Joseph Von Eichendorff Sehnsucht
Kennt ihr das Gefühl, wenn euch die Füße jucken und die Seele nach Abenteuer schreit? So ähnlich muss es Joseph von Eichendorff gegangen sein, als er sein berühmtes Gedicht Sehnsucht schrieb. Aber keine Sorge, das ist keine staubtrockene Literaturanalyse. Stellt euch lieber vor, Eichendorff sitzt am Fenster, starrt in die Ferne und denkt: "Boah, ist das hier langweilig! Ich brauche dringend eine Auszeit!"
Der Ruf der Ferne – Lauter als das Spiegelei
Was macht man, wenn der Alltag drückt? Genau, man träumt sich weg! Bei Eichendorff war es aber kein gewöhnlicher Tagtraum von der Südsee. Nee, bei ihm flattert ein ganzes Orchester von Geigen und Hörnern aus dem Fenster und singt ihm ein Lied von fernen Landen. So ungefähr muss es in seinem Kopf abgegangen sein. "Es schienen so golden die Sterne," beginnt das Gedicht. Klingt romantisch, oder? Aber eigentlich ist es der Startschuss für eine ziemlich verrückte Reise – zumindest im Kopf.
Die "hohen Tannen" rauschen. Super. Aber was bedeutet das eigentlich? Nun, stellt euch vor, ihr steht im Wald und der Wind pfeift durch die Bäume. Das ist Eichendorffs Soundtrack zur Sehnsucht. Ein bisschen Natur-Kino im Kopf, sozusagen. Und dann kommen die Harfen! Ja, Harfen! Wer hat denn bitteschön Harfen im Wald stehen? Egal, Eichendorff hat sie. Und sie spielen ihm ein Lied von Italien.
Italien! Aber bitte mit allem Drum und Dran
Italien, das Land, wo die Zitronen blühen, die Eisdielen locken und die Opernsänger lautstark ihre Arien schmettern. Genau dorthin will Eichendorff. Aber nicht mit dem Zug oder dem Auto. Nein, er will einfach loslaufen! Und zwar am liebsten noch heute. "Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?" Ja, Goethe, aber Eichendorff hätte es ihm am liebsten nachgemacht. Nur ohne den kranken Vater und den toten Sohn. Einfach nur reiten, der Sonne entgegen.
Aber Moment mal! Da sind ja noch die "Marmorbilder". Was sollen die denn jetzt? Nun, stellt euch vor, ihr lauft durch ein italienisches Museum und seid total überwältigt von all der Schönheit. So ähnlich muss es Eichendorff empfunden haben. Nur eben nicht im Museum, sondern in seiner Fantasie. Und dann kommt noch das "Schneegebirg" dazu. Was für ein Kontrast! Aber genau das macht die Sehnsucht ja aus: die Mischung aus warm und kalt, aus nah und fern.
Der Humor in der Sehnsucht – Oder: Warum Eichendorff nicht einfach losgelaufen ist
Jetzt kommt der Clou: Eichendorff hat all das natürlich nicht wirklich erlebt. Er hat es sich vorgestellt. Und genau das ist das Geniale an der Sehnsucht: Sie ist ein innerer Zustand. Man muss nicht unbedingt um die halbe Welt reisen, um sie zu erleben. Man kann sich auch einfach mal einen Moment Zeit nehmen, die Augen schließen und sich wegträumen. Vielleicht nicht unbedingt nach Italien (es sei denn, ihr habt gerade Lust auf Pizza und Gelato), aber irgendwohin, wo die Seele baumeln kann.
Und da liegt auch der kleine, feine Humor in dem Gedicht. Eichendorff jammert quasi auf hohem Niveau. Er sitzt vermutlich in seinem gemütlichen Stübchen, während draußen der Regen gegen die Scheiben prasselt, und träumt von Italien. Und wir Leser sitzen daneben, nicken verständnisvoll und denken: "Ja, ja, die Sehnsucht... Kennen wir!"
Kein Happy End, aber ein guter Kaffee
Am Ende des Gedichts ist Eichendorff immer noch zu Hause. Er ist nicht nach Italien aufgebrochen, er hat die Marmorbilder nicht berührt und er hat auch keine Harfen im Wald gefunden. Aber er hat uns ein wunderbares Gedicht hinterlassen, das uns daran erinnert, dass die Sehnsucht ein wichtiger Teil unseres Lebens ist. Sie treibt uns an, neue Dinge zu entdecken, uns weiterzuentwickeln und über uns hinauszuwachsen. Und manchmal genügt es ja auch, einfach nur einen guten Kaffee zu trinken und sich die Welt in den schönsten Farben auszumalen.
Also, das nächste Mal, wenn euch die Sehnsucht packt, denkt an Eichendorff und seine verrückte Reise im Kopf. Und vielleicht schreibt ihr ja auch ein Gedicht darüber. Oder ihr bucht einfach einen Flug nach Italien. Hauptsache, ihr lasst euch von der Sehnsucht inspirieren!
Denn wie heißt es so schön: "Die Sehnsucht ist die Krankheit, die geheilt werden kann, indem man sich in sie verliebt."
Und wenn alles nichts hilft, dann einfach die Augen schließen, Harfenmusik auflegen und sich vorstellen, wie man durch ein italienisches Museum tanzt. Mit einer Pizza in der Hand und einem Eis in der anderen. Eichendorff hätte seine helle Freude daran gehabt!
