Jbl Bar 2.1 Deep Bass Soundbar Test
Es begann alles mit einem Husten. Einem leisen, unschuldigen Husten meiner Katze Mimi, das sich aber schnell zu einem ausgewachsenen, opernreifen Bühnenhusten entwickelte. Und das alles, weil ich dachte, ich könnte mal eben die neue JBL Bar 2.1 Deep Bass Soundbar ausprobieren.
Ich muss zugeben, ich bin kein Audio-Experte. Mein Verständnis von Klangtiefe geht nicht viel weiter als "Oh, das klingt gut" oder "Klingt, als ob jemand einen Mülleimer umgetreten hat." Meine bisherige Soundanlage bestand aus den eingebauten Lautsprechern meines Fernsehers, die ungefähr so beeindruckend waren wie ein furzender Hamster. Also, dachte ich, ein Upgrade wäre vielleicht keine schlechte Idee. Schließlich gucken wir ja auch Filme. Und ich möchte die Explosionen in "Stirb Langsam" auch wirklich *fühlen*.
Der Aufbau war kinderleicht. Sogar ich, jemand, der regelmäßig mit der Fernbedienung kämpft und sie dann als "Widerstand" bezeichnet, bekam das innerhalb von Minuten hin. Ein paar Kabel rein, Stecker in die Dose, und schon leuchtete die Soundbar verführerisch auf. Es war, als ob sie sagte: "Hallo, hier bin ich! Bereit, dein Leben mit tiefen Bässen zu füllen!"
Und wie sie das tat! Ich startete meinen Lieblings-Actionfilm – ja, "Stirb Langsam" – und drückte auf Play. Die erste Explosion ließ mich fast vom Sofa fallen. Das war nicht einfach nur *laut*, das war wie ein Erdbeben, das von meinem Wohnzimmer ausging. Der Bass war so tief, dass ich das Gefühl hatte, meine Zähne vibrierten. Mimi, die friedlich auf dem Fensterbrett schlief, katapultierte sich mit einem markerschütternden Miauen in die Luft und verschwand unter dem Bett. Das war der Moment, als das Bühnenhusten begann.
Ich wollte ihr natürlich nicht schaden, also versuchte ich, die Lautstärke etwas herunterzuregeln. "Etwas" ist hier das Schlüsselwort. Selbst bei der niedrigsten Einstellung bebte der Boden noch. Ich schaltete auf eine Dokumentation über Pinguine um, in der Hoffnung, dass das etwas beruhigender wäre. Falsch gedacht. Das Quaken der Pinguine klang plötzlich, als würden sie ein Death-Metal-Konzert geben. Mimi hustete weiter. Ich fühlte mich wie ein schlechter Tierhalter.
Ich überlegte, ob ich die Deep Bass Funktion deaktivieren sollte. Aber wo bliebe dann der Spaß? Ich meine, wer braucht schon friedliche Pinguine, wenn er stattdessen spüren kann, wie sein Herz im Takt der Tieftöne hämmert? Also beschloss ich, es auf eine andere Art zu versuchen. Ich dachte, vielleicht würde klassische Musik helfen, die Atmosphäre zu beruhigen. Ich legte Beethovens 5. Sinfonie auf.
Das war...interessant. Die Geigen klangen kristallklar, aber die Pauken hatten jetzt die Durchschlagskraft eines Presslufthammers. Es war, als ob Beethoven persönlich beschlossen hätte, das Musikstück in einen epischen Soundtrack für eine Alien-Invasion zu verwandeln. Mimi klammerte sich jetzt an mein Bein und starrte mich mit flehenden Augen an. Ich kapitulierte.
Ich schaltete die Soundbar aus. Stille. Eine wohltuende, beruhigende Stille. Mimi kroch unter dem Bett hervor und blickte sich misstrauisch um. Ich entschuldigte mich bei ihr mit einer extra Portion Thunfisch. Sie schien zu verzeihen.
Der Morgen danach
Am nächsten Morgen versuchte ich es erneut, diesmal mit einem anderen Ansatz. Ich schaltete die Soundbar wieder ein, aber diesmal *bevor* Mimi im Raum war. Ich spielte leise Jazz ab – Miles Davis, um genau zu sein. Und siehe da, es funktionierte! Die Musik füllte den Raum mit einer warmen, angenehmen Atmosphäre. Mimi kam ins Zimmer, schnurrte und rollte sich auf dem Sofa zusammen. Vielleicht war die JBL Bar 2.1 Deep Bass doch nicht so ein Monster, wie ich zuerst dachte. Vielleicht brauchte sie nur die richtige Musik, um ihr volles Potenzial zu entfalten.
Ein paar Tage später
Nach einer Woche der Eingewöhnung muss ich sagen, ich bin beeindruckt. Ich habe gelernt, die Lautstärke und die Bass-Einstellungen an die jeweilige Situation anzupassen. Filme sind jetzt ein wahres Erlebnis. Musik klingt satter und voller als je zuvor. Und Mimi? Nun, sie hat gelernt, die Soundbar zu ignorieren, solange ich keine Explosionen oder Death-Metal-Pinguine abspiele. Manchmal, wenn ich leise Musik höre, kuschelt sie sich sogar an den Subwoofer und schnurrt leise. Ich glaube, sie hat sich damit abgefunden, dass ihr Leben jetzt ein bisschen basslastiger ist.
Die JBL Bar 2.1 Deep Bass ist vielleicht nicht für zarte Gemüter oder sensible Katzen geeignet. Aber für alle, die ihr Heimkino-Erlebnis auf die nächste Stufe heben wollen, ist sie definitiv eine Überlegung wert. Nur eine Warnung: Bereiten Sie sich auf mögliche Erdbeben, hustende Katzen und vielleicht auch auf den ein oder anderen überraschten Nachbarn vor.
Ach ja, und eine Sache noch: Ich habe herausgefunden, dass die Soundbar auch wunderbar als Vibrationsmassagegerät für müde Füße funktioniert. Aber das ist eine andere Geschichte für ein anderes Mal. Vielleicht sollte ich das Feature in der nächsten Rezension erwähnen. Oder lieber nicht. Man weiß ja nie, wer alles mitliest... und ob meine Katze dann wieder husten muss.
Die JBL Bar 2.1 Deep Bass – mehr als nur eine Soundbar, ein Erlebnis!
