Ich Freue Mich Auf Ihr Angebot Englisch
Ich liebe es, wenn ich eine E-Mail bekomme. Besonders von Firmen. Und noch viel mehr, wenn sie Deutsch können! Aber dann...
Das Drama beginnt: Die Englische Verabschiedung
Plötzlich, aus dem Nichts, taucht es auf. Am Ende einer ansonsten perfekten deutschen E-Mail. Die Verabschiedung. Genauer gesagt, die englische Verabschiedung. Meistens in Form von: "Ich freue mich auf Ihr Angebot Englisch." Warum?
Ein kleiner Exkurs: Warum auf Englisch?
Ich verstehe es ja. Globalisierung! Internationale Kommunikation! Wir sind alle Bürger der Welt! Blablabla. Aber trotzdem. Es fühlt sich... komisch an. So, als ob jemand mitten im "Tatort" auf einmal anfängt, Shakespeare zu zitieren. Verwirrend, oder?
Es ist wie mit dem Döner. Ich liebe Döner. Aber wenn der Dönerverkäufer plötzlich anfängt, mir Sushi anzubieten, bin ich irritiert. "Ich wollte doch nur einen Döner!" rufe ich dann innerlich.
Und genau so geht es mir mit "Ich freue mich auf Ihr Angebot Englisch". Ich dachte, wir sprechen Deutsch? War das alles eine Lüge?
Unpopuläre Meinung: Wir können das besser!
Hier kommt meine unpopuläre Meinung: Lasst uns doch einfach auf Deutsch bleiben! Wir haben so schöne Verabschiedungen!
Warum nicht einfach:
- "Mit freundlichen Grüßen," (Der Klassiker. Immer gut.)
- "Ich bin gespannt auf Ihr Angebot," (Klingt doch nett!)
- "Ich erwarte Ihr Angebot mit Interesse," (Ein bisschen förmlicher, aber trotzdem Deutsch!)
Versteht mich nicht falsch. Ich habe nichts gegen Englisch. Ich spreche es sogar selbst! Aber in einer deutschen E-Mail? Da ist es wie... Ketchup auf der Sachertorte. Irgendwie passt es nicht.
Die Psychologie dahinter: Die Angst vor der Direktheit
Vielleicht ist es auch die Angst vor der Direktheit. "Ich freue mich auf Ihr Angebot" klingt so... fordernd. Vielleicht denken die Leute, dass "Looking forward to your offer" ein bisschen weniger aggressiv klingt? Ich weiß es nicht.
Aber ist es wirklich so schlimm, direkt zu sein? Wir sind doch Deutsche! Wir lieben die Direktheit! Oder zumindest sagen wir das...
Ein bisschen Humor muss sein!
Stellt euch mal vor, wir würden das konsequent durchziehen! Jeder Satz, der irgendwie "professioneller" klingen soll, wird ins Englische übersetzt! "Sehr geehrte Damen und Herren, looking forward to a positive business relationship." Klingt doch... absurd, oder?
Ich weiß, ich übertreibe. Aber manchmal muss man die Dinge ein bisschen überspitzen, um den Punkt klar zu machen.
Mein Fazit (auf Deutsch, natürlich!)
Also, liebe Firmen, liebe E-Mail-Schreiber, liebe Menschen da draußen: Lasst uns doch einfach ein bisschen mehr Deutsch in unseren deutschen E-Mails wagen! Lasst uns unsere schönen deutschen Verabschiedungen wiederentdecken!
Es wäre ein kleines, aber feines Zeichen für mehr Authentizität und weniger unnötigen Anglizismen im deutschen Geschäftsleben.
Und falls ihr euch jetzt fragt, wie ich diesen Artikel beende? Ganz einfach:
Mit freundlichen Grüßen!
P.S. Sollte ich jemanden mit diesem Artikel auf die Füße getreten haben: Es tut mir leid. Aber "I am looking forward to your understanding". (Ups, ich konnte es doch nicht lassen!)
