um die Gedanken und Gefühle einer Figur direkt wiederzugeben. Anstatt zu erzählen, was eine Figur denkt, ermöglicht der innere Monolog dem Leser, in den Kopf der Figur einzutauchen und ihre Gedanken so zu erleben, als wären es die eigenen. Es ist wie ein Fenster zum Bewusstsein der Figur.
Im Gegensatz zum Dialog mit anderen Figuren findet der innere Monolog ausschließlich im Geiste der Figur statt. Er kann verschiedene Formen annehmen, von vollständigen Sätzen bis hin zu fragmentarischen Gedanken, Assoziationen und Erinnerungen. Die Gedanken können geordnet oder ungeordnet, rational oder irrational, bewusst oder unbewusst sein.
Warum inneren Monolog verwenden?
Der innere Monolog ist ein mächtiges Werkzeug für Autoren, um:
- Charaktertiefe zu entwickeln: Er enthüllt die Motivationen, Ängste, Hoffnungen und inneren Konflikte einer Figur.
- Spannung aufzubauen: Er kann dem Leser Einblicke in bevorstehende Ereignisse geben oder die Unsicherheit einer Figur hervorheben.
- Empathie zu fördern: Er ermöglicht dem Leser, sich mit der Figur zu identifizieren und ihre Perspektive zu verstehen.
- Informationen zu vermitteln: Er kann Hintergrundinformationen, Erinnerungen oder Erklärungen auf natürliche Weise in die Geschichte einweben.
- Die Erzählperspektive zu variieren: Er kann eine Abwechslung zum traditionellen Erzählstil bieten.
Wie schreibt man einen effektiven inneren Monolog?
Hier sind einige Tipps, die Ihnen helfen, einen überzeugenden und authentischen inneren Monolog zu schreiben:
1. Kennen Sie Ihre Figur
Bevor Sie überhaupt anfangen zu schreiben, müssen Sie Ihre Figur in- und auswendig kennen. Was sind ihre Stärken und Schwächen? Was treibt sie an? Was sind ihre Ängste? Je besser Sie Ihre Figur kennen, desto authentischer wird ihr innerer Monolog sein.
Denken Sie über die Hintergrundgeschichte der Figur nach. Welche Erfahrungen haben sie gemacht, die sie geprägt haben? Wie beeinflussen diese Erfahrungen ihre Gedanken und Gefühle in der Gegenwart?
2. Verwenden Sie die Stimme der Figur
Der innere Monolog sollte in der eigenen Stimme der Figur geschrieben sein. Das bedeutet, dass Sie ihren Wortschatz, ihre Satzstruktur und ihren Sprachstil berücksichtigen müssen. Spricht die Figur formell oder informell? Ist sie gebildet oder ungebildet? Hat sie einen bestimmten Dialekt oder Akzent?
Vermeiden Sie es, Ihre eigene Stimme in den inneren Monolog einzubringen. Versuchen Sie stattdessen, sich in die Figur hineinzuversetzen und so zu denken und zu sprechen, wie sie es tun würde.
3. Zeigen Sie, erzählen Sie nicht
Wie beim Schreiben im Allgemeinen gilt auch beim inneren Monolog: Zeigen Sie, erzählen Sie nicht. Anstatt einfach zu sagen, dass eine Figur traurig ist, beschreiben Sie, wie sie sich fühlt. Verwenden Sie sensorische Details, um die Gedanken und Gefühle der Figur lebendig werden zu lassen. Zum Beispiel:
"Die Tränen brannten in meinen Augen. Ich versuchte sie zurückzuhalten, aber sie liefen einfach weiter. Alles fühlte sich leer an, als ob ein Teil von mir fehlte."
Anstatt zu schreiben: "Sie war traurig, weil ihr Hund gestorben war", könnten Sie schreiben:
"Buddy. Sein feuchtes Näschen an meiner Hand. Das Quietschen seines Lieblingsspielzeugs. Stille. Nur Stille. Gott, wie ich ihn vermisse."
4. Fragmentierte Gedanken akzeptieren
Der innere Monolog ist oft fragmentiert und sprunghaft. Die Gedanken einer Figur springen von einem Thema zum nächsten, ohne dass es einen klaren Zusammenhang gibt. Das ist ganz natürlich, denn so funktioniert das menschliche Gehirn. Scheuen Sie sich nicht, unvollständige Sätze, Wiederholungen und Assoziationen zu verwenden, um die Gedanken einer Figur realistisch darzustellen.
Ein Beispiel für fragmentierte Gedanken:
"Ich muss noch die Wäsche machen. Oh, das Abendessen! Was koche ich denn heute? Nudeln? Nein, die hatte ich ja gestern erst. Mama hat immer... Mama. Verdammt, ich muss sie anrufen."
5. Verwenden Sie indirekte Rede sparsam
Obwohl der innere Monolog in der Regel in der ersten Person Präsens geschrieben wird, können Sie gelegentlich indirekte Rede verwenden, um die Gedanken einer Figur zu distanzieren oder zu reflektieren. Achten Sie jedoch darauf, dies sparsam zu tun, da zu viel indirekte Rede den inneren Monolog distanziert und unpersönlich wirken lassen kann.
Beispiel für indirekte Rede im inneren Monolog:
"Ich fragte mich, ob er mich überhaupt mochte. Vielleicht war ich einfach nur dumm und naiv, zu glauben, dass da mehr war."
6. Kontext ist entscheidend
Der innere Monolog sollte immer im Kontext der Geschichte stehen. Er sollte die Handlung vorantreiben, die Charakterentwicklung unterstützen oder zusätzliche Informationen liefern. Vermeiden Sie es, den inneren Monolog als Mittel zum Zweck zu verwenden, um einfach nur Ihre eigenen Gedanken oder Meinungen zu äußern.
Fragen Sie sich immer, warum Sie einen inneren Monolog verwenden. Was soll er dem Leser vermitteln? Wie trägt er zur Gesamtwirkung der Geschichte bei?
7. Überarbeiten und verfeinern
Wie bei jedem Schreibprozess ist die Überarbeitung und Verfeinerung entscheidend für einen erfolgreichen inneren Monolog. Lesen Sie Ihren inneren Monolog mehrmals durch und achten Sie auf Klarheit, Authentizität und Wirkung. Fragen Sie sich, ob der innere Monolog die Gedanken und Gefühle der Figur wirklich widerspiegelt. Ist er überzeugend? Ist er relevant für die Geschichte?
Lassen Sie Ihren inneren Monolog von anderen lesen und bitten Sie sie um Feedback. Was halten sie von der Stimme der Figur? Fühlen sie sich mit der Figur verbunden? Gibt es Stellen, die unklar oder unglaubwürdig sind?
Beispiele für inneren Monolog
Hier sind ein paar Beispiele, die die Anwendung des inneren Monologs verdeutlichen:
Beispiel 1: Angst
"Die Bühne. So viele Leute. Mein Herz rast. Ich darf das Lied nicht vergessen. Bloß nicht den Text vergessen. Tief durchatmen. Eins, zwei, drei. Nein, jetzt nicht an den Text denken! Konzentriere dich auf das Licht. Konzentriere dich auf den Dirigenten. Los jetzt..."
Beispiel 2: Sehnsucht
"Paris. Ich muss unbedingt wieder nach Paris. Die kleinen Cafés, der Duft von frisch gebackenen Croissants. Seine Augen... Sein Lächeln. Warum bin ich nur weggegangen? War das wirklich die richtige Entscheidung? Vielleicht sollte ich ihn anrufen..."
Beispiel 3: Zweifel
"Habe ich das Richtige getan? Sie hat so traurig ausgesehen. Aber was hätte ich tun sollen? Ich konnte ihr doch nicht versprechen, dass alles gut wird. Das wäre eine Lüge gewesen. Aber trotzdem... Vielleicht hätte ich wenigstens zuhören sollen."
Fazit
Der innere Monolog ist eine vielseitige und wirkungsvolle literarische Technik, die Ihre Geschichten bereichern und Ihren Figuren mehr Tiefe verleihen kann. Indem Sie die oben genannten Tipps befolgen und üben, können Sie lernen, effektive innere Monologe zu schreiben, die Ihre Leser fesseln und ihnen einen tiefen Einblick in die Gedanken und Gefühle Ihrer Figuren gewähren.
Denken Sie daran, dass der Schlüssel zu einem erfolgreichen inneren Monolog darin liegt, Ihre Figur zu verstehen, ihre Stimme zu finden und ihre Gedanken und Gefühle authentisch darzustellen. Viel Erfolg beim Schreiben!
