Hund Wälzt Sich In Kot Abgewöhnen
Herzlich willkommen in Deutschland! Sie planen einen Urlaub oder einen längeren Aufenthalt mit Ihrem vierbeinigen Freund? Das ist wunderbar! Deutschland ist ein sehr hundefreundliches Land, mit zahlreichen Wanderwegen, Parks und sogar Restaurants, die Hunde willkommen heißen. Aber vielleicht haben Sie auch schon eine weniger angenehme Eigenheit Ihres Hundes bemerkt, besonders wenn Sie durch ländliche Gebiete spazieren: das Wälzen in Kot.
Keine Sorge, Sie sind nicht allein! Viele Hunde lieben es, sich in den unappetitlichsten Dingen zu wälzen, die sie finden können. Und während es für uns Menschen einfach nur eklig ist, ist es für unsere Hunde oft ein unwiderstehlicher Trieb. In diesem Artikel erklären wir, warum Hunde das tun und wie Sie Ihrem Hund dieses Verhalten in Deutschland (und überall sonst!) abgewöhnen können. So können Sie Ihren Urlaub entspannter genießen.
Warum wälzen sich Hunde in Kot?
Es gibt verschiedene Theorien, warum Hunde sich in Kot, Aas oder anderen stark riechenden Substanzen wälzen:
Die Tarnungstheorie:
Die am weitesten verbreitete Theorie besagt, dass es sich um ein uraltes Verhalten handelt, das von den Vorfahren unserer Haushunde stammt. Wildhunde, wie Wölfe, nutzten das Wälzen in Kot oder Aas, um ihren Eigengeruch zu überdecken und sich so leichter an Beutetiere heranzuschleichen. So konnten sie von der Beute nicht so leicht gewittert werden.
Die Kommunikationstheorie:
Eine andere Theorie besagt, dass Hunde den Geruch mit nach Hause bringen, um ihren Artgenossen oder ihrem Rudel zu signalisieren, wo sie gewesen sind und was sie gefunden haben. Es ist wie ein olfaktorischer Bericht, der Informationen über Nahrungsquellen oder interessante Orte liefert. Stellen Sie sich vor, Ihr Hund kommt mit dem Geruch eines frisch abgeernteten Feldes nach Hause – eine Nachricht für alle anderen Hunde im Haus, dass es dort viel zu schnüffeln gibt.
Der "Ich mag den Geruch"-Faktor:
Manchmal ist es so einfach: Der Hund findet den Geruch einfach gut! Was für uns widerlich ist, kann für den Hund anziehend sein. Es ist wie bei uns Menschen mit bestimmten Käsesorten – der Geruch ist vielleicht intensiv, aber der Geschmack ist köstlich.
Juckreiz-Linderung:
In seltenen Fällen kann das Wälzen auch ein Zeichen für Juckreiz oder Hautirritationen sein. Der Hund versucht, sich durch das Reiben an rauen Oberflächen Linderung zu verschaffen.
Wie Sie Ihrem Hund das Wälzen in Kot abgewöhnen können
Es ist frustrierend, wenn der Hund sich gerade dann in etwas Widerlichem wälzt, wenn man ihn sauber und ordentlich haben möchte. Aber mit Geduld, Konsequenz und den richtigen Techniken können Sie Ihrem Hund dieses Verhalten abgewöhnen.
1. Aufmerksamkeit und Prävention:
Seien Sie aufmerksam auf die Umgebung. Beobachten Sie Ihren Hund genau, besonders in Gebieten, in denen Kot oder Aas wahrscheinlich vorkommen. Das sind oft Wiesen, Felder oder Waldwege.
Wenn Sie sehen, dass Ihr Hund Anzeichen zeigt, dass er sich wälzen will (z.B. intensives Schnüffeln, sich senken), lenken Sie ihn sofort ab. Rufen Sie ihn zu sich, werfen Sie ein Spielzeug oder verwenden Sie ein Abbruchsignal (siehe unten).
Führen Sie Ihren Hund an der Leine, besonders in unbekannten Gebieten oder an Orten, an denen er sich in der Vergangenheit bereits gewälzt hat.
2. Das Abbruchsignal:
Ein Abbruchsignal ist ein Wort oder ein Geräusch (z.B. "Nein!", "Pfui!", ein Klicken mit dem Clicker), das Sie verwenden, um Ihrem Hund zu signalisieren, dass er etwas Falsches tut. Das Signal muss klar, kurz und prägnant sein.
Wichtig: Das Abbruchsignal sollte immer positiv trainiert werden. Das bedeutet, dass Sie das Signal zuerst mit etwas Unangenehmen (z.B. einer Wasserspritze) verbinden, aber dann sofort mit einer Belohnung (z.B. einem Leckerli) nachlegen. So lernt der Hund, dass das Abbruchsignal zwar kurzfristig unangenehm ist, aber am Ende etwas Gutes folgt.
Sobald Ihr Hund das Abbruchsignal verstanden hat, können Sie es einsetzen, um ihn vom Wälzen abzuhalten. Sagen Sie das Signal, sobald er Anzeichen zeigt, dass er sich wälzen will, und loben Sie ihn, wenn er aufhört. Geben Sie ihm dann ein Leckerli oder ein Spielzeug.
3. Belohnung für alternatives Verhalten:
Belohnen Sie Ihren Hund, wenn er sich nicht wälzt. Das klingt vielleicht banal, ist aber sehr effektiv. Wenn Sie an einem Ort vorbeigehen, an dem er sich normalerweise wälzen würde, und er bleibt brav bei Ihnen, geben Sie ihm ein Leckerli und loben Sie ihn überschwänglich. So lernt er, dass es sich lohnt, Ihnen zu gehorchen.
Etablieren Sie alternative Verhaltensweisen, die Ihr Hund stattdessen ausführen soll, z.B. "Sitz", "Platz" oder "Fuß". Üben Sie diese Kommandos regelmäßig und belohnen Sie Ihren Hund, wenn er sie ausführt.
4. Training und Auslastung:
Ein ausgelasteter Hund ist ein guter Hund. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Hund genügend Bewegung und geistige Anregung bekommt. Lange Spaziergänge, Spiele im Park, Suchspiele oder Intelligenzspielzeuge können helfen, seinen natürlichen Trieb zu befriedigen und ihn weniger anfällig für unerwünschte Verhaltensweisen zu machen.
Besuchen Sie eine Hundeschule oder nehmen Sie an einem Hundetraining teil. Dort lernt Ihr Hund nicht nur Gehorsam, sondern auch soziale Kompetenzen und den Umgang mit verschiedenen Situationen.
5. Konsequenz ist der Schlüssel:
Seien Sie konsequent in Ihrem Training. Das bedeutet, dass Sie die gleichen Regeln und Kommandos immer und überall anwenden. Wenn Sie Ihrem Hund einmal erlauben, sich in etwas zu wälzen, wird es schwieriger, ihm das Verhalten später wieder abzugewöhnen.
Erklären Sie die Regeln auch anderen Familienmitgliedern oder Hundesittern. Alle müssen an einem Strang ziehen, damit Ihr Hund versteht, was von ihm erwartet wird.
6. Geduld und Verständnis:
Das Abgewöhnen von unerwünschten Verhaltensweisen braucht Zeit und Geduld. Seien Sie nicht frustriert, wenn es nicht sofort klappt. Bleiben Sie positiv und ermutigen Sie Ihren Hund. Denken Sie daran, dass er das Wälzen nicht macht, um Sie zu ärgern, sondern weil es ein natürlicher Trieb ist.
Manchmal ist es auch hilfreich, sich professionelle Hilfe von einem Hundetrainer oder Verhaltenstherapeuten zu holen. Sie können Ihnen individuelle Tipps und Ratschläge geben, die auf die Bedürfnisse Ihres Hundes zugeschnitten sind.
7. Reinigung nach dem Wälzen:
Sollte es doch einmal passieren, dass sich Ihr Hund in Kot oder Aas wälzt, ist es wichtig, ihn so schnell wie möglich zu reinigen. Verwenden Sie ein mildes Hundeshampoo und spülen Sie ihn gründlich aus. Vermeiden Sie es, ihn zu schimpfen, da er sich sonst ängstigen und das Baden mit negativen Erfahrungen verbinden könnte.
In Deutschland gibt es in vielen Städten Hundewaschanlagen, in denen Sie Ihren Hund bequem und sauber waschen können.
Zusätzliche Tipps für Ihren Aufenthalt in Deutschland mit Hund:
- Informieren Sie sich vorab über die Hundegesetze und -bestimmungen in der jeweiligen Region. In einigen Bundesländern gibt es Leinenpflicht oder Maulkorbpflicht in bestimmten Gebieten.
- Nehmen Sie ausreichend Kotbeutel mit und entsorgen Sie die Hinterlassenschaften Ihres Hundes ordnungsgemäß. In Deutschland ist es üblich, Kotbeutel zu benutzen und die Hinterlassenschaften in den dafür vorgesehenen Behältern zu entsorgen.
- Achten Sie darauf, dass Ihr Hund geimpft und entwurmt ist.
- Respektieren Sie die Natur und die anderen Menschen, die die Parks und Wanderwege nutzen. Halten Sie Ihren Hund unter Kontrolle und vermeiden Sie es, ihn in Naturschutzgebieten frei laufen zu lassen.
- Viele Hotels und Ferienwohnungen in Deutschland sind hundefreundlich. Informieren Sie sich vorab über die jeweiligen Bedingungen und Gebühren.
- In vielen Restaurants und Cafés sind Hunde willkommen. Fragen Sie einfach nach, ob Sie Ihren Hund mitbringen dürfen. Oft gibt es sogar eine Wasserschüssel für Ihren Vierbeiner.
Mit diesen Tipps können Sie Ihren Urlaub in Deutschland mit Ihrem Hund entspannt und stressfrei genießen. Wir wünschen Ihnen eine schöne Zeit!
