Kind Auf Nase Gefallen Wann Zum Arzt
Hallo ihr Lieben! Eure reiselustige Freundin, Lena, meldet sich wieder. Heute erzähle ich euch von einem kleinen Zwischenfall, der uns auf unserer letzten Abenteuerreise in die Toskana passiert ist. Klingt erstmal nicht so glamourös wie malerische Zypressenalleen und köstlicher Wein, aber hey, auch kleine Unfälle gehören zum Reisen dazu – vor allem, wenn man mit Kindern unterwegs ist! Und weil ich weiß, wie schnell man sich dann Sorgen macht, teile ich meine Erfahrung mit euch, damit ihr im Fall der Fälle wisst, wann ihr lieber einen Arzt aufsuchen solltet, wenn euer kleiner Schatz mal auf die Nase gefallen ist.
Wir waren gerade in einem Agriturismo angekommen, ein wunderschöner Bauernhof mit Pool und einem riesigen Garten zum Austoben. Meine Tochter, Emma, damals gerade drei Jahre alt, war natürlich sofort Feuer und Flamme. Kaum aus dem Auto gehüpft, rannte sie los, um die Gegend zu erkunden. Leider übersah sie dabei eine etwas tiefer liegende Stufe vor dem Haupthaus. Und *schwupps*, lag sie da, mit dem Gesicht im Kies.
Mein Herz blieb für einen Moment stehen. Sofort war ich bei ihr. Emma weinte bitterlich, und ich sah sofort, dass ihre Nase blutete. In solchen Momenten ist es schwer, einen klaren Kopf zu bewahren, aber ich versuchte, ruhig zu bleiben. Ich nahm sie hoch, drückte ihr ein sauberes Tuch auf die Nase und tröstete sie.
Das Blut floss relativ schnell, aber die Nase war sichtlich rot und angeschwollen. Natürlich schossen mir sofort tausend Fragen durch den Kopf: Ist die Nase gebrochen? Hat sie sich mehr verletzt? Sollten wir sofort ins Krankenhaus fahren?
Ich atmete tief durch und erinnerte mich an ein paar Erste-Hilfe-Maßnahmen, die ich mal gelernt hatte. Zuerst einmal versuchte ich, Emma zu beruhigen. Ein weinendes Kind lässt sich schwer untersuchen. Dann tastete ich vorsichtig ihre Nase ab. War sie instabil? Hörte ich ein Knirschen? Hatte sie Schmerzen, wenn ich leicht drückte?
Wann ist es nur ein kleiner Sturz?
In unserem Fall schien es "nur" ein heftiger Sturz gewesen zu sein. Emma klagte zwar über Schmerzen, aber die Nase fühlte sich stabil an und es gab keine offensichtlichen Deformierungen. Trotzdem war ich unsicher. Schließlich ist es im Urlaub, in einem fremden Land, nicht immer leicht, die richtige Entscheidung zu treffen. Und gerade bei Kindern möchte man ja auf Nummer sicher gehen.
Hier sind ein paar Anzeichen, bei denen ihr nicht sofort in Panik verfallen müsst und wahrscheinlich erst einmal abwarten könnt:
- Die Blutung lässt relativ schnell nach.
- Die Nase ist zwar rot und geschwollen, aber nicht offensichtlich deformiert.
- Das Kind kann sich normal bewegen und klagt "nur" über Schmerzen.
- Es gibt keine Anzeichen für eine Gehirnerschütterung (Übelkeit, Erbrechen, Benommenheit, Bewusstlosigkeit).
In solchen Fällen habe ich Emma erstmal gekühlt. Ein Kühlpad, in ein Tuch gewickelt, wirkte Wunder. Außerdem gab ich ihr altersgerechtes Schmerzmittel (Paracetamol) gegen die Schmerzen. Wir haben den Tag dann ruhig ausklingen lassen und sie genau beobachtet.
Wann solltet ihr unbedingt zum Arzt?
Aber es gibt eben auch Situationen, in denen man keine Zeit verlieren sollte und sofort einen Arzt aufsuchen muss. Hier sind die Warnsignale, die ihr ernst nehmen solltet:
- Die Nase blutet stark und die Blutung lässt sich nicht stoppen.
- Die Nase ist offensichtlich deformiert (z.B. verbogen oder eingedrückt).
- Das Kind klagt über starke Schmerzen, die sich durch Schmerzmittel nicht lindern lassen.
- Es gibt Anzeichen für eine Gehirnerschütterung (Übelkeit, Erbrechen, Benommenheit, Bewusstlosigkeit).
- Das Kind hat Schwierigkeiten zu atmen.
- Es tritt klare Flüssigkeit (Liquor) aus der Nase aus.
- Das Kind hat Doppelbilder oder Sehstörungen.
Bei diesen Symptomen solltet ihr keine Sekunde zögern und entweder den Notruf wählen oder direkt ins nächste Krankenhaus fahren. Gerade bei Kindern ist es wichtig, schnell zu handeln, um mögliche Komplikationen zu vermeiden.
Unsere Erfahrung in der Toskana
Da Emma zum Glück keine der oben genannten Warnsignale zeigte, entschieden wir uns, erstmal abzuwarten. Am nächsten Morgen sah ihre Nase zwar immer noch etwas geschwollen aus, aber es ging ihr deutlich besser. Sie spielte wieder fröhlich im Garten und hatte den Sturz fast vergessen.
Trotzdem war ich noch etwas beunruhigt. Ich beschloss, in der nächsten Apotheke nachzufragen. Die Apothekerin sprach zwar nur gebrochen Deutsch, aber mit Händen und Füßen und ein paar Brocken Italienisch konnte ich ihr die Situation erklären. Sie untersuchte Emma kurz und gab uns Entwarnung. Sie empfahl uns eine abschwellende Salbe und riet uns, die Nase weiterhin zu kühlen.
Das war sehr beruhigend. Wir konnten unseren Urlaub in der Toskana weiter genießen, ohne uns große Sorgen machen zu müssen. Aber ich habe aus dieser Erfahrung gelernt, wie wichtig es ist, vorbereitet zu sein und zu wissen, wann man lieber einen Arzt aufsuchen sollte.
Meine Tipps für Reisen mit Kindern
Abschließend möchte ich euch noch ein paar Tipps mitgeben, die euch auf Reisen mit Kindern helfen können:
- Reiseapotheke: Packt eine gut ausgestattete Reiseapotheke ein, die neben Pflastern, Desinfektionsmittel und Schmerzmitteln auch Kühlpads und eine abschwellende Salbe enthält.
- Krankenversicherung: Informiert euch über eure Krankenversicherung im Ausland und besorgt euch gegebenenfalls eine zusätzliche Reisekrankenversicherung.
- Notfallnummern: Speichert die wichtigsten Notfallnummern (Notruf, Polizei, Feuerwehr) in eurem Handy ab.
- Sprache: Lernt ein paar grundlegende Sätze in der Landessprache, um euch im Notfall verständigen zu können.
- Ärzte in der Nähe: Informiert euch vorab über die nächstgelegenen Krankenhäuser und Ärzte in eurem Urlaubsort.
Und das Wichtigste: Bleibt ruhig und besonnen, wenn etwas passiert. Panik hilft niemandem!
Ich hoffe, meine Geschichte und meine Tipps helfen euch weiter. Ich wünsche euch eine wunderschöne und unfallfreie Reise! Eure Lena.
"Reisen bildet. Manchmal auch die Nase." 😉
