Jane Austen Pride And Prejudice
Hallo ihr Lieben, eure reiselustige Freundin ist wieder da! Und heute nehme ich euch mit auf eine ganz besondere Reise – keine Flugreise, kein Backpacking-Abenteuer, sondern eine Zeitreise in die Welt von Jane Austen, genauer gesagt, in die von Stolz und Vorurteil. Lasst euch nicht abschrecken, wenn ihr normalerweise keine Leseratten seid! Ich verspreche euch, diese Geschichte ist mehr als nur ein Buch; sie ist eine Eintrittskarte in eine vergangene Epoche, ein Spiegelbild menschlicher Beziehungen und eine wunderbare Möglichkeit, das England des frühen 19. Jahrhunderts zu erleben, ohne das Haus zu verlassen.
Eine Landpartie der besonderen Art
Stellt euch vor: Ihr landet nicht auf einem überfüllten Flughafen, sondern in den sanften Hügeln der englischen Grafschaft Hertfordshire. Hier, inmitten grüner Wiesen und stattlicher Herrenhäuser, beginnt unsere Reise. Wir besuchen Longbourn, den bescheidenen, aber gemütlichen Landsitz der Familie Bennet. Hier leben Mr. und Mrs. Bennet mit ihren fünf Töchtern: Jane, Elizabeth, Mary, Kitty und Lydia. Fünf junge Damen, die dringend unter die Haube gebracht werden müssen – zumindest, wenn es nach ihrer Mutter geht!
Die Atmosphäre in Longbourn ist geprägt von familiärem Trubel, neckischen Sticheleien und dem unermüdlichen Bestreben von Mrs. Bennet, ihre Töchter möglichst vorteilhaft zu verheiraten. Ich finde es immer wieder amüsant, wie Mrs. Bennet in ihrer Aufregung und ihrem unerschütterlichen Optimismus eine so liebenswerte Figur ist, obwohl sie manchmal etwas… nun ja, anstrengend sein kann. Sie erinnert mich ein bisschen an meine eigene Tante Erna, die immer die beste Intention hat, aber deren Ratschläge man manchmal lieber mit einem Augenzwinkern entgegennimmt.
Ein Ballsaal voller Intrigen
Der Dreh- und Angelpunkt des gesellschaftlichen Lebens in Hertfordshire sind die Bälle. Hier treffen sich die jungen Leute, tauschen Blicke, tanzen Walzer und schmieden Pläne. Es ist wie eine riesige Kontaktbörse, nur viel eleganter und subtiler. Genau auf einem dieser Bälle treffen Elizabeth Bennet und Mr. Darcy zum ersten Mal aufeinander. Und was soll ich sagen? Es ist keine Liebe auf den ersten Blick! Im Gegenteil, Darcy macht sich mit seiner arroganten Art und seinen abfälligen Bemerkungen über Elizabeth keine Freunde. Elizabeth wiederum ist von seinem Stolz abgestoßen und hält ihn für einen unerträglichen Snob.
"Ich konnte ihn nicht ertragen!" ruft Elizabeth in einer der berühmtesten Passagen des Buches aus. Und das ist der springende Punkt: Vorurteil. Beide Charaktere sind von ihren vorgefassten Meinungen geblendet und erkennen zunächst nicht, was wirklich hinter der Fassade des anderen steckt. Ein Fehler, den wir alle im Leben schon einmal gemacht haben, oder?
Reise zu neuen Erkenntnissen
Die Geschichte nimmt eine spannende Wendung, als Elizabeth die Gelegenheit hat, Hunsford Parsonage zu besuchen, wo ihr Freund Mr. Collins als Pfarrer arbeitet. Dieser Besuch führt sie nicht nur zu Lady Catherine de Bourgh, Darcys Tante, sondern auch zu einem unerwarteten Geständnis. Darcy gesteht Elizabeth seine Liebe und macht ihr einen Heiratsantrag! Doch Elizabeth weist ihn entrüstet zurück. Sie wirft ihm seine Rolle bei der Trennung ihrer Schwester Jane von Mr. Bingley und seine Verwicklung in die Machenschaften des skandalösen Mr. Wickham vor. Der Antrag ist ein Desaster.
Doch genau dieser Moment ist der Wendepunkt. Darcy, gekränkt und gedemütigt, verfasst einen Brief, in dem er Elizabeth die wahren Hintergründe erklärt und seine Handlungen rechtfertigt. Und hier beginnt Elizabeths innere Reise. Sie muss ihre Vorurteile überdenken, ihre eigenen Fehler eingestehen und die Wahrheit hinter Darcys Fassade erkennen. Es ist eine schmerzhafte, aber notwendige Lektion.
"Until I have your disposition, your goodness, I never can have your happiness." - Elizabeth Bennet
Die Geschichte führt uns weiter nach Pemberley, Darcys beeindruckendem Landsitz. Hier erlebt Elizabeth Darcy in einem ganz neuen Licht. Sie sieht seine Güte, seinen Sinn für Verantwortung und seine Großzügigkeit. Und langsam, ganz langsam, beginnt sie, ihre Meinung über ihn zu ändern. Pemberley selbst ist übrigens eine Augenweide! Stellt euch vor, ihr steht vor diesem prächtigen Gebäude, umgeben von weitläufigen Parks und Gärten. Ein Ort, an dem man sich sofort wie in einem Märchen fühlt!
Ein Happy End mit Hindernissen
Natürlich wäre es keine Jane Austen Geschichte ohne dramatische Wendungen und unerwartete Hindernisse. Die Eskapaden von Elizabeths jüngster Schwester Lydia, die mit dem zwielichtigen Mr. Wickham durchbrennt, drohen, die ganze Familie in den Ruin zu treiben. Doch Darcy, der in aller Stille seine Finger im Spiel hat, rettet die Situation und sorgt dafür, dass Lydia Wickham heiratet und die Familie Bennet ihren Ruf nicht verliert. Diese selbstlose Tat zeigt Elizabeth endgültig Darcys wahren Charakter.
Am Ende finden Elizabeth und Darcy natürlich zueinander. Sie überwinden ihren Stolz und ihre Vorurteile und erkennen, dass sie füreinander bestimmt sind. Und das Happy End, das wir uns alle so sehr gewünscht haben, ist endlich da! Es ist ein befriedigendes Gefühl, zu sehen, wie zwei so starke und intelligente Charaktere ihre Differenzen überwinden und eine tiefe, bedeutungsvolle Verbindung eingehen.
Warum Stolz und Vorurteil auch heute noch aktuell ist
Warum solltet ihr euch also die Zeit nehmen, Stolz und Vorurteil zu lesen oder den Film anzuschauen? Weil diese Geschichte zeitlos ist. Sie handelt von Liebe, Vorurteilen, sozialer Ungleichheit und dem Kampf um Selbstbestimmung – Themen, die auch heute noch relevant sind. Sie zeigt uns, dass wir nicht alles, was wir sehen, sofort glauben sollten, und dass es sich lohnt, hinter die Fassade zu blicken. Sie erinnert uns daran, dass wahre Liebe nicht auf oberflächlichen Kriterien beruht, sondern auf gegenseitigem Respekt, Verständnis und einer tiefen Verbindung.
Und mal ehrlich, wer liebt nicht eine gute Liebesgeschichte? Eine Geschichte, die uns zum Lachen, zum Weinen und zum Träumen bringt. Eine Geschichte, die uns zeigt, dass es sich lohnt, für die Liebe zu kämpfen und dass es am Ende immer ein Happy End geben kann – zumindest in Büchern.
Also, liebe Reisefreunde, packt eure Koffer (oder besser gesagt, eure Bücher) und begebt euch auf diese wunderbare Reise in die Welt von Stolz und Vorurteil. Ihr werdet es nicht bereuen! Und wer weiß, vielleicht inspiriert euch diese Geschichte ja auch dazu, eure eigenen Vorurteile zu überdenken und die Welt mit neuen Augen zu sehen.
Bis zum nächsten Mal und denkt daran: Das Leben ist eine Reise, genießt jeden Moment!
