Ich Fass An Meine Nase
Ich fasse an meine Nase. Ja, ich mache es schon wieder. Unbewusst, ganz automatisch. Ich ertappe mich ständig dabei. Und wisst ihr was? Ich stehe dazu.
Die Nase: Ein Magnet für meine Hand
Meine Nase scheint eine Art magnetische Anziehungskraft auf meine Hand zu haben. Sitze ich im Meeting? Nase. Schaue ich einen Film? Nase. Führe ich ein wichtiges Gespräch? Dreimal dürft ihr raten... Nase! Es ist fast so, als ob sie nach meiner Aufmerksamkeit schreit. Oder vielleicht ist es einfach nur Langeweile.
Ich bin mir bewusst, dass es vielleicht nicht die eleganteste Angewohnheit ist. Und ja, ich habe schon den ein oder anderen schrägen Blick geerntet. Aber ehrlich gesagt, ich kann einfach nicht anders! Es ist wie ein innerer Zwang. So wie manche Leute ständig an ihren Haaren spielen oder mit dem Fuß wippen.
Ist das normal?
Wahrscheinlich nicht komplett. Aber ist irgendwas komplett normal? Ich glaube nicht. Wir alle haben unsere kleinen Macken und Marotten. Und meine ist eben meine geliebte Nase. Sie ist da, sie ist präsent, und sie verdient meine ganze Aufmerksamkeit. (Okay, vielleicht nicht *ganze* Aufmerksamkeit, aber zumindest einen kleinen Teil davon.)
Und mal ehrlich, wer von euch macht es denn *nicht*? Gebt es zu! Ihr fasst doch auch an eure Nase! Vielleicht nicht so oft wie ich, vielleicht nicht so offensichtlich, aber ihr tut es. Und wenn ihr es nicht tut, dann seid ihr entweder Roboter oder Lügner. Oder beides.
Ich will ja niemandem zu nahe treten, aber ich habe da so meine Theorie. Vielleicht ist es ja ein evolutionärer Reflex. Irgendwas mit Riechen und Überleben. Oder vielleicht hat es was mit der Durchblutung zu tun. Wer weiß das schon? Die Wissenschaft ist sich da ja auch noch nicht so ganz einig, wie ich gehört habe.
Vielleicht sollte ich eine Studie starten.
Die Nase als emotionaler Anker
Ich glaube, für mich ist es auch ein bisschen wie ein emotionaler Anker. Wenn ich gestresst bin, nervös oder einfach nur nachdenklich, dann finde ich Trost in der Vertrautheit meiner Nase. Sie ist immer da, sie ist immer gleich, und sie ist immer bereit, meine Berührung zu empfangen. Klingt komisch? Vielleicht. Aber wahr.
Es ist auch ein bisschen wie ein Ritual. Ein Moment der Selbstberuhigung. Eine kleine Auszeit vom stressigen Alltag. Einfach mal kurz innehalten und meine Nase betatschen. Was gibt es Schöneres?
Okay, wahrscheinlich gibt es *viele* schönere Dinge. Aber in diesem Moment ist es genau das, was ich brauche. Und ich schäme mich nicht dafür.
Was sagen die anderen?
Ich habe natürlich auch schon versucht, mir diese Angewohnheit abzugewöhnen. Meine Mutter hat mich schon als Kind ermahnt. Meine Freunde ziehen mich deswegen auf. Und meine Kollegen schauen mich manchmal mit einem fragenden Blick an. Aber was soll ich sagen? Ich bin resistent gegen jegliche Form der Kritik. Meine Nase und ich, wir sind ein Team. Wir stehen das gemeinsam durch.
Und ganz ehrlich, ich finde es sogar ein bisschen amüsant, die Reaktionen der anderen zu beobachten. Manche sind angewidert, manche sind neugierig, und manche sind einfach nur verwirrt. Aber egal was sie denken, ich lasse mich nicht beirren.
Vielleicht sollte ich mir ein T-Shirt drucken lassen. Mit dem Aufdruck: "Ja, ich fasse an meine Nase. Na und?"
Ich glaube, das wäre ein echter Verkaufsschlager!
Also, was lernen wir daraus? Fasst an eure Nasen! Lebt eure Macken aus! Und steht dazu, wer ihr seid. Auch wenn es bedeutet, dass ihr ständig an eurer Nase herumfummelt. Es ist euer Leben, eure Nase, eure Entscheidung.
Und wenn jemand etwas dagegen hat, dann sagt ihm einfach: "Lass mich doch, ich mag meine Nase!"
Oder noch besser: Fasst einfach demonstrativ an eure Nase und zwinkert ihm zu. Das wird ihn garantiert zum Schweigen bringen.
In diesem Sinne: Auf die Nase! Und auf all die anderen kleinen Verrücktheiten, die uns zu dem machen, was wir sind.
Prost! (Und Entschuldigung, ich muss jetzt mal kurz... an meine Nase fassen.)
