Ich Male Mir Den Winter Josef Guggenmos
Hallo liebe Reisefreunde! Heute möchte ich euch mit auf eine ganz besondere Reise nehmen, eine Reise in die Welt der Kindheit, der Poesie und der winterlichen Fantasie. Es geht um das Gedicht "Ich male mir den Winter" von Josef Guggenmos, ein kleines Meisterwerk, das mich seit meiner Schulzeit begleitet und mir jedes Jahr aufs Neue ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Aber keine Sorge, es wird keine trockene Gedichtanalyse! Stattdessen möchte ich euch erzählen, wie dieses Gedicht meine Sicht auf den Winter verändert hat und wie es vielleicht auch eure verändern kann.
Vielleicht kennt ihr das Gedicht sogar. Es ist recht einfach, fast schon kindlich, aber gerade darin liegt seine Genialität. Es beschreibt, wie man sich den Winter selbst gestalten kann, wenn der echte Winter mal wieder auf sich warten lässt oder einfach nur grau und trist daherkommt. Es ist eine Einladung, die eigene Kreativität zu nutzen, um die kalte Jahreszeit mit Farbe und Freude zu füllen.
Meine erste Begegnung mit dem Gedicht
Ich erinnere mich noch genau an den Tag, als unsere Deutschlehrerin, Frau Müller, das Gedicht zum ersten Mal vorlas. Es war November, der Himmel hing bleigrau über der Stadt und die Stimmung in der Klasse war dementsprechend gedrückt. Frau Müller aber, mit ihrer warmen Stimme und dem verschmitzten Lächeln, hauchte dem Gedicht Leben ein. Plötzlich sah ich vor meinem inneren Auge Schneeflocken tanzen, rote Bäckchen lachender Kinder und glitzernde Eiszapfen an den Dächern. Es war, als hätte sie einen Schalter umgelegt und mir gezeigt, dass der Winter mehr sein kann als nur Kälte und Dunkelheit.
Das Gedicht selbst ist kurz, aber voller bildhafter Sprache. Es beginnt mit den Worten: "Ich male mir den Winter, / mit Farben hell und rein." Schon diese ersten Zeilen sind wie ein Versprechen, ein Versprechen, dass wir die Macht haben, unsere eigene Realität zu erschaffen. Und dann folgt eine Aufzählung von Dingen, die den Winter bunt und fröhlich machen: "Die Bäume weiß und stumm, / die Dächer rot wie Blut, / die Fenster gelb wie Honig, / das Eis so blank und gut."
Die Magie der Farben
Was mich an dem Gedicht so fasziniert, ist die Art und Weise, wie Guggenmos mit Farben spielt. Er wählt Farben, die eigentlich Gegensätze sind, aber in seiner Vorstellung eine harmonische Einheit bilden. Das Rot der Dächer, das Gelb der Fenster, das Weiß der Bäume – all das ergibt ein lebendiges und warmes Bild, das im Kontrast zur kalten Jahreszeit steht. Es ist, als würde er sagen: "Auch wenn es draußen grau ist, können wir uns unsere eigene bunte Welt erschaffen."
Ich erinnere mich, wie ich als Kind versucht habe, das Gedicht nachzumalen. Ich nahm meine Buntstifte und versuchte, die Farben so leuchtend und intensiv wie möglich aufs Papier zu bringen. Es war gar nicht so einfach, wie es sich anhörte, aber es hat unglaublich Spaß gemacht. Und jedes Mal, wenn ich fertig war, hatte ich das Gefühl, ein Stück Winter selbst erschaffen zu haben.
Der Winter als Inspiration für Reisen
Und genau diese Erfahrung hat mich auch später bei meinen Reisen begleitet. Ich habe gelernt, den Winter mit anderen Augen zu sehen, nicht nur als eine Zeit der Entbehrung, sondern auch als eine Zeit der Schönheit und der Inspiration. Ich habe gelernt, die kleinen Dinge zu schätzen, die das Gedicht beschreibt: den Schnee, der die Landschaft in ein glitzerndes Weiß taucht, die warmen Lichter, die aus den Fenstern scheinen, und die gemütliche Atmosphäre, die in den Häusern herrscht.
Der Winter ist eine fantastische Jahreszeit, um zu reisen! Es gibt so viele Möglichkeiten, die kalte Jahreszeit zu genießen. Denkt an die verschneiten Alpen, wo man Ski fahren, rodeln oder einfach nur wandern kann. Oder an die Weihnachtsmärkte in Deutschland, Österreich und der Schweiz, wo man Glühwein trinken, Lebkuchen essen und sich von der festlichen Stimmung verzaubern lassen kann. Oder an die Nordlichter in Skandinavien, die den Himmel in ein atemberaubendes Farbenspiel verwandeln.
Ich erinnere mich an eine Reise nach Norwegen, wo ich die Nordlichter zum ersten Mal live gesehen habe. Es war ein unvergessliches Erlebnis. Der Himmel war voller tanzender grüner, violetter und roter Lichter, und ich stand einfach nur da und staunte. Es war, als würde sich das Gedicht von Josef Guggenmos vor meinen Augen materialisieren, nur in einer noch viel größeren und überwältigenderen Dimension.
Meine Reisetipps für einen "Guggenmos-Winter"
Wenn ihr also auf der Suche nach Inspiration für eure nächste Winterreise seid, dann lasst euch doch einfach mal von dem Gedicht "Ich male mir den Winter" inspirieren. Hier sind ein paar Ideen, wie ihr das Gedicht in eure Reiseplanung integrieren könnt:
- Besucht einen Weihnachtsmarkt: Taucht ein in die festliche Atmosphäre, genießt die bunten Lichter, den Duft von Glühwein und Lebkuchen und lasst euch von der weihnachtlichen Musik verzaubern.
- Macht eine Schneewanderung: Erkundet die verschneite Landschaft zu Fuß oder mit Schneeschuhen und genießt die Stille und die Schönheit der Natur.
- Besucht ein gemütliches Café: Wärmt euch bei einer Tasse heißer Schokolade oder einem Glühwein auf und beobachtet das bunte Treiben draußen.
- Gestaltet euren eigenen "Guggenmos-Winter": Nehmt ein Skizzenbuch und Stifte mit und malt oder zeichnet eure Eindrücke von der Winterlandschaft.
- Probiert regionale Spezialitäten: Jede Region hat ihre eigenen winterlichen Köstlichkeiten. Lasst euch überraschen und genießt die Vielfalt der Geschmäcker.
Und vergesst nicht, die kleinen Dinge zu schätzen, die den Winter so besonders machen: den Duft von frisch gebackenem Brot, das Knistern des Kaminfeuers, das Lachen von spielenden Kindern im Schnee. All das sind Momente, die uns Freude bereiten und uns den Winter mit anderen Augen sehen lassen.
Ich hoffe, ich konnte euch mit meiner kleinen Gedicht-Reise inspirieren. Lasst uns den Winter gemeinsam mit offenen Augen und einem Lächeln im Gesicht erleben! Und wer weiß, vielleicht entdeckt ihr ja auch euer eigenes kleines Meisterwerk in der kalten Jahreszeit.
"Ich male mir den Winter, / mit Farben hell und rein." – Josef Guggenmos
Bis zum nächsten Mal und eine wundervolle Winterzeit!
