Ihk Mündliche Prüfung Kauffrau Für Büromanagement 2020
Es war einmal, im fernen Jahr 2020… eine Zeit, in der die Welt Kopf stand. Eine Zeit, in der *Klarsichthüllen* und *Locher* zu den letzten Bastionen der Normalität gehörten. Eine Zeit, in der junge Menschen, bewaffnet mit Stiften und Notizblöcken, sich der ultimativen Herausforderung stellten: der mündlichen Prüfung zur Kauffrau für Büromanagement vor der IHK.
Stell dir vor: Du stehst da, nervös wie ein Eichhörnchen vor einer Autobahn, und sollst innerhalb von gefühlt zwei Minuten ein Projekt präsentieren, an dem du monatelang gearbeitet hast. Und dann sind da noch die Prüfer! Oft gestrenge Gesichter, die sich hinter Aktenbergen verstecken und dich mit Fragen löchern, als ob du ein Schweizer Käse wärst.
Was viele nicht wissen: Hinter diesen gestrengen Gesichtern verbergen sich oft Menschen mit einem trockenen Humor, der erst dann zum Vorschein kommt, wenn der Kandidat so richtig ins Schwitzen gerät. Eine Kandidatin erzählte mir neulich, dass sie bei der Frage nach der optimalen Archivierung von Kundenakten plötzlich ein Bild von einer Katze im Karton vor Augen hatte. Sie musste sich wirklich zusammenreißen, nicht loszulachen! Anstatt "alphabethisch" zu antworten, wäre ihr fast ein "miauuu!" herausgerutscht.
Die Tücken der Technik
Gerade im Jahr 2020, als plötzlich alles virtuell wurde, erlebten viele angehende Büro-Profis unfreiwillig komische Momente. Präsentationen, die nicht laden wollten, Mikrofone, die streikten, und Hintergründe, die zeigten, dass die Wohnung eigentlich dringend mal wieder aufgeräumt werden müsste. Eine angehende Kauffrau berichtete mir, wie ihr Kater während ihrer Präsentation beschloss, den Laptop als gemütlichen Schlafplatz zu nutzen. Sie versuchte verzweifelt, ihn wegzuschieben, während die Prüfer nur fragend die Stirn runzelten.
Manchmal half nur noch improvisieren. Einem Kandidaten, dessen Präsentation nicht funktionieren wollte, fiel glücklicherweise ein altes Flipchart ein, das er im Keller gefunden hatte. Er zeichnete kurzerhand die wichtigsten Punkte mit einem Edding auf und rettete so die Situation. "Es war wie zurück in der Steinzeit", lachte er später. "Aber Hauptsache, ich habe bestanden!"
Zwischen Fachwissen und Blackout
Es ist der Albtraum jedes Prüflings: Der Blackout. Man steht da, die Frage ist eigentlich ganz einfach, aber im Kopf herrscht gähnende Leere. Wie war das noch mit der *Umsatzsteuer*? Und was ist eigentlich der Unterschied zwischen *Inventur* und *Inventar*? In solchen Momenten hilft nur noch eins: Tief durchatmen und versuchen, sich an irgendetwas zu erinnern, das entfernt mit dem Thema zu tun hat.
Ein Kandidat erzählte mir, dass er bei der Frage nach den Aufgaben eines Personalreferenten plötzlich an seinen eigenen Job im Supermarkt denken musste. Er redete dann irgendwas davon, dass man ja auch Mitarbeiter einteilen und motivieren muss, und dass es wichtig ist, dass alle pünktlich zur Arbeit kommen. Irgendwie hat es funktioniert! Die Prüfer nickten zustimmend, und er kam mit einem blauen Auge davon.
Die Macht der kleinen Gesten
Die mündliche Prüfung ist aber nicht nur eine Zeit der Angst und des Stresses, sondern auch eine Zeit der kleinen, menschlichen Gesten. Eine Prüferin erzählte mir, dass sie einmal einem sichtlich nervösen Kandidaten vor der Prüfung ein Glas Wasser angeboten hat. Das Eis war gebrochen, und der Kandidat konnte sich entspannen und sein Wissen zeigen. "Manchmal reicht eine kleine Geste, um einen Menschen zu beruhigen", sagte sie. "Schließlich wollen wir ja auch nur, dass die Kandidaten zeigen, was sie können."
Eine andere Anekdote handelte von einem Prüfer, der einem Kandidaten nach der Prüfung gratulierte und ihm sagte, dass er das Zeug dazu habe, ein großartiger Büro-Manager zu werden. Der Kandidat war so gerührt, dass er ihm fast um den Hals gefallen wäre. "Das war der schönste Moment meiner Ausbildung", sagte er später. "In diesem Moment wusste ich, dass sich all die Mühe gelohnt hat."
"Die IHK-Prüfung ist wie eine Achterbahnfahrt: Aufregend, nervenaufreibend, aber am Ende unheimlich befriedigend."
Und so endete für viele angehende Kaufleute für Büromanagement im Jahr 2020 diese aufregende Reise. Sie haben gelernt, dass man auch in schwierigen Situationen einen kühlen Kopf bewahren kann, dass Humor eine wichtige Waffe gegen den Stress ist und dass manchmal die kleinen Gesten den größten Unterschied machen. Und vielleicht, ganz vielleicht, haben sie auch gelernt, dass das Leben als Büro-Profi gar nicht so langweilig ist, wie man denkt.
Denn mal ehrlich: Wer kann schon von sich behaupten, dass er schon mal versucht hat, einen Kater von einem Laptop zu schieben, während er von gestrengen Prüfern beurteilt wird?
