Irish Pub Stuttgart
Okay, hört mal zu. Ich muss was gestehen. Ich hab' da so 'ne...Sache mit Irish Pubs in Stuttgart. Und ich befürchte, das wird nicht jeder verstehen.
Die Sache mit dem Grün
Klar, wir alle kennen sie. Diese Orte, die so grün sind, dass selbst Kermit der Frosch neidisch wird. Überall Kleeblätter, Guinness-Werbung, und Live-Musik, die sich ungefähr so anhört, wie wenn 'ne Horde Kobolde gleichzeitig auf Blecheimer eindrischt.
Versteht mich nicht falsch. Ich mag Grün. Ich liebe Parks. Ich mag sogar Brokkoli (manchmal!). Aber in einem Pub sollte Grün vielleicht...eher die Farbe des Bieres sein, nicht die der Wände?
Guinness und mehr... oder weniger
Und dann ist da das Guinness. Das schwarze Gold Irlands. Absolut respektabel. Aber mal ehrlich: Wer in Stuttgart NUR Guinness trinkt, verpasst doch was, oder? Wir sind hier in einer Weinregion! Es gibt so viele fantastische lokale Biere! Ein bisschen mehr Mut, Leute! Traut euch, was anderes zu bestellen! Ich sage ja nicht, dass ihr das Guinness boykottieren sollt. Nur... vielleicht ein Glas Wein dazwischen?
Ich behaupte ja nicht, dass alle Irish Pubs gleich sind. Aber irgendwie...irgendwie gleichen sie sich doch sehr. Das ist wie mit Weihnachtsplätzchen. Sie schmecken alle lecker, aber nach dem zehnten fragt man sich, ob man nicht doch lieber 'ne Currywurst hätte.
Und apropos Geschmack... das Essen. Fish and Chips. Shepherd's Pie. Alles Klassiker. Aber ganz ehrlich? Wenn ich in Stuttgart Fish and Chips esse, will ich danach trotzdem noch 'ne ordentliche schwäbische Mahlzeit. So mit Spätzle und Soß'. Einfach, weil... wir sind halt in Stuttgart. Adaptiert euch! Lasst euch inspirieren! Ein Irish Pub mit schwäbischem Einschlag? Das wär' doch mal was!
Die Musik – Fluch oder Segen?
Die Live-Musik. Ja, die Live-Musik. Manchmal ist sie fantastisch. Dann tanzt man auf den Tischen und grölt irische Trinklieder mit, obwohl man kein Wort versteht. Aber manchmal... oh, manchmal... klingt sie eher nach 'ner Katze, die in 'nen Dudelsack gefallen ist. Und dann wünscht man sich sehnlichst, man hätte 'nen Gehörschutz mitgebracht. Oder vielleicht doch lieber in der Oper reserviert?
Aber das ist ja das Schöne an Irish Pubs. Sie sind laut. Sie sind voll. Sie sind ein bisschen chaotisch. Und genau das macht sie ja auch wieder charmant. Man weiß nie genau, was einen erwartet. Vielleicht 'nen Heiratsantrag. Vielleicht 'ne Schlägerei (hoffentlich nicht!). Vielleicht einfach nur 'nen Abend voller guter Gespräche und mittelmäßiger Musik.
Also, was nun? Liebe oder Hass?
Ich sage ja nicht, dass ich Irish Pubs in Stuttgart hasse. Ganz im Gegenteil. Ich gehe ja selbst ab und zu hin. Aber ich finde, man sollte sie vielleicht nicht ganz so ernst nehmen. Es sind Kneipen. Orte zum Feiern, zum Quatschen, zum Trinken. Und wenn man dabei ein bisschen irisch angehaucht ist, dann ist das doch auch okay. Aber bitte, liebe Irish Pubs in Stuttgart, lasst uns ein bisschen mehr Stuttgart in euch reinlassen! Seid mutiger! Seid kreativer! Seid...schwäbisch-irisch!
Und jetzt entschuldigt mich. Ich muss los. Ich hab' da noch 'nen Termin in 'nem Irish Pub. Guinness trinken. (Und danach vielleicht 'nen Wein. Pssst! Nicht verraten!)
P.S.: Wer jetzt sagt, ich hätte keine Ahnung von Irish Pubs, dem sei gesagt: Wahrscheinlich habt ihr Recht. Aber ich hab' 'ne Meinung. Und die wollte ich mal loswerden. Prost!
