Katze Hat Bauchweh Und Frisst Nicht
Hallo liebe Reisefreunde und Katzenliebhaber! Ich melde mich heute aus einer Ecke meines Wohnzimmers, die sich die letzten Tage ein bisschen wie eine Tierarztpraxis angefühlt hat. Warum? Meine geliebte Katze, Minou, hatte Bauchweh und hat nichts mehr gefressen. Und ich kann euch sagen, das ist für einen Katzenbesitzer, der sein Tier so liebt, wie ich Minou liebe, ein kleiner Alptraum.
Wer mich kennt, weiß, dass ich ein großer Fan von spontanen Trips bin. Aber manchmal, so wie jetzt, muss man eben einen Gang zurückschalten und sich um die kleinen Fellnasen kümmern, die unser Leben so bereichern. Denn auch wenn meine Abenteuerlust groß ist, das Wohl meiner Katze steht immer an erster Stelle. Und glaubt mir, wenn Minou krank ist, dann ist auch mein Fernweh für einen Moment vergessen.
Die ersten Anzeichen: Mehr Sorgenfalten als Schnurren
Es fing schleichend an. Minou, normalerweise ein kleiner Staubsauger, wenn es um Futter geht, ließ plötzlich den Napf stehen. Am ersten Tag dachte ich noch, sie hätte vielleicht einfach keinen Hunger. Aber als sie auch am zweiten Tag nur widerwillig an ihrem Lieblingsfutter schnupperte und dann abdrehte, wurden meine Alarmglocken immer lauter. Dazu kam, dass sie sich zurückzog, weniger spielte und irgendwie...lustlos wirkte. Ihr sonst so glänzendes Fell sah struppig aus und ihre großen, grünen Augen wirkten traurig.
Ich kenne Minou gut. Ich weiß, wann sie einfach nur schläfrig ist und wann etwas nicht stimmt. Und diesmal war es eindeutig: Irgendetwas war faul.
Was tun, wenn die Katze streikt? Die Fehlersuche beginnt
Als Reisender lernt man ja, flexibel zu sein und Probleme pragmatisch anzugehen. Also habe ich angefangen, die üblichen Verdächtigen auszuschließen. Hatte sie vielleicht etwas Falsches gefressen? Gab es neue Pflanzen in der Wohnung, an denen sie geknabbert haben könnte? War sie vielleicht gestresst, weil ich in den letzten Tagen viel unterwegs war und sie allein lassen musste?
Ich inspizierte die Wohnung auf der Suche nach irgendwelchen verräterischen Spuren. Keine angenagten Blätter, keine verdächtigen Krümel. Ich überprüfte das Futter auf Verfallsdatum und Frische. Alles schien in Ordnung. Trotzdem fraß Minou nicht. Und das machte mir wirklich Sorgen.
Ein paar Dinge, die ich in solchen Momenten immer im Hinterkopf habe:
- Beobachtung ist das A und O: Achte genau auf das Verhalten deiner Katze. Ist sie apathisch? Hat sie Durchfall oder Erbrechen? Verändert sich ihr Gang? All diese Details können dem Tierarzt helfen, eine Diagnose zu stellen.
- Nicht in Panik geraten: So schwer es auch fällt, bewahre einen kühlen Kopf. Panik hilft niemandem, am wenigsten deiner Katze.
- Tierarzt kontaktieren: Wenn die Symptome länger als 24 Stunden anhalten oder sich verschlimmern, solltest du unbedingt einen Tierarzt aufsuchen.
Der Gang zum Tierarzt: Hoffen und Bangen
Nachdem Minou auch am dritten Tag noch immer nicht fressen wollte, war klar: Ich musste zum Tierarzt. Ich rief sofort in meiner Tierarztpraxis an und bekam glücklicherweise noch am selben Tag einen Termin. Die Fahrt dorthin war eine Qual. Minou lag still in ihrer Transportbox und ich konnte ihre Unruhe förmlich spüren. Ich redete leise auf sie ein, versuchte sie zu beruhigen, aber innerlich war ich total angespannt.
Beim Tierarzt wurde Minou gründlich untersucht. Sie wurde abgetastet, abgehört, und es wurde Fieber gemessen. Der Tierarzt stellte fest, dass ihr Bauch angespannt war und dass sie Schmerzen hatte, wenn er ihn berührte. Er vermutete, dass es sich um eine Magen-Darm-Verstimmung handeln könnte, aber um sicherzugehen, schlug er eine Blutuntersuchung und eine Ultraschalluntersuchung vor.
Die Diagnose: Was Minou fehlte
Die Ergebnisse der Untersuchungen waren zum Glück nicht alarmierend. Es stellte sich heraus, dass Minou eine leichte Entzündung im Magen-Darm-Trakt hatte. Der Tierarzt vermutete, dass sie sich entweder etwas Falsches gefressen hatte oder dass eine leichte bakterielle Infektion vorlag. Glücklicherweise war es nichts Ernstes, aber es reichte aus, um ihr den Appetit zu verderben und ihr Bauchweh zu bereiten.
Die Behandlung: Geduld und Fürsorge sind gefragt
Der Tierarzt verschrieb Minou ein leichtes Schmerzmittel und ein Präparat zur Beruhigung des Magens. Außerdem empfahl er, ihr Schonkost zu füttern, am besten gekochtes Hühnchen mit Reis. Und das Wichtigste: Viel Ruhe und Zuneigung.
Die nächsten Tage waren geprägt von viel Geduld und Fürsorge. Ich kochte Hühnchen und Reis, fütterte Minou in kleinen Portionen und achtete darauf, dass sie genug trank. Ich kuschelte viel mit ihr, bürstete ihr Fell und las ihr sogar vor (ja, ich weiß, klingt verrückt, aber ich glaube, sie mochte es!).
Manchmal sind es die kleinen Dinge, die den größten Unterschied machen. Ein liebevolles Wort, eine sanfte Berührung, ein warmer Schoß. Gerade wenn Tiere krank sind, brauchen sie unsere Nähe und Geborgenheit.
Das Happy End: Minou ist wieder die Alte!
Nach ein paar Tagen ging es Minou endlich besser. Sie fraß wieder mit Appetit, spielte wieder mit ihren Spielzeugmäusen und schnurrte wieder wie ein kleiner Motor. Ich war so erleichtert! Es war, als wäre ein Stein von meinem Herzen gefallen.
Ich habe aus dieser Erfahrung gelernt, dass man seine Tiere immer gut beobachten muss und dass man im Zweifelsfall lieber einmal zu viel zum Tierarzt geht als einmal zu wenig. Denn unsere Fellnasen sind eben auch Familienmitglieder und verdienen die beste Pflege.
Und was hat das mit Reisen zu tun?
Nun, indirekt schon eine ganze Menge. Denn diese Erfahrung hat mir wieder einmal gezeigt, wie wichtig es ist, im Leben die Prioritäten richtig zu setzen. Auch wenn das Reisefieber manchmal übermächtig ist, das Wohl meiner Tiere steht immer an erster Stelle. Und wenn das bedeutet, dass ich einen geplanten Trip verschieben muss, dann ist das eben so. Denn am Ende des Tages sind es doch die kleinen, einfachen Dinge, die uns am glücklichsten machen. Ein schnurrendes Kätzchen auf dem Schoß, ein glücklicher Hund, der mit dem Schwanz wedelt. Das sind die Momente, die das Leben wirklich wertvoll machen.
Und wer weiß, vielleicht nehme ich Minou ja auch mal mit auf eine Reise. Es gibt ja mittlerweile viele Hotels und Ferienwohnungen, die tierfreundlich sind. Das wäre doch mal ein Abenteuer! Aber bis dahin genieße ich einfach die Zeit mit ihr zu Hause und freue mich, dass es ihr wieder gut geht.
Also, liebe Reisefreunde und Tierliebhaber, passt auf eure Fellnasen auf und genießt jeden Moment mit ihnen! Und wenn eure Katze mal Bauchweh hat, dann wisst ihr ja jetzt, was zu tun ist.
Bis zum nächsten Mal und alles Liebe!
Eure (und Minous) Reisebloggerin!
