Jahrespraktikum Wirtschaft Und Verwaltung Frankfurt Am Main
Okay, hört mal zu. Ich hab da so 'ne Meinung, die vielleicht nicht jeder teilt. Aber ich muss das jetzt einfach mal loswerden.
Jahrespraktikum Wirtschaft und Verwaltung in Frankfurt am Main: Eine unverblümte Betrachtung
Frankfurt! Mainhattan! Bankenmetropole! Klingt alles total aufregend, oder? Und dann kommt das: Jahrespraktikum in Wirtschaft und Verwaltung. Ja, genau.
Ich mein', klar, Praktika sind wichtig. Super wichtig sogar. Aber mal ehrlich: Wer träumt denn wirklich davon, ein ganzes Jahr lang in irgendeiner Frankfurter Behörde Formulare zu sortieren und Kaffe zu kochen? (Okay, vielleicht gibt es jemanden. Aber ich kenne ihn/sie nicht!)
Die Illusion der Karriereleiter
Wir alle kennen das: "Das Jahrespraktikum ist der perfekte Einstieg in die Wirtschaft!" Blah, blah, blah. Okay, vielleicht stimmt das für manche. Aber für die meisten ist es eher so: Ein Jahr verschwendete Jugend, währenddessen man lernt, wie man einen Kopierer repariert und den Chef bei Laune hält.
Versteht mich nicht falsch. Ich will hier niemanden schlechtmachen. Aber die Realität sieht doch oft so aus: Man sitzt da, umgeben von Aktenbergen, die älter sind als man selbst, und fragt sich, ob das wirklich alles ist. Ob das wirklich der Traumjob ist, für den man so hart gearbeitet hat (naja, zumindest ein bisschen).
Und dann kommt noch dazu: Frankfurt ist teuer! Mega teuer! Wie soll man denn als Praktikant in dieser Stadt überleben? Man wohnt entweder in einem winzigen WG-Zimmer am Stadtrand oder man isst ein Jahr lang nur Nudeln mit Ketchup. Beides nicht gerade der Stoff, aus dem Karriereträume gemacht sind.
"Aber du sammelst doch wertvolle Erfahrungen!"
Ja, ja, die wertvollen Erfahrungen. Ich kenne das Argument. Und natürlich stimmt das auch irgendwie. Man lernt, pünktlich zu sein (weil sonst der Chef sauer ist), man lernt, mit schwierigen Kollegen umzugehen (weil es die überall gibt), und man lernt, wie man Kaffee kocht (siehe oben).
Aber mal ehrlich: Hätte man diese "wertvollen Erfahrungen" nicht auch in einem Studentenjob im Café oder beim Kellnern sammeln können? Und hätte man dabei vielleicht sogar noch mehr Spaß gehabt und mehr Geld verdient?
Ich will ja nicht sagen, dass Jahrespraktika generell schlecht sind. Aber ich finde, man sollte sich das Ganze schon sehr genau überlegen. Ist das wirklich das, was ich will? Ist das wirklich der beste Weg, um meine Karriere voranzutreiben? Oder gibt es vielleicht noch andere, spannendere Alternativen?
Vielleicht sollte man einfach mal den Mut haben, aus der Reihe zu tanzen. Statt eines Jahrespraktikums in der Wirtschaft und Verwaltung in Frankfurt einfach mal ein Work & Travel in Australien machen. Oder einen Freiwilligendienst in Afrika. Oder ein eigenes Startup gründen. Oder einfach mal ein Jahr lang nichts tun und herausfinden, was man wirklich will.
Die Welt ist voller Möglichkeiten. Und ich finde, man sollte sich nicht von irgendwelchen verstaubten Karriereratgebern einreden lassen, dass ein Jahrespraktikum in der Verwaltung der einzig richtige Weg zum Erfolg ist.
Und wer weiß, vielleicht ändert sich meine Meinung ja irgendwann. Vielleicht werde ich in 20 Jahren selbst ein Jahrespraktikum in Frankfurt anbieten und jungen Menschen die Welt der Formulare und Aktenberge näherbringen. Aber bis dahin bleibe ich dabei: Es gibt spannendere Dinge im Leben.
"Sei mutig, sei kreativ, sei du selbst. Und lass dich nicht von irgendwelchen Konventionen einschränken." – Irgendein schlauer Mensch
Und jetzt bin ich gespannt: Wer teilt meine unpopuläre Meinung?
P.S.: Falls jemand von euch ein Jahrespraktikum in der Wirtschaft und Verwaltung in Frankfurt macht: Bitte nicht böse sein! Ich drücke euch trotzdem die Daumen, dass ihr das Beste daraus macht. Und vielleicht beweist ihr mir ja auch das Gegenteil und zeigt mir, dass es doch total super ist. Man soll ja niemals nie sagen...
