Instanzenmodell Freud Beispiel Alltag
Also, mal ehrlich, wer hat nicht schon mal mit sich selbst gehadert? Wer kennt das nicht, dieses innere Drama zwischen "Ich will das!" und "Nein, das darf ich nicht!". Willkommen im Club, liebe Freunde, denn wir alle haben unseren ganz persönlichen Freud im Kopf mitspielen! Keine Angst, das ist völlig normal und sogar ziemlich unterhaltsam, wenn man es mal genauer betrachtet.
Das Instanzenmodell: Ein Drei-Personen-Stück in unserem Kopf
Der gute alte Sigmund Freud, dieser Wiener Psycho-Guru, hat uns das sogenannte Instanzenmodell geschenkt. Stellt euch das wie ein kleines Theaterstück vor, das sich ständig in unserem Kopf abspielt. Und die Darsteller? Das sind:
Das Es: Der kleine Teufel
Das Es ist unser inneres Kind, unser triebgesteuerter Chaot. Es will alles, und zwar sofort! Denkt an das kleine Kind im Supermarkt, das sich schreiend auf den Boden wirft, weil es diesen einen Schokoriegel will. Das ist das Es in Reinkultur! Es ist ungeduldig, egoistisch und kennt keine Grenzen. Es schreit nach Eiscreme zum Frühstück, nach einem faulen Tag auf der Couch und nach dem neuesten Klatsch und Tratsch. Das Es ist unser innerer Partygänger, der am liebsten die ganze Nacht durchtanzen würde. Es flüstert uns ins Ohr: "Ach, komm schon, nur ein Stück Schokolade! Du hast es dir verdient!"
"Das Es ist ganz Trieb."
Das Ich: Der Diplomat
Das Ich ist der Vermittler, der Diplomat, der versucht, das Es und das Über-Ich unter einen Hut zu bringen. Es ist der Realist in uns, der versucht, einen Weg zu finden, die Wünsche des Es zu erfüllen, ohne dabei gegen gesellschaftliche Normen oder moralische Vorstellungen zu verstoßen. Das Ich ist derjenige, der sagt: "Okay, ich will zwar diese teure Handtasche, aber ich habe gerade einfach kein Geld dafür. Vielleicht kann ich sparen oder mir eine günstigere Alternative suchen." Das Ich ist der smarte Verhandler in unserem Kopf, der versucht, die Balance zu wahren.
Stellt euch vor, ihr seid auf Diät, aber das Es schreit nach einer riesigen Pizza. Das Ich schaltet sich ein und schlägt vor: "Okay, wir essen ein Stück Pizza, aber dazu einen großen Salat!" Kompromissbereitschaft ist hier das Stichwort.
Das Über-Ich: Der strenge Richter
Das Über-Ich ist unser innerer Moralapostel, unser strenger Richter. Es ist die Stimme unserer Eltern, unserer Lehrer und der Gesellschaft. Es sagt uns, was richtig und was falsch ist, und mahnt uns, uns an Regeln und Normen zu halten. Das Über-Ich ist derjenige, der uns ein schlechtes Gewissen macht, wenn wir etwas tun, was wir nicht tun sollten. Es ist der innere Kritiker, der uns sagt: "Du solltest mehr arbeiten! Du solltest gesünder essen! Du solltest netter zu deinen Mitmenschen sein!" Das Über-Ich ist derjenige, der uns daran erinnert, dass wir unsere Steuererklärung noch nicht gemacht haben.
Das Über-Ich ist quasi die innere Angela Merkel, die uns stets zur Vernunft mahnt. "Keine Experimente! Sei brav! Halte dich an die Regeln!"
Alltagsbeispiele: Das Drama in unserem Leben
Dieses Drei-Personen-Stück spielt sich ständig in unserem Alltag ab. Hier ein paar Beispiele:
- Der Schokoriegel-Fall: Das Es will den Schokoriegel. Das Ich sagt: "Vielleicht morgen, wenn du Sport gemacht hast." Das Über-Ich brüllt: "Du bist doch auf Diät! Lass das!"
- Die Party-Nacht: Das Es will bis zum Morgengrauen tanzen. Das Ich sagt: "Okay, aber morgen früh musst du trotzdem zur Arbeit." Das Über-Ich mahnt: "Du solltest lieber früh ins Bett gehen und dich ausruhen."
- Der Büro-Klatsch: Das Es will die neuesten Gerüchte ausplaudern. Das Ich bremst: "Vorsicht, das könnte Konsequenzen haben." Das Über-Ich warnt: "Das ist unanständig! Tratschen ist gemein!"
Das Tolle ist: Wir können lernen, mit diesen inneren Stimmen umzugehen. Wir können lernen, das Es ein wenig zu zügeln, das Über-Ich ein wenig zu lockern und das Ich zu stärken. Denn letztendlich geht es darum, ein Gleichgewicht zu finden, um ein erfülltes und glückliches Leben zu führen. Und wenn uns das gelingt, dann können wir auch über uns selbst lachen – und über den kleinen Freud in unserem Kopf, der immer mitmischt!
