Immer Wenn Mein Frau Sagt Iss Was
Ach, meine Lieben, lasst mich euch eine Geschichte erzählen, eine Geschichte, die so vertraut ist wie der Duft von frisch gebackenem Brot und so universell wie die Liebe selbst. Es ist die Geschichte von “Immer wenn meine Frau sagt, iss was.” Ja, genau das. Ein Satz, der in unseren Ohren so oft klingt, dass er fast schon wie ein sanftes, liebevolles Summen im Hintergrund unseres Lebens ist. Aber hinter diesen simplen Worten verbirgt sich eine ganze Welt voller Fürsorge, kulinarischer Entdeckungen und, ganz ehrlich, manchmal auch ein kleiner Kampf.
Ich reise gerne, das wisst ihr ja. Und wenn ich unterwegs bin, versuche ich immer, mich so gut wie möglich in die lokale Kultur zu integrieren. Das bedeutet natürlich auch, die lokale Küche zu probieren! Von den dampfenden Nudelsuppen in Hanoi bis zu den würzigen Tacos in Mexiko-Stadt, ich liebe es, neue Geschmäcker zu entdecken und meinen Gaumen auf eine Abenteuerreise zu schicken. Aber wisst ihr, wer noch mehr liebt, dass ich diese kulinarischen Abenteuer erlebe? Meine Frau. Sie ist meine persönliche Reiseberaterin, mein moralischer Kompass und, vor allem, meine kulinarische Aufseherin.
Denn egal, wo wir sind oder was wir tun, ihre Besorgnis um mein Wohlergehen ist unerschütterlich. Und das äußert sich oft in diesem einen Satz: “Iss was!”
Es fing alles ganz harmlos an. Wir waren auf unserer ersten gemeinsamen Reise nach Italien. Rom, die ewige Stadt, hatte uns sofort in ihren Bann gezogen. Wir schlenderten durch die malerischen Gassen, bewunderten die beeindruckende Architektur und genossen das Dolce Vita. Aber nach ein paar Tagen hatte ich, ganz der typische Tourist, den Fehler gemacht, mich zu sehr auf das Sightseeing zu konzentrieren und das Essen ein wenig zu vernachlässigen. Ich wollte alles sehen, alles erleben, und dabei vergaß ich fast, die Energie aufzutanken.
Und dann kam der Satz: "Iss was! Du bist ja schon ganz blass!"
Ich muss zugeben, sie hatte Recht. Ich hatte mir nur schnell einen Kaffee und ein Panino zwischendurch gegönnt. Aber Rom ohne richtiges Essen? Das geht natürlich gar nicht! Also führte sie mich kurzerhand in eine kleine Trattoria abseits der Touristenpfade. Dort aßen wir hausgemachte Pasta mit frischen Tomaten und Basilikum, begleitet von einem Glas kräftigen Rotwein. Und plötzlich fühlte ich mich wie neu geboren. Die Energie kehrte zurück, und ich konnte die Schönheit Roms noch viel intensiver genießen. In diesem Moment begriff ich, dass meine Frau nicht nur auf mein leibliches Wohl achtete, sondern auch auf meine gesamte Reiseerfahrung.
Seitdem ist dieser Satz zu einem festen Bestandteil unserer Reisen geworden. Egal, ob wir in Marrakesch über den Souk schlendern, in Tokio Sushi essen oder in Patagonien wandern, immer wieder höre ich: "Iss was! Du brauchst doch Energie!" oder "Iss was! Du hast doch den ganzen Tag nichts Richtiges gegessen!"
Manchmal, gebe ich zu, bin ich genervt. Vor allem dann, wenn ich gerade einen riesigen Eisbecher verdrückt habe und sie mich auffordert, noch ein Stück Pizza zu essen. Aber tief im Inneren weiß ich, dass sie es nur gut meint. Sie sieht mich ja auch, wenn ich eigentlich hungrig bin, aber zu stolz, es zuzugeben. Oder wenn ich mich so in eine Sehenswürdigkeit vertieft habe, dass ich die Zeit vergesse und einfach nicht merke, dass mein Magen knurrt. Sie ist meine persönliche Magen-Uhr, immer darauf bedacht, dass ich ausreichend versorgt bin.
Und das ist es, was ihre Worte so besonders macht. Es ist nicht einfach nur eine Aufforderung, etwas zu essen. Es ist ein Ausdruck ihrer Liebe und Fürsorge. Es ist ein Zeichen dafür, dass sie sich um mich kümmert und möchte, dass ich mich wohlfühle. Es ist ein Reminder, dass ich nicht vergessen soll, mich selbst zu verwöhnen und die kleinen Freuden des Lebens zu genießen. Und ja, manchmal ist es auch einfach nur ein subtiler Hinweis darauf, dass ich nicht immer so wählerisch sein soll.
Neulich waren wir in Thailand. Die Straßenküchen von Bangkok sind ja bekanntlich ein wahres Paradies für Feinschmecker. Aber ich, der westeuropäisch geprägte Gaumen, war anfangs etwas skeptisch. Ich hatte Angst vor zu scharfem Essen und ungewöhnlichen Zutaten. Meine Frau aber, die mutige Entdeckerin, probierte alles Mögliche und ermutigte mich, es ihr gleichzutun. "Iss was! Das schmeckt doch lecker! Und du verpasst so viel!"
Und sie hatte Recht. Dank ihr traute ich mich, Dinge zu probieren, die ich sonst nie angerührt hätte. Ich entdeckte die köstlichen Aromen von Pad Thai, das feurige Curry und die exotischen Früchte. Ich lernte, dass man sich auch mal trauen muss, etwas Neues zu wagen, um wirklich etwas zu erleben. Und ich lernte, dass das beste Essen oft an den unscheinbarsten Orten zu finden ist.
Also, liebe Reisefreunde, wenn ihr das nächste Mal unterwegs seid und euch jemand sagt: "Iss was!", dann hört genau hin. Vielleicht ist es nur ein liebevoller Hinweis, dass ihr euch um euch selbst kümmern solltet. Vielleicht ist es aber auch eine Einladung zu einer kulinarischen Entdeckungstour, die ihr nie vergessen werdet. Und vielleicht ist es auch einfach nur der Wunsch, eure Reise gemeinsam zu genießen und unvergessliche Erinnerungen zu schaffen.
Denn Reisen ist mehr als nur das Besichtigen von Sehenswürdigkeiten. Es ist das Eintauchen in andere Kulturen, das Kennenlernen neuer Menschen und das Erleben neuer Geschmäcker. Und manchmal braucht man einfach jemanden, der einen daran erinnert, dass man nicht vergessen soll, etwas zu essen.
Also, was lernen wir daraus?
1. Hört auf eure Lieben:
Wenn jemand euch sagt: "Iss was!", dann ist das meistens ein Zeichen von Zuneigung und Fürsorge. Nehmt es an und lasst euch überraschen.
2. Seid mutig und probiert Neues:
Die Welt ist voll von köstlichen Gerichten, die darauf warten, von euch entdeckt zu werden. Traut euch, etwas Neues zu wagen und lasst euch von den Aromen anderer Kulturen verzaubern.
3. Vergesst nicht, euch selbst zu verwöhnen:
Reisen ist anstrengend. Gönnt euch ab und zu eine Pause und genießt ein leckeres Essen. Ihr habt es euch verdient!
4. Die besten kulinarischen Entdeckungen finden oft abseits der Touristenpfade statt:
Lasst euch von den Einheimischen beraten und entdeckt die versteckten kulinarischen Schätze eurer Reisedestination.
5. Und zu guter Letzt:
Vergesst nie, die Reise gemeinsam zu genießen und unvergessliche Erinnerungen zu schaffen. Und wenn meine Frau mir das nächste Mal sagt: "Iss was!", dann werde ich lächeln und ihr dankbar sein. Denn ich weiß, dass sie es nur gut meint. Und außerdem, wer kann schon einem guten Essen widerstehen?
Also, liebe Reisefreunde, packt eure Koffer, schnappt euch eure Liebsten und geht auf eine kulinarische Abenteuerreise. Und vergesst nicht: Immer wenn eure Frau sagt, "Iss was!", dann ist das vielleicht der Beginn eines unvergesslichen Erlebnisses.
