Ich Wiege 100 Kg Und Will Abnehmen
Okay, Leute, mal ehrlich. Ich wiege 100 kg. Ja, hundert. Steht auf der Waage. Groß und deutlich. Und, Überraschung, Überraschung: Ich will abnehmen.
Das ist jetzt keine bahnbrechende Neuigkeit, oder? Gefühlt will das doch die Hälfte der Menschheit ständig. Die andere Hälfte verkauft uns das "Wie" dazu. Aber hey, ich bin ehrlich: manchmal ist es einfach nur... anstrengend.
Ich habe das Gefühl, es gibt zwei Lager. Die, die morgens um 5 aufstehen, um vor der Arbeit noch einen Marathon zu laufen. Und die, die um 5 Uhr morgens nochmal die Snooze-Taste drücken. Ratet mal, zu welcher Gruppe ich eher tendiere?
Diäten: Ein Minenfeld der Möglichkeiten (und Verbote)
Ach ja, Diäten. Da fängt der Spaß ja erst richtig an! Low Carb? Keto? Intermittierendes Fasten? Paleo? Klingt alles wie Namen von seltenen Dinosauriern. Oder vielleicht von irgendwelchen komischen sektenartigen Ernährungsformen, bei denen man nur noch grüne Smoothies trinken darf.
Versteht mich nicht falsch. Ich finde es super, wenn jemand eine Diät findet, die für ihn oder sie funktioniert. Aber ich gestehe: Ich habe noch nicht DIE Diät gefunden. Vielleicht, weil DIE Diät, bei der man Schokolade essen und trotzdem abnehmen kann, noch nicht erfunden wurde?
Sport: Hassliebe auf zwei Beinen (oder im Fitnessstudio)
Sport… Ein schwieriges Thema. Ich weiß, es ist gesund. Ich weiß, es ist wichtig. Aber es ist eben auch… Sport. Und manchmal ist die Couch einfach verlockender. Sagen wir mal so: Ich habe eine sehr enge Beziehung zu meiner Couch aufgebaut. Eine sehr, sehr enge.
Klar, ich gehe mal ins Fitnessstudio. Oder mache einen Spaziergang. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass ich jemals einen Triathlon gewinne, tendiert gegen Null. Ich bin eher der Typ für "gemütliches Wandern mit Picknickpause". Das zählt doch auch, oder? Ein bisschen Bewegung an der frischen Luft. Und dann Kuchen!
Es gibt ja auch diese Leute, die vom Joggen schwärmen. "Das ist so befreiend! Man fühlt sich danach so gut!" Ja, vielleicht. Aber ich fühle mich danach meistens nur… müde. Und hungrig. Und leicht genervt.
Die Wahrheit: Es ist ein Marathon, kein Sprint
Ich glaube, der springende Punkt ist: Es geht nicht darum, in zwei Wochen 10 Kilo abzunehmen. Es geht darum, langfristig etwas zu verändern. Kleine Schritte, die man auch wirklich durchhalten kann.
Vielleicht ist es einfach nur, öfter mal die Treppe statt den Aufzug zu nehmen. Oder statt der riesigen Pizza zwei Stück weniger zu essen. Oder statt des Feierabendbieres eine Runde spazieren zu gehen. (Okay, vielleicht nicht statt dem Bier. Sondern vor dem Bier. Oder nach dem Bier. Ihr versteht, worauf ich hinaus will.)
Und hey, es ist okay, wenn man mal einen schlechten Tag hat. Wenn man sich doch die ganze Tafel Schokolade reinhaut. Wenn man den ganzen Tag auf der Couch verbringt und Netflix schaut. Morgen ist ein neuer Tag. Und vielleicht gibt es ja morgen gesunde Lasagne. Das ist doch ein Kompromiss, mit dem ich leben kann.
Man muss sich das Leben ja auch schön machen, oder?
Also, ja. Ich wiege 100 kg und will abnehmen. Aber ich will es auf meine Art tun. Ohne mich zu quälen. Ohne mich zu verbieten. Mit Humor und mit Genuss. Und vielleicht, nur vielleicht, schaffe ich es ja irgendwann, unter die magische 90-Kilo-Marke zu kommen. Oder auch nicht. Hauptsache, ich fühle mich wohl in meiner Haut. Und ab und zu mal eine Pizza ist doch auch erlaubt, oder?
Und wenn nicht, dann habe ich wenigstens eine gute Ausrede, um mir eine größere Hose zu kaufen. Prost!
Vielleicht ist die beste Diät einfach, sich selbst zu akzeptieren, so wie man ist. Mit allen Kurven und Dellen. Mit allen Vorlieben und Schwächen. Und mit dem Wissen, dass das Leben zu kurz ist, um sich ständig über Essen zu ärgern.
