Im Parlament Steht Der Begriff Opposition Für
Im Parlament, da geht's ja zu. Reden, Anträge, Abstimmungen. Aber was bedeutet eigentlich dieses "Opposition"? Mal ehrlich, klingt irgendwie nach "wir sind dagegen!" Und, liebe Freunde, ist es das nicht auch?
Die Spaßbremsen der Nation?
Okay, vielleicht nicht immer. Aber oft genug denke ich mir, die Opposition ist die Partei, die grundsätzlich "Nein!" schreit. Egal was die Regierung vorschlägt. Neue Brücke? "Zu teuer!" Steuersenkung? "Soziale Ungerechtigkeit!" Mehr Kitaplätze? "Wer soll das bezahlen?"
Ich weiß, das ist gemein. Aber Hand aufs Herz: Haben wir nicht alle schon mal so gedacht? Die Opposition ist wie der Miesepeter auf dem Kindergeburtstag. Derjenige, der immer was zu meckern hat.
Ein notwendiges Übel?
Aber Moment mal! Ist die Opposition wirklich nur nervig? Oder hat sie vielleicht doch einen Sinn? Tief durchatmen. Okay, ich gestehe: Sie hat einen Sinn. Sogar einen wichtigen.
Denn wer, wenn nicht die Opposition, hält die Regierung auf Trab? Wer stellt kritische Fragen? Wer deckt Skandale auf? Wer erinnert daran, dass es auch andere Meinungen gibt?
Die Opposition ist wie der innere Schweinehund. Manchmal nervt er, aber ohne ihn würden wir doch alle nur faul auf dem Sofa rumliegen, oder?
Nehmen wir mal an, die Regierung will ein neues Gesetz durchboxen. Und die Opposition sagt: "Halt! Stopp! Habt ihr auch an die Auswirkungen für kleine Unternehmen gedacht? Oder für Familien mit Kindern?" Dann ist das doch gut, oder?
Die Kunst des Dagegenseins
Opposition sein ist also gar nicht so einfach. Es ist mehr als nur "Nein!" zu sagen. Es ist die Kunst, konstruktiv zu widersprechen. Es ist die Fähigkeit, Alternativen aufzuzeigen. Und, ganz wichtig, es ist die Pflicht, die Regierung zur Rechenschaft zu ziehen.
Aber, und jetzt kommt mein unpopuläre Meinung: Manchmal wünsche ich mir, die Opposition würde sich nicht nur aufs Dagegensein konzentrieren. Sondern auch mal sagen: "Hey, das ist eigentlich eine gute Idee. Da machen wir mit!"
Stellt euch vor: Die Regierung schlägt vor, mehr in Bildung zu investieren. Und die Opposition sagt: "Super! Aber wir haben noch ein paar Verbesserungsvorschläge!" Wäre das nicht fantastisch? Ein bisschen weniger Grabenkämpfe, ein bisschen mehr Zusammenarbeit.
Klar, Politik ist kein Ponyhof. Und die verschiedenen Parteien haben nun mal unterschiedliche Ansichten. Aber vielleicht, nur vielleicht, könnten sie sich manchmal ein bisschen mehr darauf konzentrieren, was sie verbindet, anstatt nur darauf, was sie trennt.
Mehr Einigkeit, bitte!
Ich weiß, ich weiß. Ich bin ein Träumer. Aber träumen darf man ja wohl noch. Und vielleicht, irgendwann, leben wir in einer Welt, in der die Opposition nicht nur für "Dagegen!" steht, sondern auch für "Mitgestalten!"
Bis dahin bleiben sie eben die Spaßbremsen der Nation. Aber Spaßbremsen, die wir brauchen. Denn ohne sie würden wir wahrscheinlich alle ungebremst in den Abgrund rasen. Und das will ja nun wirklich niemand.
Also, liebe Opposition: Macht weiter so. Aber denkt auch mal darüber nach, ob es nicht manchmal besser wäre, mitzuspielen, anstatt immer nur am Spielfeldrand zu stehen und zu kritisieren. Und liebe Regierung: Hört auf die Opposition. Auch wenn es schwerfällt. Denn vielleicht haben sie ja doch mal Recht.
Denn am Ende des Tages wollen wir doch alle das Gleiche: Ein besseres Land. Oder nicht?
„Opposition ist die Würze des Parlaments.“ – Ein weiser Mensch (wahrscheinlich).
Und mal ehrlich, ohne Würze schmeckt das Essen doch auch nur halb so gut, oder?
