Ist Simple Past Und Past Simple Das Gleiche
Habt ihr euch jemals gefragt, ob der Simple Past im Englischen und das deutsche Präteritum, oft auch als Imperfekt bezeichnet, eigentlich dasselbe sind? Klingt erstmal nach einer super trockenen Grammatikfrage, aber versprochen, wir machen’s lustig! Stellt euch vor, wir sind auf einer sprachlichen Schnitzeljagd, und das Ziel ist, herauszufinden, ob diese beiden Zeitformen quasi sprachliche Zwillinge sind oder doch eher entfernte Cousins, die sich nur auf Familienfeiern sehen.
Der erste Eindruck täuscht
Auf den ersten Blick sieht’s ja easy aus. Beide Zeitformen beschreiben abgeschlossene Handlungen in der Vergangenheit. "Ich ging ins Kino" (Präteritum) und "I went to the cinema" (Simple Past) – klingt doch verdächtig ähnlich, oder? Und in vielen Fällen ist das auch tatsächlich so. Wir können die beiden Zeitformen oft problemlos austauschen, ohne dass der Sinn komplett verloren geht. "Gestern regnete es" – "Yesterday it rained". Alles paletti!
Der Teufel steckt im Detail (und in der Umgangssprache)
Aber wie so oft, lauert der Teufel im Detail. Während das Präteritum im Deutschen vor allem in der Schriftsprache und in formelleren Gesprächen genutzt wird, ist es in der gesprochenen Sprache oft etwas… uncool. Stell dir vor, du erzählst deinen Freunden, dass du gestern ein neues Computerspiel kauftest. Klingt irgendwie nach Deutsch-Nachhilfe, oder? Im Englischen ist das Simple Past dagegen total normal im alltäglichen Gespräch. "I bought a new video game yesterday" klingt völlig natürlich.
In der gesprochenen Sprache bevorzugen wir im Deutschen oft das Perfekt. Statt "Ich ging ins Kino" sagen wir eher "Ich bin ins Kino gegangen". Das Perfekt ist sozusagen der lässige Cousin des Präteritums, der sich lieber mit Sneakern und Jeans als mit Anzug und Krawatte sehen lässt.
Die Sache mit den Hilfsverben
Ein weiterer Unterschied liegt im Gebrauch von Hilfsverben. Im Deutschen brauchen wir für das Perfekt "haben" oder "sein". "Ich habe gegessen", "Ich bin gefahren". Das Simple Past im Englischen kommt dagegen meistens ohne zusätzliche Helfer aus. "I ate", "I drove". Außer natürlich bei Fragen oder Verneinungen, wo das gute alte "did" zum Einsatz kommt: "Did you eat?", "I didn't drive".
Merke: Das Simple Past ist im Englischen ein Allrounder, während das Präteritum im Deutschen eher der elegante Gentleman ist, der nur zu besonderen Anlässen aus dem Schrank geholt wird.
Regionale Unterschiede machen’s noch spannender
Und als ob das noch nicht kompliziert genug wäre, gibt’s auch noch regionale Unterschiede! In Süddeutschland und Österreich wird das Präteritum in der gesprochenen Sprache noch seltener genutzt als im Norden. Da ist das Perfekt quasi König. Stell dir vor, du bist in Bayern und erzählst jemandem, dass du letztes Jahr in Urlaub fuhrst. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass du komische Blicke erntest. "I bin gfahrn!" wäre hier die Devise.
Fazit: Zwillinge? Eher nicht.
Also, sind Simple Past und Präteritum das Gleiche? Die Antwort ist ein klares: Jein! Sie haben zwar viele Gemeinsamkeiten, aber eben auch feine Unterschiede, die den Umgang mit ihnen beeinflussen. Das Simple Past ist der unkomplizierte Kumpel, der immer für dich da ist, während das Präteritum der etwas steife, aber dennoch charmante Freund ist, den man nicht allzu oft sieht.
Lasst uns das Ganze also nicht zu ernst nehmen. Sprachen sind lebendig und entwickeln sich ständig weiter. Und solange wir uns gegenseitig verstehen, ist doch alles in Butter! Und wer weiß, vielleicht wird das Präteritum ja irgendwann wieder zum coolen Trendsetter. Man soll ja niemals nie sagen!
Also, das nächste Mal, wenn ihr Englisch oder Deutsch sprecht, denkt an unsere kleine sprachliche Schnitzeljagd und habt Spaß dabei, die Unterschiede und Gemeinsamkeiten zu entdecken. Denn Sprachen lernen sollte vor allem eins: Freude bereiten!
