Isekai Wa Smartphone To Tomo Ni Kohaku
Okay, lasst uns ehrlich sein. Es gibt Isekai-Anime wie Sand am Meer. Man wird quasi erschlagen von Schwertern, Magie und Protagonisten, die irgendwie...nun ja, besonders sind. Aber es gibt einen, über den ich einfach reden muss. Isekai wa Smartphone to Tomo ni. (Im Folgenden "Smartphone Isekai" genannt, weil mein Deutsch für den kompletten Titel einfach zu faul ist.)
Die Sache mit Touya
Unser Held, Touya Mochizuki, stirbt einen ziemlich unglücklichen Tod. Gott entschuldigt sich (klassisch!) und gibt ihm einen Wunsch mit in eine neue Welt. Was wünscht er sich? Seinen Smartphone! Mit Gottes Segen. Japp. Richtig gelesen. Ein Smartphone. In einer Fantasy-Welt. Das ist schon mal...ein Statement.
Ich weiß, ich weiß. Viele hassen es. Es ist das guilty pleasure vieler. Aber mal ehrlich, wer von uns hätte sich nicht SOFORT sein Handy gewünscht, wenn er in eine Fantasy-Welt teleportiert würde? Stell dir vor: Keine Google Maps. Keine Möglichkeit, Katzenvideos zu sehen. Albtraumhaft!
Aber warum mag ich es?
Hier kommt meine "unpopuläre Meinung": Es ist so dumm, dass es schon wieder gut ist. Touya ist der Mary Sue schlechthin. Er ist stark, nett, beliebt und hat ein Smartphone. Er sammelt Harem-Mitglieder wie andere Briefmarken. Es ist absurd. Und genau das liebe ich daran.
"Aber es ist doch so unoriginell!"
Ja, ist es. Absolut. Aber manchmal will man eben keine tiefgründige Story mit Charakterentwicklung. Manchmal will man einfach nur Hirn aus, Smartphone an und zuschauen, wie ein Typ mit seinem Handy die Fantasy-Welt rockt. Ist das so schlimm?
Und ja, die Animationen sind...speziell. Manchmal sehen die Charaktere aus, als wären sie aus Pappe ausgeschnitten. Aber hey, das trägt doch irgendwie zum Charme bei, oder? Oder ist das nur meine Rechtfertigung?
Der Harem und das Smartphone
Kommen wir zum Elefanten im Raum: Der Harem. Touya sammelt Mädchen wie Pokémon. Jede hat ihre eigene Persönlichkeit (mehr oder weniger), und alle sind natürlich in ihn verliebt. Ist das realistisch? Nein. Ist es unterhaltsam? Manchmal. Zumindest, wenn man es nicht zu ernst nimmt.
Und das Smartphone! Es ist quasi ein Schweizer Taschenmesser der Magie. Touya kann damit alles machen: Zaubern, kommunizieren, sogar Drachen besiegen! Es ist lächerlich übermächtig, aber hey, Gott hat es ihm ja gegeben, also... fair enough?
Mehr als nur Eskapismus?
Okay, vielleicht ist "Smartphone Isekai" nicht das beste Anime aller Zeiten. Vielleicht ist es sogar objektiv schlecht. Aber es bietet etwas, das viele andere Isekai-Anime nicht bieten: Unbeschwerten Eskapismus. Es ist wie ein Eisbecher nach einem langen, anstrengenden Tag. Man weiß, dass es nicht gesund ist, aber es tut einfach gut.
Und mal ehrlich, in einer Welt voller düsterer, komplizierter Geschichten, ist es nicht erfrischend, einfach mal zuzusehen, wie ein Typ mit seinem Smartphone die Welt rettet? Ich finde schon.
Also, das nächste Mal, wenn ihr nach einem Anime sucht, bei dem ihr einfach abschalten könnt, gebt Isekai wa Smartphone to Tomo ni eine Chance. Vielleicht werdet ihr es hassen. Vielleicht werdet ihr es lieben. Aber zumindest werdet ihr etwas zu reden haben.
Und denkt daran: Es ist nur ein Anime. Nehmt es nicht zu ernst. Und genießt einfach die dämliche Unterhaltung. 😉
