In Aller Freundschaft Auf Herz Und Nieren
Hand aufs Herz: Wer von euch guckt eigentlich noch regelmäßig In aller Freundschaft – Auf Herz und Nieren? Ich gestehe: Ich! Aber ich habe da so ein paar... sagen wir mal... unpopuläre Meinungen.
Klar, Dr. Roland Heilmann ist ein Fels in der Brandung. Aber mal ehrlich, ist er nicht ein bisschen... langweilig geworden? Er ist der ewige Gutmensch. Immer besonnen, immer korrekt. Wo bleibt denn da die Aufregung? Ich vermisse die Zeiten, als er noch ein bisschen mehr Kante hatte. Irgendwie ist er zu einem wandelnden Ratschlaggeber mutiert. Liebe Leute, ich will Drama, ich will Zoff!
Und dann ist da noch die Sache mit dem Sachsenklinik-Personal. Gefühlt hat jeder schon mal mit jedem geschlafen. Oder zumindest eine Affäre angefangen. Ist das wirklich ein Krankenhaus oder doch eher eine Dating-App mit OP-Saal? Ich meine, ich gönne ja jedem sein Liebesglück. Aber muss das wirklich so kompliziert sein? Manchmal habe ich das Gefühl, die medizinischen Fälle sind nur Beiwerk. Die eigentliche Serie ist "Wer knutscht als nächstes mit wem?"
Das ewige Hin und Her
Apropos Beziehungen: Diese On-Off-Beziehungen! Himmel, Arsch und Zwirn! Erst lieben sie sich abgöttisch, dann gibt es ein Missverständnis, dann trennen sie sich, dann leiden alle, dann gibt es ein dramatisches Wiedersehen und... tataa... alles ist wieder gut. Für zwei Folgen. Dann geht das Spiel von vorne los. Können die Drehbuchautoren sich nicht mal was Neues einfallen lassen? Ich brauche Abwechslung! Gebt mir Intrigen, gebt mir Neid, gebt mir... irgendwas Unerwartetes!
Und was ist eigentlich mit den Patientenfällen? Mal ehrlich, die sind doch oft an den Haaren herbeigezogen. Da hat jemand plötzlich eine seltene Krankheit, die nur durch einen glücklichen Zufall von einem Arzt der Sachsenklinik entdeckt wird. Und dann wird natürlich noch ein komplizierter Eingriff durchgeführt, der in letzter Sekunde gelingt. Ich weiß, es ist Fernsehen. Aber ein bisschen mehr Realismus wäre doch schön, oder?
Der ewige Kreislauf der Wiederholung
Ich liebe ja die Serie, aber manches wiederholt sich eben. Da ist immer der Patient, der erst ablehnt und dann doch behandelt werden will. Da ist immer der Kollege, der mal wieder einen Fehler macht und dann Schuldgefühle hat. Und da ist immer Pia Heilmann, die versucht, alles unter einen Hut zu bekommen. Ja, Pia, wir wissen, du bist eine Superfrau. Aber vielleicht könntest du dir auch mal einen Tag Urlaub gönnen? Oder einfach mal "Nein" sagen?
Kommen wir zu Dr. Kathrin Globisch. Ich mag sie ja. Sie ist eine starke Frau, die ihren Weg geht. Aber manchmal übertreibt sie es doch ein bisschen mit ihrem Perfektionismus. Entspann dich mal, Kathrin! Nicht alles muss perfekt sein. Ein bisschen Chaos tut manchmal ganz gut.
Ich finde auch, dass einige Charaktere einfach untergehen. Wo sind denn zum Beispiel Dr. Philipp Brentano und seine Frau Lili eigentlich abgeblieben? Haben die Leipzig den Rücken gekehrt und sind auf einer einsamen Insel ausgewandert? Und was macht eigentlich Oberschwester Ingrid? Hat sie ihren Ruhestand angetreten und genießt das Leben mit ihrem Mann?
Die Liebe zum Detail (oder eben nicht)
Ich vermisse auch manchmal die kleinen Details. Früher gab es immer diese netten Szenen im Café oder in der Kantine, wo die Ärzte und Schwestern sich unterhalten und Witze machen. Jetzt ist alles irgendwie so... ernst. Gebt uns doch wieder ein bisschen mehr Leichtigkeit! Ein bisschen mehr Humor!
Trotz all meiner Kritik: Ich liebe In aller Freundschaft – Auf Herz und Nieren immer noch. Es ist einfach ein Stück deutsches Fernsehen. Und ich werde auch weiterhin einschalten. Aber vielleicht nehmen sich die Macher ja meine "unpopulären Meinungen" zu Herzen. Ein bisschen mehr Abwechslung, ein bisschen mehr Realismus und ein bisschen weniger Beziehungsdrama – das wäre doch was, oder?
Also, wer stimmt mir zu? Und wer findet mich jetzt völlig verrückt? Lasst es mich wissen!
