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Immanuel Kant Was Ist Aufklärung


Immanuel Kant Was Ist Aufklärung

Hallo liebe Reisefreunde und Kulturinteressierte! Heute entführe ich euch auf eine etwas andere Art von Reise – eine gedankliche Reise ins 18. Jahrhundert, genauer gesagt, ins Königsberg des Immanuel Kant. Nein, keine Sorge, wir werden nicht an den Pregel starren (obwohl das auch seinen Reiz hat!), sondern uns mit einem seiner berühmtesten Essays beschäftigen: "Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung?". Klingt staubtrocken? Lasst euch überraschen! Ich verspreche euch, es wird spannender, als ihr denkt, und vielleicht findet ihr darin sogar eine neue Perspektive für eure eigenen Reisen und Entdeckungen.

Stellt euch vor: Königsberg im Jahr 1784. Die Stadt pulsiert, aber unter der Oberfläche brodelt es. Die Aufklärung ist in vollem Gange, eine Bewegung, die das Denken der Menschen verändern will. Kant, ein unscheinbarer Professor, der angeblich so pünktlich war, dass die Königsberger ihre Uhren nach ihm stellten, nimmt sich dieser Frage an. Er wurde, wie viele andere Gelehrte, durch eine öffentliche Ausschreibung der Berlinischen Monatsschrift dazu angeregt, seine Gedanken zum Thema Aufklärung zu formulieren.

"Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!"

Was Kant dann niederschrieb, ist alles andere als eine trockene Definition. Es ist ein leidenschaftlicher Aufruf zur Selbstverantwortung. Er beginnt mit dem berühmten Satz: "Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit." Unmündigkeit? Was meint er damit? Ganz einfach: die Unfähigkeit, sich seines eigenen Verstandes ohne die Leitung eines anderen zu bedienen. Stellt euch vor, ihr lasst euch bei eurer Reiseplanung komplett von einem Reiseführer leiten, ohne selbst zu recherchieren, ohne euch zu fragen, was *euch* wirklich interessiert. Das wäre Unmündigkeit im übertragenen Sinne.

Kant erklärt weiter, dass diese Unmündigkeit oft selbstverschuldet ist. Warum? Weil es uns an Mut und Entschlossenheit fehlt, selbst zu denken. Es ist bequemer, sich auf Autoritäten zu verlassen, auf das, was uns gesagt wird. "Faulheit und Feigheit sind die Ursachen, warum ein so großer Teil der Menschen, nachdem sie die Natur längst von fremder Leitung freigesprochen (naturaliter maiorennes), dennoch gerne zeitlebens unmündig bleiben; und warum es Anderen so leicht wird, sich zu ihren Vormündern aufzuwerfen." Faulheit und Feigheit – harte Worte, aber Kant scheut sich nicht, Klartext zu reden.

Er vergleicht die Situation mit einem zahmen Haustier: "Es ist so bequem, unmündig zu sein. Habe ich ein Buch, das für mich Verstand hat, einen Seelsorger, der für mich Gewissen hat, einen Arzt, der für mich die Diät beurteilt usw., so brauche ich mich ja nicht selbst zu bemühen." Denkt darüber nach: Wie oft verlassen wir uns auf Apps, Google Maps und Reiseblogs (ja, auch diesen!), ohne uns wirklich mit dem Ort auseinanderzusetzen, den wir besuchen? Ohne uns zu fragen, was wir wirklich erleben wollen? Kant fordert uns auf, diese Komfortzone zu verlassen.

Der öffentliche und der private Vernunftgebrauch

Ein ganz wichtiger Aspekt in Kants Aufsatz ist die Unterscheidung zwischen dem öffentlichen und dem privaten Vernunftgebrauch. Der öffentliche Vernunftgebrauch ist der, den jemand als Gelehrter vor dem gesamten lesenden Publikum macht. Der private Vernunftgebrauch ist der, den jemand in einer bestimmten ihm anvertrauten bürgerlichen Stellung oder Amt von seiner Vernunft macht.

Kant argumentiert, dass der private Vernunftgebrauch eingeschränkt sein darf, ja sogar muss, um die Ordnung in der Gesellschaft zu gewährleisten. Ein Beamter, der seinen Dienst verrichtet, muss den Gesetzen und Anordnungen seines Amtes folgen, auch wenn er persönlich anderer Meinung ist. Aber als Gelehrter, der sich an die Öffentlichkeit wendet, hat er die Freiheit, seine Meinung frei zu äußern und Kritik zu üben. Das ist entscheidend für den Fortschritt der Aufklärung. Stellt euch vor, ein Lehrer, der seinen Schülern zwar den Lehrplan vermitteln muss (privater Vernunftgebrauch), aber gleichzeitig in Fachzeitschriften kritisch über die Qualität des Lehrplans schreiben darf (öffentlicher Vernunftgebrauch).

Kant betont, dass es nicht darum geht, die bestehende Ordnung zu stürzen. Er ist kein Revolutionär. Er glaubt an einen langsamen, aber stetigen Fortschritt durch Aufklärung. "Ein Zeitalter kann sich nicht verbünden und darauf schwören, das nächste in einen Zustand zu setzen, worin es ihm unmöglich sein müsste, seine Erkenntnisse (vornehmlich die so sehr nötigen) zu erweitern, sie von Irrtümern zu reinigen und überhaupt in der Aufklärung weiter zu schreiten." Jede Generation muss die Freiheit haben, selbst zu denken und zu urteilen.

Aufklärung als Prozess

Für Kant ist Aufklärung kein Zustand, den man einfach erreicht, sondern ein Prozess. Es ist ein lebenslanges Ringen um Erkenntnis und Selbstbestimmung. Er vergleicht es mit dem Wachsen eines Baumes: Es braucht Zeit, Geduld und die richtigen Bedingungen, um zu gedeihen.

Und was bedeutet das nun für uns Reisende? Ich denke, es bedeutet, unsere Reisen bewusster zu gestalten. Nicht nur Orte abhaken, sondern sich wirklich darauf einlassen. Sich fragen: Was lerne ich hier? Was berührt mich? Wie verändert diese Erfahrung meine Sicht auf die Welt?

Kant fordert uns auf, kritisch zu sein – gegenüber uns selbst, gegenüber den Informationen, die uns präsentiert werden, und gegenüber den vermeintlichen Autoritäten. Lasst euch nicht von vorgefertigten Meinungen und Klischees leiten. Sucht nach euren eigenen Erfahrungen, bildet euch euer eigenes Urteil. Und habt den Mut, eure Meinung zu äußern.

Ich hoffe, diese kleine gedankliche Reise nach Königsberg hat euch inspiriert. Denkt beim nächsten Mal, wenn ihr eine neue Stadt erkundet oder eine andere Kultur kennenlernt, an Kants Aufruf zur Selbstverantwortung. Seid neugierig, seid mutig, und habt den Mut, euch eures eigenen Verstandes zu bedienen! Denn das ist es, was wahre Aufklärung ausmacht – und was jede Reise zu einem unvergesslichen Erlebnis macht.

Bis zum nächsten Mal und viel Spaß beim Entdecken!

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