John Frieda Sheer Blonde Go Blonder Aufhellungsspray Test
Es war einmal, in einem Badezimmer nicht allzu weit entfernt, ein Spray, das versprach, Blondinen noch blonder zu machen. Die Rede ist natürlich vom berühmt-berüchtigten John Frieda Sheer Blonde Go Blonder Aufhellungsspray. Und weil ich, wie viele andere auch, von Natur aus neugierig bin und eine Schwäche für alles habe, was „blonder“ schreit, musste ich es natürlich testen.
Die Flasche selbst verspricht einiges: sonnengeküsste Strähnen, ein natürlich aufgehelltes Blond, all das ohne den Gang zum teuren Friseur. Klingt verlockend, oder? Ich meine, wer möchte nicht ein bisschen Sonne im Haar, besonders an grauen Tagen?
Der erste Versuch war, sagen wir mal, ...experimentell. Ich hatte mir vorgenommen, ganz vorsichtig zu sein. Schließlich hatte ich Horrorgeschichten von Orange-Stich und brüchigem Haar gelesen. Also, Sprühstoß hier, Sprühstoß da. Föhn angeschmissen, wie in der Anleitung beschrieben. Das Ergebnis? Nun, meine Haare rochen fantastisch nach Zitrone (was definitiv ein Pluspunkt ist!), aber der „Aufhellungseffekt“ war...dezent. Sehr dezent. Fast nicht existent.
Die Geduldsprobe
Ich dachte mir, okay, vielleicht braucht es mehr als einen Versuch. Vielleicht bin ich einfach zu ungeduldig. Blond werden ist ja schließlich kein Sprint, sondern ein Marathon. Also, die nächsten Tage wiederholte ich das Ritual. Sprühen, föhnen, hoffen.
Und siehe da, nach ein paar Anwendungen tat sich tatsächlich etwas! Meine Haare wurden tatsächlich ein bisschen heller. Nicht dramatisch, aber sichtbar. Es war, als würde die Sonne langsam aber sicher meine Mähne küssen.
Aber dann kam der Moment der Wahrheit: der Friseurtermin. Ich ging mit gemischten Gefühlen hin. Würde mein Friseur, ein Mann von unbestechlicher Ehrlichkeit und jahrelanger Erfahrung, meine DIY-Blondierung loben oder mich tadeln?
Er musterte meine Haare kritisch. „Hmm“, sagte er schließlich. „Sie sind ein bisschen heller geworden, nicht wahr? Hast du etwas anders gemacht?“
Ich gestand meine Sünde: das Go Blonder Spray.
Er nickte langsam. „Es ist okay“, sagte er dann. „Es ist nicht so schlimm, wie ich befürchtet hatte. Aber sei vorsichtig. Zu viel davon kann das Haar austrocknen.“
Das war quasi ein Ritterschlag! Eine indirekte Bestätigung, dass ich zumindest keinen katastrophalen Fehler begangen hatte.
Die Nebenwirkungen
Allerdings muss ich gestehen: Der Friseur hatte Recht. Meine Haare fühlten sich nach ein paar Wochen regelmäßiger Anwendung etwas trockener an. Also, ich intensivierte meine Pflegeroutine: mehr Feuchtigkeitspflege, weniger Hitze, und gelegentliche Haarmasken.
Es war ein bisschen wie eine Beziehung: Man muss Kompromisse eingehen und sich um das Wohlergehen des anderen kümmern. In diesem Fall bedeutete das: Blonderes Haar, aber auch mehr Pflege.
Das Fazit
Würde ich das John Frieda Sheer Blonde Go Blonder Aufhellungsspray weiterempfehlen? Ja, mit Einschränkungen. Es ist definitiv kein Wundermittel, das über Nacht Platinblond zaubert. Aber für alle, die ihre natürliche Haarfarbe ein bisschen aufhellen möchten, ohne gleich eine chemische Keule zu schwingen, ist es einen Versuch wert.
Denkt aber daran: Weniger ist mehr. Und vergesst die Pflege nicht! Eure Haare werden es euch danken.
Und vielleicht, ganz vielleicht, findet ihr auch euer persönliches kleines Stückchen Sonne in einer Sprühflasche.
Wichtiger Hinweis: Jeder Haartyp ist anders. Was bei mir funktioniert hat, muss nicht zwangsläufig auch bei dir funktionieren. Teste das Produkt am besten zuerst an einer unauffälligen Strähne, bevor du es großflächig anwendest. Und im Zweifelsfall: Frag deinen Friseur! Er oder sie kennt deine Haare am besten.
Ach ja, und noch ein Tipp: Das Spray riecht nicht nur gut, es scheint auch Katzen anzuziehen. Meine Katze jedenfalls verfolgte mich nach jeder Anwendung mit einem verdächtigen Blick und versuchte, an meinen Haaren zu knabbern. Aber das ist eine andere Geschichte...
