Ich Habe Ein Glas Voll Dreck 10 Stunden
Ich habe etwas zu gestehen. Es geht um mein Wochenende. Und ein Glas. Voller Dreck. Ja, wirklich.
Zehn Stunden. So lange habe ich ein Glas voll Dreck…beschäftigt. Klingt komisch? Ist es wahrscheinlich auch. Aber hört mir zu!
Jeder hat doch so seine Macken, oder? Die eine Person sortiert ihre Socken nach Farben des Regenbogens. Der nächste redet mit seinen Zimmerpflanzen. Ich? Nun, ich habe ein Glas voll Dreck. Und ich betrachte es stundenlang.
Meine Zeit mit dem Dreck
Samstagmorgen. Kaffee dampft. Zeitung liegt bereit. Und da steht es: Das Glas. Gefüllt mit Dreck. Nicht irgendein Dreck. Speziell ausgewählter Dreck. Erde aus dem Garten, ein bisschen Sand, ein paar Kieselsteinchen. Perfekt.
Die Zeitung? Die bleibt liegen. Der Kaffee wird kalt. Denn was gibt es Besseres, als stundenlang in ein Glas Dreck zu starren? Fragt mich bloß nicht, ich weiß es selbst nicht genau. Aber es ist…beruhigend.
Man könnte sagen, es ist meine ganz persönliche Form der Meditation. Andere starren auf einen Teich voller Kois. Ich auf ein Glas voller Erde. Ist doch eigentlich das Gleiche, oder?
Am Nachmittag, wenn die Sonne scheint, sieht der Dreck ganz anders aus. Die Kiesel glitzern. Die Erde wirkt tiefer, dunkler. Fast schon…majestätisch. Okay, vielleicht übertreibe ich. Aber ein bisschen.
Sonntag das Gleiche. Nur mit anderem Kaffee. Und vielleicht einem Stück Kuchen. Denn auch Dreck kann man besser mit Kuchen betrachten. Das ist wissenschaftlich erwiesen. Wahrscheinlich.
Unbeliebte Meinung? Vielleicht!
Ich weiß, was ihr denkt. „Die spinnt doch! Zehn Stunden Dreck gucken? Das ist doch Zeitverschwendung!“
Mag sein. Aber was ist schon Zeitverschwendung? Ist es Zeitverschwendung, Serien zu bingen? Ist es Zeitverschwendung, stundenlang durch Instagram zu scrollen? Ist es Zeitverschwendung, über politische Kommentare in sozialen Netzwerken zu streiten?
Ich sage: Nein. Alles ist erlaubt. Solange es dich glücklich macht. Und mich macht es glücklich, in ein Glas Dreck zu starren. Zumindest für zehn Stunden am Wochenende.
Vielleicht sollte ich es mal mit einem zweiten Glas probieren. Für noch mehr…Dreck-Vielfalt.
Ich weigere mich zu glauben, dass ich die Einzige bin. Da draußen muss es doch noch andere geben, die heimlich ihre Freude an ungewöhnlichen Dingen finden. An Dingen, die andere vielleicht belächeln würden. Aber hey, so what?
Lasst uns unsere seltsamen Hobbys feiern! Lasst uns zugeben, dass wir alle ein bisschen verrückt sind. Und lasst uns öfter mal in ein Glas Dreck gucken. Vielleicht entdecken wir ja etwas Neues. Über uns selbst. Oder über die faszinierende Welt des Erdreichs.
Ich gehe jetzt. Mein Glas ruft. Bis bald!
"Das Glas voller Dreck ist mein Zen-Garten." - Unbekannte Quelle (Wahrscheinlich ich)
Und was machst du so am Wochenende, dass andere für verrückt halten würden?
P.S. Ich habe angefangen, den Dreck zu benennen. Der größte Kieselstein heißt jetzt Günther.
