Ipad Geht Nicht Mehr An Nur Apple Zeichen
Es ist ein sonniger Sonntagmorgen. Der Kaffee dampft, die Zeitung raschelt, und die Welt scheint friedlich. Dann, ein Hilferuf. Genauer gesagt, ein stummer Hilferuf von einem kleinen, rechteckigen Freund: dem iPad. Es leuchtet, ja, aber nur mit diesem einen, verflixten Apple-Zeichen. Ein weißer Apfel, der einem höhnisch ins Gesicht grinst, als würde er sagen: "Du kommst hier nicht rein!"
Jeder, der das schon mal erlebt hat, weiß, wovon ich spreche. Es ist, als ob das iPad plötzlich beschlossen hätte, in den Streik zu treten. Es ist das digitale Äquivalent zu einem störrischen Esel, der sich einfach weigert, weiterzugehen.
Die Panik bricht aus
Zuerst ist da die Panik. "Oh nein! Alle meine Fotos! Meine Notizen! Das Kochrezept für Omas berühmten Apfelstrudel! ALLES IST VERLOREN!" (Okay, vielleicht nicht alles. Aber in dem Moment fühlt es sich so an.)
Dann beginnt die Suche nach dem Schuldigen. Hat vielleicht der Kater letzte Nacht wieder heimlich Candy Crush gespielt und das iPad dabei irgendwie in den Wahnsinn getrieben? War es der heimliche Download von der zwielichtigen App, die versprach, das iPad in eine mobile Discokugel zu verwandeln? Die Wahrheit ist meistens banaler: Einfach nur ein Software-Hick-Hack. Aber das ändert nichts an der Dramatik der Situation.
Die unendliche Schleife des Leidens
Man versucht, das iPad auszuschalten. Man drückt den Power-Knopf. Man drückt den Home-Button. Man drückt beide gleichzeitig, in der Hoffnung, dass das iPad von dieser ungewöhnlichen Akrobatik so beeindruckt ist, dass es wieder zur Besinnung kommt. Aber nichts. Der Apple-Apfel bleibt stur. Er leuchtet weiter, als würde er einen Marathon laufen.
Es ist, als ob man in einer Zeitschleife gefangen ist. Man wiederholt die gleichen Schritte immer und immer wieder, in der Hoffnung, dass sich irgendwann etwas ändert. Man googelt verzweifelt nach Lösungen. Man stößt auf Foren, in denen Leidensgenossen ihre eigenen Horrorgeschichten teilen. Man fühlt sich plötzlich nicht mehr so allein, aber auch nicht wirklich besser.
Die Eskalation
Die Situation eskaliert. Man greift zu härteren Maßnahmen. Man versucht, das iPad mit dem Computer zu verbinden. iTunes meldet: "iPad im Wartungszustand erkannt." Wartungszustand? Das klingt ja fast nach einer Entschuldigung! Aber die Freude ist nur von kurzer Dauer. iTunes verlangt ein Update. Das Update schlägt fehl. Der Apple-Apfel grinst noch breiter.
An diesem Punkt beginnt man, über philosophische Fragen nachzudenken. Was ist der Sinn des Lebens? Warum sind elektronische Geräte so kompliziert? Und warum hat man eigentlich nicht früher ein Backup gemacht?
Der Anruf bei der Hotline
Die letzte Hoffnung: Der Anruf beim Apple Support. Man wartet in der Warteschleife, während beruhigende Musik dudelt. Man fragt sich, ob die Person am anderen Ende der Leitung schon tausendmal die gleiche Frage beantwortet hat. Man versucht, freundlich zu sein, obwohl man innerlich brodelt. Die Person am anderen Ende der Leitung gibt einem die gleichen Tipps, die man schon gegoogelt hat. Man fühlt sich hilflos. Man fühlt sich dumm.
Manchmal, ganz selten, gelingt es der Person am anderen Ende der Leitung aber auch, das iPad auf wundersame Weise wiederzubeleben. Es ist wie ein kleines Wunder. Man jubelt, man tanzt, man umarmt das iPad, als wäre es ein verlorener Sohn.
Die Erleuchtung (und die Moral von der Geschicht)
Am Ende, egal ob man das iPad selbst wieder flott bekommt oder die Hilfe eines Experten benötigt, gibt es immer eine Lektion zu lernen. Die wichtigste Lektion: Mach regelmäßig Backups! Und vielleicht, nur vielleicht, solltest du den Kater nicht mehr unbeaufsichtigt mit dem iPad spielen lassen.
Und wenn das iPad das nächste Mal mit dem Apple-Zeichen streikt? Dann weißt du, dass du nicht allein bist. Du bist Teil einer großen, weltweiten Gemeinschaft von iPad-Besitzern, die schon die gleichen Höhen und Tiefen durchlebt haben. Und vielleicht, nur vielleicht, kannst du dann auch ein bisschen darüber lachen. Denn am Ende ist es ja doch nur ein Stück Technik. Und Technik ist manchmal einfach nur zum Verrücktwerden.
Oder, um es mit den Worten eines weisen Menschen (wahrscheinlich auch ein frustrierter iPad-Besitzer) zu sagen:
"Das einzige, was schlimmer ist als ein streikendes iPad, ist ein iPad, das den Apfelstrudel gelöscht hat!"
