Jobangebot Ablehnen Wegen Gehalt Muster
Ach du liebe Zeit, die Jobsuche! Ein Abenteuer, das sich manchmal anfühlt wie eine Irrfahrt durch unbekannte Länder, gespickt mit aufregenden Begegnungen (Vorstellungsgesprächen) und unerwarteten Wendungen (Jobangeboten!). Aber was, wenn du am Ziel deiner Reise stehst, das vermeintliche Paradies vor dir liegt – und es doch irgendwie nicht passt? Genauer gesagt, wenn das Gehalt einfach nicht stimmt? Ich erzähle dir heute von meiner eigenen Erfahrung, wie ich ein Jobangebot wegen des Gehalts abgelehnt habe, und gebe dir ein paar Tipps, damit du deine eigene Landkarte durch diesen Dschungel zeichnen kannst.
Meine eigene Gehalts-Odyssee
Vor ein paar Jahren, als ich noch nicht hauptberuflich als Reisebloggerin unterwegs war, sondern in der tristen Realität eines Bürojobs feststeckte, flatterte ein Jobangebot ins Haus, das sich wie ein all-inclusive Urlaub anfühlte. Die Firma, ein hipper Startup in Berlin, die Aufgaben, total spannend und herausfordernd, das Team, super sympathisch. Ich war Feuer und Flamme! Die Gespräche liefen wie am Schnürchen, ich hatte das Gefühl, endlich meinen Traumjob gefunden zu haben. Doch dann kam der Moment der Wahrheit: Das Gehaltsangebot.
Ich muss gestehen, im ersten Moment war ich enttäuscht. Es war nicht katastrophal niedrig, aber es lag deutlich unter meinen Erwartungen und auch unter dem, was ich in meinem vorherigen Job verdient hatte. Ich war hin- und hergerissen. Sollte ich die Chance ergreifen, in einem so tollen Unternehmen zu arbeiten, auch wenn das Gehalt nicht optimal war? Oder sollte ich pokern und das Angebot ablehnen, in der Hoffnung, etwas Besseres zu finden?
Ich habe mir eine Nacht Zeit genommen, um darüber zu schlafen. Eine Nacht, in der ich mich gefühlt habe, als würde ich mit mir selbst eine hitzige Debatte führen. Argumente für und wider schwirrten in meinem Kopf herum wie Moskitos in einer tropischen Nacht. Am Ende habe ich mich dazu entschieden, das Angebot abzulehnen. Und das, obwohl ich wirklich große Lust auf den Job hatte.
Die Kunst der Gehaltsverhandlung (und wann man lieber ablehnen sollte)
Warum habe ich mich so entschieden? Nun, es gab mehrere Gründe:
- Mein Wert: Ich wusste, was ich wert war. Ich hatte recherchiert, welche Gehälter in der Branche üblich waren, und mein vorheriges Gehalt entsprach diesem Standard. Das Angebot lag deutlich darunter.
- Meine Lebenshaltungskosten: Ich lebte in Berlin, einer Stadt, die bekanntlich nicht gerade billig ist. Mit dem angebotenen Gehalt hätte ich mich stark einschränken müssen, und das wollte ich nicht.
- Meine Zukunft: Ich hatte das Gefühl, dass ich mit dem niedrigen Einstiegsgehalt auch meine zukünftigen Gehaltsverhandlungen erschweren würde. Einmal unter Wert verkauft, ist es schwer, sich wieder nach oben zu kämpfen.
Ich will dir aber auch sagen, dass eine Ablehnung wegen des Gehalts nicht immer die richtige Entscheidung ist. Es kommt immer auf deine individuelle Situation an. Hier sind ein paar Fragen, die du dir stellen solltest:
Fragen, die du dir stellen solltest, bevor du ablehnst:
- Wie sehr willst du den Job wirklich? Ist es dein absoluter Traumjob? Bist du bereit, dafür finanzielle Abstriche zu machen?
- Wie sind deine finanziellen Verhältnisse? Hast du einen finanziellen Puffer? Kannst du es dir leisten, noch länger nach einem Job zu suchen?
- Gibt es Verhandlungsspielraum? Hast du versucht, das Gehalt zu verhandeln? Oft ist das erste Angebot nicht das letzte Wort.
- Welche zusätzlichen Leistungen bietet das Unternehmen? Gibt es Boni, Aktienoptionen, eine betriebliche Altersvorsorge oder andere Benefits, die das Gehalt aufwiegen könnten?
- Wie sind die Entwicklungsmöglichkeiten im Unternehmen? Gibt es die Chance, in absehbarer Zeit befördert zu werden und somit auch ein höheres Gehalt zu bekommen?
Wie man ein Jobangebot professionell ablehnt (mit Muster!)
Wenn du dich dazu entschieden hast, das Angebot abzulehnen, ist es wichtig, dies professionell und wertschätzend zu tun. Du willst ja schließlich keine Brücken abbrechen, schließlich weiß man nie, wann man sich im Leben wieder begegnet.
Hier ist ein Muster, das du als Grundlage für deine eigene Absage verwenden kannst:
Sehr geehrte/r Herr/Frau [Name des Ansprechpartners],
vielen Dank für das Jobangebot als [Positionsbezeichnung] bei [Name des Unternehmens]. Ich habe mich sehr über Ihre Nachricht gefreut und die Gespräche mit Ihnen und Ihrem Team sehr genossen.
Nach sorgfältiger Überlegung habe ich mich jedoch dazu entschieden, das Angebot nicht anzunehmen. Diese Entscheidung ist mir nicht leicht gefallen, da ich von [Name des Unternehmens] und der ausgeschriebenen Position sehr angetan bin.
Letztendlich hat jedoch das angebotene Gehalt nicht mit meinen finanziellen Erwartungen und den aktuellen Marktstandards übereingestimmt.
Ich bedanke mich nochmals herzlich für Ihre Zeit und Mühe und wünsche Ihnen alles Gute für die Zukunft und die weitere Besetzung der Stelle.
Mit freundlichen Grüßen,
[Dein Name]
Wichtige Hinweise zum Muster:
- Sei ehrlich, aber taktvoll: Du musst nicht ins Detail gehen, warum das Gehalt nicht passt. Eine allgemeine Formulierung wie "nicht mit meinen finanziellen Erwartungen übereingestimmt" reicht aus.
- Bedanke dich: Bedanke dich für das Angebot und die investierte Zeit.
- Bleibe positiv: Betone, dass du das Unternehmen und die Position interessant findest.
- Schließe die Tür nicht: Wünsche dem Unternehmen alles Gute für die Zukunft.
- Passe das Muster an: Das Muster ist nur eine Vorlage. Passe es an deine individuelle Situation an und füge gegebenenfalls weitere persönliche Worte hinzu.
Was danach kam...
Ich weiß, es ist beängstigend, ein Jobangebot abzulehnen, vor allem, wenn man schon länger auf der Suche ist. Aber in meinem Fall hat sich die Geduld ausgezahlt. Nur wenige Wochen später erhielt ich ein anderes Angebot, das nicht nur finanziell attraktiver war, sondern auch noch besser zu meinen Interessen und Fähigkeiten passte. Und schließlich habe ich den Mut gefunden, meinen eigenen Weg zu gehen und Reisebloggerin zu werden!
Die Moral von der Geschicht? Kenne deinen Wert, sei mutig und glaube an dich selbst! Manchmal muss man eine vermeintlich sichere Reise absagen, um ein noch größeres Abenteuer zu erleben. Und denk daran: Die Jobsuche ist wie eine Reise. Manchmal nimmt man eine Abzweigung, die sich als Umweg herausstellt. Aber am Ende kommt man immer ans Ziel – vorausgesetzt, man hat die richtige Landkarte und den Mut, seinen eigenen Weg zu gehen.
Also, liebe Reisefreunde und Jobsuchende, lasst euch nicht entmutigen! Die Welt liegt euch zu Füßen, und der richtige Job wartet schon auf euch. Glaubt an euch!
