I Think I Am Therefore I Am
Okay, lasst uns ehrlich sein. Dieser Satz – "Ich denke, also bin ich" – klingt super schlau, oder? Als ob René Descartes, der Typ, der das gesagt hat, gerade das Universum entschlüsselt hätte. Ich meine, Respekt, René, aber ich habe da so meine Zweifel.
Denn mal ehrlich: Denken wir nicht alle manchmal totalen Quatsch? Ich meine, ich plane manchmal im Kopf meine Dankesrede für den Oscar, obwohl ich nicht mal schauspiele! Ist das jetzt ein Beweis für meine Existenz oder eher ein Beweis dafür, dass ich zu viel Zeit habe?
Ich behaupte mal kühn: Ich glaube, wir sind mehr als nur unsere Gedanken. Was ist mit diesem komischen Gefühl, wenn man ein Eichhörnchen über die Straße huschen sieht? Oder mit dem Drang, ein Eis zu essen, obwohl man eigentlich Diät macht? Ist das auch Denken? Ich nenne es eher... Existenz-Gefühl.
Was ist "Sein" überhaupt?
Klar, Descartes hat wahrscheinlich was Tiefgründiges gemeint. Aber was bedeutet "sein" denn überhaupt? Ist "sein" definiert durch das, was wir denken? Oder durch das, was wir tun? Oder durch das, was andere über uns denken?
Ich persönlich glaube, es ist eine Mischung aus allem. Ich bin das Chaos, das ich anrichte, die Witze, die ich erzähle, und die verbrannten Toastscheiben, die ich morgens produziere. Ich bin das Lachen mit meinen Freunden, das Genießen einer Tasse Kaffee und das heimliche Googeln von Symptomen, wenn ich Kopfschmerzen habe. All das ist "sein", oder nicht?
Ein kleines Gedankenexperiment
Stell dir vor, du bist ein Roboter. Super intelligent, kann alles denken, was ein Mensch denken kann. Du hast Zugang zu allen Informationen der Welt. Aber du hast keine Gefühle. Kein Bauchgefühl. Keine Ahnung, wie ein Sonnenuntergang sich anfühlt.
Würdest du dann wirklich "sein"? Wärst du mehr als nur eine hoch entwickelte Maschine, die perfekte logische Schlussfolgerungen ziehen kann? Ich denke nicht. Denn "Sein" ist mehr als nur Logik. Es ist das ganze Paket.
Und jetzt kommt meine – vielleicht etwas unpopuläre – Meinung: Ich glaube, wir sollten den Satz von Descartes ein bisschen anpassen. Ich schlage vor: "Ich fühle, also bin ich. Und manchmal denke ich auch."
Denn sind wir nicht alle auf der Suche nach diesem einen, echten Gefühl? Nach dem Glück, der Liebe, der Erfüllung? Denken ist toll, keine Frage. Aber es sind die Gefühle, die uns lebendig machen. Die uns zu dem machen, was wir sind. Die uns... nun ja... sein lassen.
Das Fazit (mit Augenzwinkern)
Vielleicht liege ich auch komplett falsch. Vielleicht ist Descartes ein Genie und ich verstehe nur nichts. Aber hey, zumindest habe ich darüber nachgedacht! Und vielleicht, nur vielleicht, habe ich dich ja auch zum Nachdenken angeregt. Und das ist ja auch schon was, oder?
Also, denk drüber nach (oder eben auch nicht). Hauptsache, du fühlst dich lebendig! Und wenn du das Gefühl hast, dass du ein bisschen mehr denken solltest, dann lies einfach den nächsten Artikel. Oder back dir einen Kuchen. Kuchen hilft immer.
In diesem Sinne: Seid ihr selbst! Und denkt nicht zu viel drüber nach!
PS: Falls Descartes das liest: No offense, René! Ich bin nur ein bisschen philosophisch angehaucht. Und Kuchen mag ich trotzdem lieber als Philosophie.
