Ich Hasse Silvester Da Saufen Auch Die
Ich hasse Silvester. Ja, ich habe es gesagt. Und wahrscheinlich denken jetzt einige: "Oh nein, nicht schon wieder so ein Silvester-Grinch!" Aber hört mir zu. Es ist nicht so, dass ich Freude hasse. Oder Partys. Oder...na gut, vielleicht hasse ich ein bisschen Konfetti. Aber das ist eine andere Geschichte.
Es geht um den ganzen Zirkus drumherum. Der Druck! Der übertriebene Hype! Als ob man an diesem einen Abend sein gesamtes Jahr auf magische Weise perfekt machen müsste. Das ist doch Quatsch, oder?
Die Vorbereitung: Ein Albtraum in Glitzer
Schon Wochen vorher beginnt der Wahnsinn. "Was machst du an Silvester?" Eine Frage, die gefühlt öfter gestellt wird als "Wie geht es dir?". Und die Antwort muss natürlich episch sein. Bloß nicht zugeben, dass man vielleicht einfach nur gemütlich auf der Couch liegen will. Das wäre ja ein gesellschaftlicher Fauxpas erster Güte!
Dann die ewige Suche nach dem perfekten Outfit. Glitzer, Pailletten, Samt... als ob man zu einer königlichen Audienz geladen wäre. Und wehe dem, der es wagt, etwas Bequemes zu tragen! Stil vor Substanz, lautet die Devise. Meine Füße weinen schon beim Gedanken an High Heels.
Die Knallerei: Lärmbelästigung Deluxe
Okay, ich gebe zu, Feuerwerk kann schön sein. Kurz. Sehr kurz. Aber die halbe Nacht mit ohrenbetäubendem Lärm verbracht zu haben, ist einfach nur anstrengend. Und die ganzen Hunde, Katzen und Wildtiere erst! Ich glaube, die haben Silvester auch nicht so gern.
Und mal ehrlich: Brauchen wir wirklich Raketen, um das neue Jahr zu begrüßen? Reicht nicht ein einfaches "Hallo"?
"Da saufen auch die..." - Die Wahrheit über Silvester
Kommen wir zum eigentlichen Grund meiner Abneigung: "Da saufen auch die...". Ja, ich weiß, das klingt furchtbar pauschalisierend. Aber Hand aufs Herz: Wie viele Leute kennst du, die an Silvester *nicht* über die Stränge schlagen?
Ich habe nichts gegen ein Gläschen Sekt. Oder zwei. Oder vielleicht auch drei. Aber die Massen-Besäufnisse, die man an Silvester so oft sieht, finde ich einfach nur peinlich. Und gefährlich. Stichwort: Raketen + Alkohol = schlechte Idee.
Es ist, als ob alle Hemmungen fallen. Plötzlich umarmen sich fremde Menschen auf der Straße, singen schiefe Lieder und wünschen sich ein "frohes Neues". Alles nett gemeint, aber irgendwie auch... unecht.
Ich vermute, es geht um den Versuch, den Druck, perfekt ins neue Jahr zu starten, zu kompensieren. Mit Alkohol.
Die Katerstimmung am Neujahrstag: Der Tag danach
Und dann kommt der 1. Januar. Der Tag, an dem die meisten Leute mit Kopfschmerzen, Übelkeit und einem vagen Gefühl der Scham aufwachen. Der Tag, an dem die guten Vorsätze schon gebrochen werden, bevor der Kaffee fertig ist.
Der Tag, an dem die Straßen aussehen, als hätte eine Müll-Apokalypse stattgefunden. Überall liegen leere Flaschen, zerfetzte Raketen und Konfettireste.
Ich sage es nochmal: Ich hasse Silvester.
Die Alternative: Ein ruhiger Abend
Also, was mache ich stattdessen? Ich mache es mir gemütlich. Mit einem guten Buch, einem leckeren Essen und vielleicht einem Film. Ohne Druck, ohne Hype, ohne Massenbesäufnisse.
Und wenn dann um Mitternacht die Kirchenglocken läuten, stoße ich ganz entspannt mit einem Glas Wasser auf das neue Jahr an. Weil ich weiß, dass die Magie des Lebens nicht von einem einzigen Abend abhängt. Sondern von den vielen kleinen Momenten, die wir jeden Tag erleben.
Und vielleicht, ganz vielleicht, zünde ich eine Wunderkerze an. Aber nur, wenn niemand hinsieht.
Also, wenn ihr mich sucht: Ich bin auf der Couch. Mit einer Decke, einem Buch und einer Tasse Tee. Und ich wünsche euch allen ein frohes Neues! Egal, wie ihr es verbringt.
